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[Film] Star Wars - Rogue One

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Issi:

--- Zitat ---Das versteh ich grad nicht. (Ich steh hier eher auf dem Schlauch)

--- Ende Zitat ---
Das war ganz Allgemein, auf nichts und niemanden bezogen.
Ist auch Strang  fremd, deshalb nur kurz:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Ich fand Star Wars Teil 7 zum Teil gelungen, aber zum Teil auch gar nicht, weil er erstens zu stark polarisiert hat (Das Gute ist wirklich gut und das Böse ist wirklich böse-=Langweilig!!!).
Und mir einfach nichts Neues gebracht hat, im Gegenteil. Es war eine Wiederholung statt Retro. Die schnelle Wiedereinführung und das noch schnellere Verscheiden von Han Solo fand ich schlecht und sinnlos.
Die alten Charaktere wurden nur angeschnitten ohne, dass man den Zeitsprung und was dazwischen passierte wirklich nachvollziehen konnte. Das haben sie nicht verdient. Fand ich total daneben. Und hätte man weglassen sollen. Rey als Hauptfigur fand ich gut. Viele Details waren mit Liebe gemacht. Aber ich finde bis jetzt jeden Star Wars Film besser als diesen. Obwohl sicher viel Zeit und Aufwand drin steckt.

Quendan:
Hier mal mein reinkopiertes Urteil, dass ich bei einem Freund auf Facebook in einer Diskussion geteilt hatte:

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
--- Zitat ---Ich kam gestern sehr glücklich aus dem Kino und der Film hat für mich all das richtig gemacht, was EpVII falsch gemacht hat. Ich habe das Gefühl, dass Fans des alten expanded universe hier eben besser abgeholt wurden, da sich alles harmonischer in eigene Star Wars-Bilder einfügte.

Da ich kein großer Trailer-Gucker bin und nach EpVII ja eh niedrigere Erwartungen hatte, war es vielleicht auch leichter mein Herz zu erobern. Aber nach dem ersten Eindruck hat das Rogue One durchaus geschafft. Und gerade Sacrifice ist für mich auch ein zentrales Thema der Rebellion, dass hier gut durchkommt.

Die Optik war eh großartig, da war aber mit zu rechnen. Mit mehr Elementen der Originalmusik oder gleich der Originalmusik hätte ich es glaube ich besser gefunden.

Ab hier tendenziell Spoiler, teils auch eher zwischen den eilen stärkere! ACHTUNG! NICHT WEITERLESEN, wenn ihr den FIlm noch gucken wollt.

Charaktere fand ich gut, wenn auch keinen so cool wie Rey oder Finn aus EpVII (wo ja die neuen Chars nicht mein Kritikpunkt waren). Am coolsten fand ich den Piloten (der war halt mal ein "einfacher Typ", der einfach seinen Beitrag leisten wollte und kein gestählter Soldat oder so ... genau so Leute sind für mich ein Backbone der Rebellion; Leute deren Moral es irgendwann nicht mehr zulässt, dass sie zu Mittätern werden), den ex-Jedi (so stelle ich mir lange im Versteckten und dadurch etwas seltsam gewordene "kleinere" Jedi vor) und der Droide (gut, der ist ja auch als Comical Relief angelegt, das macht er aber gut). Also lustigerweise nur "Nebendarsteller".

Mehr weibliche Piloten fand ich gut. Bei den Soldaten hätte es aber auch ruhig welche geben dürfen. Der Mon Cal-Admiral ist großartig! <3 Aber ich bin halt auch Mon Cal-Fanboy. Bail wiederzusehen war schön, bis auf seinen Abgang samt Zitat (*schluchz*). Und Dodonna! Und eine coole Mon Mothma! Tarkin war echt gut gemacht. Leia fand ich nicht so schlimm wie manch anderer in Internet und unserer Kinogruppe (eigentlich sogar völlig okay). Anknüpfung an EpIV fand ich sehr gelungen.

Und natürlich: Schnauzbärte und 70s/80s Optik! <3

Das Ende der Hauptfiguren hat mich in der Masse überrascht. Aber ich lasse mich auch gerne mal überraschen. Und wie gesagt: Zum Grundthema Sacrifice passte das hervorragend.

