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Batman v Superman: Dawn of Justice
Space Pirate Hondo:
--- Zitat von: K3r63r0s am 2.04.2016 | 22:30 ---Mal abseits vom töten war Batman für mich immer eine Art Ninja und da verbietet sich exzessiver Gebrauch von Schusswaffen ganz von selbst. Ich habe aber die Comics nur so nebenbei mal gelesen und nicht so genau verfolgt. Batman mit Schusswaffen muss ich jedoch echt nicht haben, dem Film werde ich mir dann mal sparen.
--- Ende Zitat ---
https://www.youtube.com/watch?v=StnFK9P2sfE
Yerho:
Jepp, Ninjas waren mit die ersten, die nach dem Kontakt mit dem Westen Schusswaffen in ihr Portfolio aufgenommen haben; Sprengmittel hatten sie wohl sogar schon vorher in Gebrauch. Darüber, ob das nun weniger ehrenhaft ist, als wenn man als ehrenhafter Samurai Bauern wegen irgendwelcher Nichtigkeiten über die Klinge springen lässt, kann woanders gestritten werden. ;-)
Und eine "no kill rule" gab es bei Batman meines Wissens nie. Das lange Jahre *gar nicht* getötet (und auch nur sehr selten gestorben) wurde, lag eher am Medium selbst als an der spezifischen Figur. Als diese Regel fiel, gingen auch bei Batman mal durch dessen Beteiligung Handlanger über die Brüstung, wurden von Fahrzeugen erfasst, fingen Feuer oder kamen in Explosionen um. Und ob jemand, der von Batman knochenhart durch Gassen und Fabrikhallen geprügelt wird nicht anschließend doch an seinen Verletzungen stirbt, hat irgendwie auch nie jemand geprüft.
Ich habe das eigentlich immer so verstanden, dass auch der düstere Batman niemanden *hinrichtet* (sich also zum Richter und Henker macht) und durchaus bestrebt ist, tote Widersacher zu vermeiden, aber deswegen allzu große Einschränkungen in seinem Feldzug hinzunehmen oder auch nur Samthandschuhe zu tragen, stand nie zur Debatte - um genau zu sein, hatten seine Handschuhen lange Jahre fiese Klingen, die oft genug rot waren.
Was die jüngeren Filme machen ist nichts anderes, als die Kollateralschäden des Dunklen Ritters von der A-Team-Darstellungskonvention (Alle schießen, keiner trifft; alles fliegt in die Luft, aber die Schergen krabbeln trotzdem noch aus dem Auto etc. ...) in eine realistische zu überführen. Der selbst der für Batman-Verhältnisse extrem kriselnde Batman ist *immer noch* nicht wie Marvels Punisher, für den jede verschossene Kugel auch gleichzeitig ein vollstrecktes Urteil ist, aber er kann und will sich nicht mehr die Zurückhaltung leisten, die nur möglich ist, wenn man nachts konventionelle Kriminelle temporär immobilisiert und für die Polizei zum Einsammeln hinterlegt. Mit Robin wurde symbolisch der bunte und kindlich-leichte Aspekt des Feldzugs gegen das Böse beerdigt.
Wenn es hilft, sich besser zu fühlen: Wenn ein Schuft mit dem Batarang an die Wand genagelt wird, ist da zwar schmerzhaft, soll ihm aber letztlich doch nur zur Besserung gemahnen und verhindern, dass sein Lebenswandel ihn irgendwann tatsächlich um die Ecke bringt. Und sicherlich war auch die Gatling nur mit Gummigeschossen geladen und - obwohl das nicht gezeigt wird - wachen die Getroffenen etwas später auf und fragen nach der Nummer des Taxis, dass sie gestreift hat. Ganz bestimmt. ^-^
Medizinmann:
--- Zitat ---Und eine "no kill rule" gab es bei Batman meines Wissens nie.
--- Ende Zitat ---
oh gekillt hat er öfter.
der (klassische ) Batman hat eine No GUN Rule ;)
der ohne Knarre tödlich tanzt
Medizinmann
Yerho:
--- Zitat von: Medizinmann am 3.04.2016 | 09:37 ---der (klassische ) Batman hat eine No GUN Rule ;)
--- Ende Zitat ---
Die allerdings in jeder Ära - teils mehrfach - gebrochen wurde.
