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The Witcher Role-Playing Game
Klingenbrecher:
--- Zitat von: Rise am 5.03.2020 | 22:22 ---Wie viele Gegner im Nahkampf, die auf ein mal / also die in einer Runde alle Angreifen können, würdet ihr pro Charakter zulassen?
Nach dem Witcher Regelwerk wird da ja keine Grenze gesetzt. (bei Shadowrun z.B. sind es max 5).
Oder würdet ihr nicht limitieren??
P.S. die Frage bezieht sich auf menschlich/humanoide Gegner
--- Ende Zitat ---
Begegnungen sind auf Spieler +2 gemünzt worden. Also drei Spieler sind 5 Gegner
An der Hand von Dieben:
Einfache Begegnung
Drei Spieler also 5 Diebe
Mittel Begegnung
Drei Spieler also Ein Magier und zwei Schläger (Diebe)
Das wird aber sehr gut im Spielleiterteil erklärt.
Ja, der Autor verfällt wieder seinem Powergaming ansatz und vergisst dabei das Witcher eigentlich Low Fantasy ist. Jedoch meint er mit den 20+ Gegnern die Situation wenn die "Helden" im Besitz von Relikten gekommen sind. Typisches Munchkin gelaber.
Rise:
Ich glaube da habe ich mich falsch ausgedrückt.
Meine Frage ist, wie viele Gegner pro Runde und im Nahkampf gleichzeitig angreifen dürfen.
Denn irgendwann stehen die sich ja auch gegenseitig im Weg rum.
Also angenommen der SC wird umzingelt. Wie viele Gegner schaffen es einen Angriff zu machen.
Mir ist klar, dass es bei einer "realistischen" Betrachtung der Frage darauf ankommt welche Waffen die Gegner haben, wie dynamisch und aufeinander eingespielt sie sind usw.
Aber ein Rollenspiel ist ja NIE wirklich realistisch und einen ungefähren Nennwert, angepasst an das Regelwerk, sollte man schon einfließen lassen.
YY:
--- Zitat von: Rise am 6.03.2020 | 09:34 ---Mir ist klar, dass es bei einer "realistischen" Betrachtung der Frage darauf ankommt welche Waffen die Gegner haben, wie dynamisch und aufeinander eingespielt sie sind usw.
--- Ende Zitat ---
Selbst bei Waffen mit geringem Platzbedarf sind es in den meisten Situationen nicht mehr als 3.
Rise:
:d :d
hat eigentlich schon jemand eine Landkarte der Witcher Welt mit Entfernungsangaben gefunden?
Rise:
Kurzer Bericht zu meiner ersten Spielrunde Witcher:
Wir haben in sehr kleiner Runde (2 Personen) mit Geralt und Yennefer aus dem Grundregelwerk + einer Jung-Hexerin gespielt.
Wobei Geralt ein SL-Charakter war und Yennefer + die Jung-Hexerin vom selben Spieler gespeilt wurden.
Zeitweise haben wir außerdem in zwei Zeitlinien gespielt.
Einmal, in einzelnen Szenen und mit großen Zeitspürngen in der Vergangenheit von Geralt und Yennefer zwischen 1240 und 1273.
Und dann ab 1273 mit Geralt und der Jung-Hexerin.
Im verlaufe des Speilabends wurden die Charaktere und Zeitlinien dann zusammengeführt.
Der Spielabend war also in vielerlei Hinsicht für uns ein Experiment, da wir vieles davon so noch nicht ausprobiert haben.
Außerdem eben das wesentliche, nämlich das neue Witcher Regelwerk.
Vorweg muss noch angemerkt sein, dass wir die Schäden nicht ausgewürfelt haben, sondern mit festen Werten gespielt haben.
Mein bisherige Erfahrung zum System:
Das Grundsystem / Würfelprinzip ist simpel und gut umsetzbar.