Gestört haben mich eher Kleinigkeiten:
- Wieder neue Jäger auf beiden Seiten? Warum nicht mal nur mit den Klassikern arbeiten, wenn es genau die Zeit ist? Aber gut, wenigstens mal keine eigentlich neueren Jäger, die dann aber rückwirkend doch früher "erfunden" wurden wie in Rebels. ;)
- Und als Unterpunkt dazu: Leute, ihr habt die coolen und ikonischen Lambda-Shuttles und ihr nutzt sie dann nicht? Verschenktes Potenzial.
- Etwas zu viel Planet Hopping am Anfang und etwas unmotivierter Auftritt des alten Mentors. Da wäre weniger *oder* mehr besser gewesen.
- Das Tentakelvieh war völlig unnötig für die Story und unmotiviert, verstehe ich nicht. Klares Kürzungspotenzial für wichtigere Sachen.
- Neue eigene Trooper für den "Chef-Bösewicht"? Seriously? Leute, macht doch nicht immer komische Extrafässer auf, damit ihr eine neue Actionfigur machen könnt. Dafür gibt es eh genug Potenzial auch bei alten noch (ich will meine Bob Hudsol-Action Figure! *quängel*).
- Der Besuch auf Mustafa (?) bei Vader war ja ganz nett und eine durchaus passende imperiale Szene, aber auch eher streichbar. Hatte das Gefühl das wurde vor allem für Vade Porn eingebaut.

Aber alles in allem war es jetzt keine innovative oder total krasse Story, aber eine grundsätzlich gute und solide mit wenig großen Logik-, Continuity- und Background-Lücken. Und (für mich) absolut genau dem Star Wars-Feeling das ich liebe und brauche. Ich bin mit niedrigen Erwartungen (und sei es nur aus Vorsicht) reingegangen und fand es sehr cool gestern als ich rauskam. Und auch nach einmal drüber schlafen bin ich sehr positiv gestimmt. Denn was ich bemängele ist eher Kleinkram (und würde ich EpIV-VI heute gucken zum ersten Mal, würde ich vielleicht auch Sachen auf dem Niveau bemängeln ;) ).

Ich gucke ihn rund um Weihnachten nochmal, dann auf Deutsch - danach bilde ich mir dann ein finales Urteil.
--- Ende Zitat ---

@Uli Kunkel: Ich glaube wir haben da seeehr ähnliche Sichtweisen. :D

[edit=Sir Mythos]Hab das Zitat wegen Spoilergefahr mal in Tags gesetzt

Deep_Impact:
Toller Film, aber der Autor hatte wohl Nachhilfestunden von George R. R. Martin.

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Habe mir gestern den Film angeschaut und er hat mir wirklich sehr gut gefallen. Er hat wirklich eher den Ansatz eines Kriegsfilm, es geht um Verluste und Aufopferung. Er hat mich etwas an die heroischen Kriegsfilme der 60ier erinnert, in denen eine kleine Gruppe Kämpfer für ein größeres Ziel und so weiter...

Der Film ist für mich zwar voll im Star Wars Universium, aber komischerweise erschienen mit Vader, Tarkin und Lea eher wie störende Fremdkörper. Das lag zum einen an der eingesetzten Technik, zum anderen an Heinz Petruo, der 2001 schon gestorben ist.

Wirklich peinlich fand ich nur die Sternenzerstörer, die sahen aus, als ob sie direkt aus dem 3D-Drucker kamen: Weißes Plastik. Als der erste Shot kam mit dem Sternenzerstörer vor dem Todesstern hab ich erst gedacht, die zoomen jetzt raus und das ist nur ein Modell oder eine Simulation...



In Summe empfehlenswert!

Grubentroll:
Hier mal meine unspoilerische Rezi die ich auf Facebook gepostet habe:


(vorab, hab die englische Fassung in 3D gesehen)

Der Film ist nicht das, was man von Star Wars unbedingt erwartet, und ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie ich das ganze bewerten soll.

Vorab: Im Vergleich zu The Force Awakens letztes Jahr ist es auf jeden Fall der wesentlich mutigere und deswegen viel bessere Film.

Allerdings hatte ich nach TFA irgendwie ein angenehmeres Gefühl als ich aus dem Kino kam, vielleicht weil mehr Nostalgie bedient wurde und er viel leichtere Kost ist. Aber auch, weil TFA die Charaktere mehr entwickelt, weil diese über mehr Filme angelegt sind.

Rogue One ist mit Abstand der düsterste Star Wars Film (meiner Meinung nach).

Es hat sehr viele moralische Grautöne, irgendwie sind erstmal alle irgendwie Hurensöhne, auch die Rebellen. Das ist recht heftig zum Teil dargestellt. Am Ende werden die Grenzen dann etwas klarer.

Grad am Anfang erinnern manche Szenen eher an Nahostkonflikt als wie Star Wars. Das ist schon nicht ohne.
Ich weiß nicht die Altersfreigabe, aber das ist für mich der erste Star Wars Film den ich Kinder nicht anschauen lassen täte. Und zwar nicht wegen Blut oder Gore, sondern weil er einfach sehr deprimierend zum Teil ist was da passiert. Es ist letzten Endes ein Kriegsfilm.

Zu den Visuals: Das ist für mich der am besten aussehendste Star Wars. Selbst bei TFA letztes Jahr hatte ich mir noch bei manchen Stellen gedacht "na, das ist ja jetzt Computerkacke". Bei Rogue One schaut alles echt perfekt aus. Wirklich irre.