Das ist im Grunde analog zur Quigley-Rule: "I said I never had much use for one. Never said I didn't know how to use it." 8)
Scurlock:
--- Zitat von: Medizinmann am 2.04.2016 | 22:15 ---ahhh,OK, jetzt verstehe Ich halbwegs was du meinst. :)
Ich meinte aber das die Comics an & für Sich die Quelle sind aus der man sein Wissen über Superhelden zieht.
So wie Ich das sehe/kenne (korrigier mich, wenn Ich falsch liege)
haben die Comics (gerade die Marvel Comics , so 30,40 Jahre lang eine gewisse Kontigenz gehabt, Sie haben ein Universum aufgebaut aber in den letzten 5-10 Jahren haben sie diese Continuität aufgeweicht und viele neue Origins erschaffen und Paralellerden etc. Gut, es gab auch damals schon die What If Comics und die waren auch ganz ok, aber anscheinend haben sowohl Marvel als Auch DC Dutzende von Versuchen gestartet alle Helden wieder neu zu starten ihnen ein neues Origin zu verpassen.
( Sergio Aragones hat das ja mit seinen immer neuen #1 Groo wunderbar persifliert)
Was in den letzten 5-6 Jahren abgegangen ist , da hab Ich überhaupt keinen Überblick mehr,
Wenn Sich die ganzen Filme darauf beziehen dann Brr :o ::) , OK.
Aber für Mich Old School X-Men Fan sind Warren W. III , Havoc, Juggernaut, Iceman, Colossus (ausser im grandiosen Deadpool Film) falsch, nicht von Ihren Kräften her, sondern von Ihrer Historie aus.
Nimm nur mal Havoc: In den Comics, die Ich kenne ist Havoc der jüngere Brucer von Cyclops. Im Film ist er ein Mutant aus den 60ern der überhaupt nichts mit Cyclops zu tun haben kann, da der noch gar nicht geboren wurde. Warren Worthington III und Iceman sind in den Comics zusammen mit Beast ,Cyclops und Jean Grey die ursprünglichen X-Men. in den Filmen ist Iceman einer der jüngsten Mutanten, Angel gehört gar nicht zu den X-Men,Beast kommt erst später dazu,Jean Grey würde niemals Scott Summers töten (Psychic Bond und so).
Und In den DC Comics die Ich kannte hat Batman eben ein Problem mit Schusswaffen.Wenn Du mir also sagts/schreibts ; "das ist ok so, das war alles in den Comics der letzten 10 Jahre so."
Dann bin Ich echt Froh, das ich diesen Scheiss nicht mehr mitgekriegt habe
HokaHey
Medizinmann
--- Ende Zitat ---
Mal abgesehen davon, dass selbst in den 80ern/90ern die Kontinuität in den Comics nicht immer gegeben war und einige zum Teil höchst extravagante"What if..."-Reihen in dieser Zeit ihren Ursprung hatten, ist es dann doch eine ziemliche Scheuklappensicht, wie Du die Comics betrachtest.
Sicher muss man die Relaunches von DC und Marvel der letzten Jahre nicht mögen, aber diesen Serien eine fehlende Kontinuität vorzuwerfen ist dann doch etwas scheinheilig und falsch, da im Gegensatz zu den Comics aus den 80ern und 90ern häufig über viele Ausgaben hinweg ein Handlungsbogen gesponnen wird, der Auswirkungen auf nachfolgende Events hat. Eine Kontinuität ist da durchaus gegeben und gewollt, was immer öfter aber auch zu einem Problem der Autoren wird.
Aber gerade der Background von Batman ist trotz des Relaunches der 52 weitgehend intakt geblieben. Sich jetzt hinzustellen, dass nur die Comics der 80er und 90er wirklich relevant sind und alles andere neumodischer Mistkram ist, ist offenbar dem "Früher-war-alles-besser"-Habitus verhaftet. Diese Meinung kann man absolut vertreten, aber als Diskussionsgrundlage ist das eben sehr dünn.
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