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Design-Widerspruch: Würfelspanne und steigende Werte

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Blutschrei:
Hallo Tanelorn,

ich brüte nun seit einigen Jahren über dem Ansatz für ein möglichst robustes gamistisches System. Dabei gelange ich immer wieder an den Punkt, an dem sich mir der Widerspruch zwischen Würfelspannen und steigenden Werten aufzwingt, den ich gerne veranschaulichen und zur Diskussion stellen würde:

Würfel als Zufallselement sind auf den ersten Blick natürlich eine gute Idee, vor allem, bei überschaubaren Wertebereichen. Da Würfelspannen jedoch fix sind (bspw 1 bis 20), ergibt sich bei steigenden Fixwerten, die zum Würfelwurf addiert werden das Problem, dass der Zufallsfaktor in Relation zum Fixwert einen zunehmend geringeren bis nichtigen Stellenwert einnimmt. Dies reicht bis hin zum automatischen Gelingen selbst schwerer Proben, was vor allem im Kampf eine sehr frustrierende Erfahrung sein kann.

Ein weiteres Problem ergibt sich, wenn man steigende Fixwerte in Verbindung mit fixen Manöver-/Aktions-Erschwernissen betrachtet: Während ich bei einem Streitkolben-Wert von 15 eine starke Einschräkung durch das Manöver "Niederwerfen, Erschwernis 5" in Kauf nehmen müsste, gibt es bei einem Wert von 50 kaum noch einen Grund, der mich davon abhalten könnte, mit jedem Angriff ein Niederwerfen-Manöver durchzuführen. Niederwerfen wäre somit die absolute best Choice gegenüber einem Standardangriff, die sinnvollen HAndlungsoptionen werden durch das System selbst reduziert.


Meine bisherigen Gedanken zur Lösung der Probleme waren folgende:
Würfelanzahl statt Fixwert steigern: Ein Talent wird beispielsweise mit 4W6 angegeben. Folgeproblem: Bei kleinen Würfeln (W6) bleibt das PRoblem durch die geringe Streuung im großen und ganzen bestehen. Bei großen Würfeln wird der Pool schnell sehr unübersichtlich und das Würfeln wird zum Stressfaktor.
Wertebereich einschränken: Schränkt man den Wertebereich so ein, dass die Würfelspanne bedingt durch das Wertemaximum signifikant bleibt, dann operiert man in der Regel in einer Grobkörnigkeit, die viele kleinere strategische und taktische Optionen unmöglich macht.

Mich würde eure Meinung brennend interessieren.

User6097:
Die einfachste Lösung ist meiner Meinung nach, einen w100 mit passeden Fixwerten zu nutzen.

Sagen wir du würfelst einen w100 und einen typischen Fixwert von 40. Statt 40 kannst du auch 20 oder 60 nehmen, je nachdem wie wichtig dir der Zufall ist.

Möchtest du jetzt einen Anstieg der Fähigkeiten über die Zeit, hast du großen Spielraum, da du den Fixwert sehr weit erhöhen kannst, bis der w100 irrelevant wird.

Willst du Feinkörnigkeit, dann kannst du sogar in 1er Schritten erhöhen, was wahrscheinlich den meisten schon wieder zuviel des guten ist.

Problem gelöst.     

Achamanian:
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das Problem verstehe, aber als weiteren Vorschlag, mit dem Problem umzugehen: Steigende Fähigkeiten können bei festen Wertespannen auch auch "Bonusversuche" dargestellt werden. Als Anfänger würfelst du 1W20, als Fortgeschrittener 3, als Meister von mir aus 5W20, es zählt aber immer eines (das für dich günstigste) Ergebnis.
Da hast du dann eine weitere Achse, um steigende Fähigkeiten darzustellen, ohne dafür die Wertespanne erhöhen zu müssen.

Maarzan:
Das ist eben in vielen Fällen der Effekt von zunehmender Qualifikation - der zufällige Anteil am Gesamtergebnis sinkt und man bringt routinemäßig Leistungen, für die man früher jede Menge Glück brauchte, wenn überhaupt Glück so etwas kompensieren kann -> it is a feature, not a bug.

Achamanian:
Da hat Marzaan natürlich recht ...
Zumindest bei einfachen Aufgaben muss der Glücksfaktor ja kleiner werden, sonst kann man kaum von steigenden Fähigkeiten sprechen.

Wenn du den Glücksfaktor auf höherem Niveau (bei größeren Herausforderungen) dann wieder anheben willst, könntest du auch größere Werte mit größeren Würfeln verbinden. Wer einen Wert von 1-5 hat, Darf w6 würfeln, wer 6-10 hat, darf w10 würfeln, ab 11 ist es dann ein w12, ab 18 ein W20 ... das würde dann aber eine breite Spanne von für Anfänge absolut unschaffbaren Proben bedeuten, damit du später für die Meister noch Herausforderungen übrig hast.

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