Beim Kampf wird es dann etwas träge durch die vielen Tabellen und herum geblätter im Buch. Im laufe des Abends habe ich mich daran gewöhnt und die Kämpfe wurden flüssiger.
Allerdings hab eich bei kleineren Gegner, welch ein Masse aufgetreten sind, nicht immer Buch geführt über die diversen Auswirkungen irgendwelcher kritischer Treffer und in diesem Bereich viel improvisiert.
Bei Haupt-Gegnern bin ich hingegen streng nach Regelwerk gegangen und das war dann auch gut zum handhaben.
Einzig die vielen Zusatzeffekte mit Bluten, Brennen usw fand ich etwas anstrengend im Überblick zu behalten und habe auch da bald nur noch grob improvisiert und auch bestimmt einiges vergessen.
Für das erste Spiel waren es schon sehr viele Details auf die man achten musste.
Der Spieler meinte, dass die Kämpfe etwas langatmig sind und ihm die Lust am beschreiben genommen haben.
In unserer Runde legen wir viel Wert auf Beschreibungen, auch im Kampf. Stures Hitpoints runter klopfen und auf technisierte Details, wie genaueste Distanz und Positions Verwaltung ist nicht unser Ding. Zuletzt haben wir Shadowrun Anarchy gespielt, welches sehr viel Raum für Beschreibung und Improvisation lässt.
Außerdem war uns das System zu willkürlich bzw., dadurch zu gefährlich für die Charaktere. Meine Spieler bevorzugen eher weniger tödliche Systeme und es will auch keiner eine Yennefer mit Armprotese nach den ersten Spielabend spielen. Hier wird also auf jeden Fall mit Hausregeln entschärft werden.
Da The Witcher bisher unseren persönlichen Ansprüchen noch nicht ganz erfüllt hat, müssen wir das System also noch weiter testen. Entweder wird es mit zunehmender Gewöhnung besser, oder wir müssen die Regeln entsprechend anpassen.
Trotzdem hat mir das Regelwerk grundsätzlich gut gefallen und Spaß gemacht.
Ich warte schon auf den Spielleiterschirm, welcher vielleicht die Kämpfe auch noch etwas beschleunigt.
Auch das Soziale „Kampfsystem“ haben wir ausprobiert. Es hat uns unerwarteter Weise sehr gut gefallen und wir haben mehrere sehr spaßige Szenen damit gestalten.
Für einfache, kurze Situationen, wie feilschen auf dem Marktplatz, oder rasches Einschüchtern von Wachleuten etc. ist es natürlich zu komplex. Aber es hat Verführungsszenen mit wichtigen SC/NSC super unterstützt und SL wie Spieler waren darin gefordert die jeweiligen Treffer und Verteidigungsversuche gut zu beschreiben, was großen Spaß gemacht hat.
Die Magie fand ich in ihren Möglichkeiten etwas dünn. Einerseits ist ein Magier eine echt krasse Nummer, alleine Teleportation ist ein echter Game-Changer. Andererseits sind die Kampfzauber so effektiv dann auch nicht, die Ausdauer war rasch erschöpft und plötzlich stand er Magier im Nahkampf und wäre fast drauf gegangen. Und das war wie gesagt die super mächtige Yennefer aus dem Regelwerk. Im Vergleich dazu ist ein guter Bogenschütze fast gefährlicher.
Aber das ist Geschmackssache. Wer damit giut kalr kommt als Magier etwas besonderes, aber halt nicht die ultimative Kampsau zu sein, kann hier durchaus seine Freude sein. Zusätzlich sind Magier, oder zumindest Yennefer, ja auch auf sozialem Gebiet eine echte Wucht. Decken also viele Bereiche gut ab.
Mein Fazit: ein spaßiges und in der Grundsubstanz gutes, weil einfaches Spielsystem mit vielen Ecken und Kanten, welche sich aber für erfahrene SL durch Regelanpassungen gut in den Griff kriegen lassen.
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