Dann, und das ist wirklich abgefahren, es schaut wirklich so aus wie man sich das Star Wars Universum vor "A New Hope" vorgestellt hat.

Natürlich ein Spur größer und grandioser, aber alles in allem schaut das aus wie man es sich vorstellt.
Es blendet auch perfekt rüber in diesen Film, und ist damit für mich das echte Prequel zu der alten Trilogie.

Was mich genervt hat ist eine Szene, die ich mal "Saurons Turm in Mordor nenne", ohne viel zu sagen hier drüber, weil ich niemanden spoilern will. Wer die Szene sieht weiß glaub ich sofort was ich meine. ;) Ich fand das irgendwie überflüssig, und in einem Film der das eigentlich nicht nötig hat eine Spur zu viel "Fan Service".

Man kann ein wenig die Vorstellung und Entwicklung der Charaktere kritisieren, es passiert halt wirklich sehr sehr viel in vielleicht etwas zu kurzer Zeit, und es sind ja doch einige Leute und es ist eben nur ein Film.

Fazit:
Ich finde ihn absolut sehenswert, auch wenn man mit einem leicht beklommenen verwirrten Gefühl aus dem Kino geht.

Gerade das Ende des Films gibt der ganzen Filmreihe eine ganz andere Gewichtung. Manche Sachen die in den anderen Filmen zwar "böse" sein sollten, aber eher cartoony wirkten, kriegen durch den Film eine ganz andere Gewichtung. Vor allem der Todesstern und das Imperium an sich. Man wird sich gewisser Dimensionen in Größe und Schrecken die da passieren auf einmal bewusster.

Ein wichtiger Film für die Reihe.

Disney macht alles richtig, finde ich.

Irre, dass man Star Wars so "erwachsen" hinbekommen kann und es trotzdem noch oder gerade deswegen Star Wars ist.

Bin beeindruckt.

YY:
Schließe mich Quendan und Grubentroll weitestgehend an.

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Was mich anhand des einen oder anderen Trailers deutlich gestört hat, war die kleine Rolle von Saw Gerrera - der wirkte im Vorfeld eher als das Mastermind hinter der ganzen Operation, ist dann aber eigentlich nur eine Randnotiz.
So ist der ganze Aufbau rund um ihn verschwendet, was mich um so mehr ärgert angesichts der großartigen Stelle im Gespräch mit Jyn, wo seine Paranoia bzw. allgemein sein Geisteszustand in vollem Ausmaß klar wird.

Hätte auch im Gesamtbild besser gepasst, weil die Allianz sich ja anscheinend irgendwie noch gar nicht so sicher ist, ob sie jetzt den bewaffneten Kampf gegen das Imperium aufnehmen will, obwohl sie schon eine Riesenbasis hat und munter paramilitärische und geheimdienstliche Operationen durchführt. Das war für mich schon ein deutlicher "Echt jetzt?"-Moment in der Besprechung vor dem Finale.


Die Einführung der Charaktere und die ganze Exposition war ein fast totaler Fehlgriff, wie schon angesprochen.
Planetenhopping mit eher kurzen Szenen, die direkt im Anschluss bedeutungslos werden und als Alternative die einzig längere Szene mit Zeitsprung und einem nur kurz aufblitzenden Saw Gerrera, dessen Rolle man sich dann im Nachhinein aus Gesprächen erschließen muss.
Das ist mMn die größte Schwachstelle des Films und es dauert enstprechend lange, bis er richtig ins Rollen kommt.


Dass Cassian trotz ausreichender Gelegenheit nicht schießt, fand ich deutlich daneben.
Entweder hätte es sich halt nicht ergeben oder er hätte schießen müssen - ob es Jyn dann herausfindet oder nicht, sei mal dahingestellt.
Aber so ist das ein deutlicher Bruch, zumal er in der folgenden Diskussion mit Jyn wieder genau in die andere Richtung tendiert.
(Dass er den Blaster in die SSG-Konfiguration umbaut, fand ich übrigens alles andere als einen schlüssigen Hinweis auf seine Absichten - aber gut)

Jyn Erso ist mMn etwas farblos geblieben und besonders ihre Rede im Allianzstützpunkt kam nicht so rüber - da hätte man vielleicht die im ersten Akt vertane Zeit eher mit Charakterentwicklung verbringen sollen... ;)

Noch seltsamer fand ich aber ihre zweite Ansprache an die Frewilligen vor dem Finale. Da dachte ich mir nur "Hast du dir die Typen überhaupt mal angeguckt? Denen brauchst du ja wohl nicht mehr erklären, was hier Sache ist!"


Gestört haben mich ansonsten hauptsächlich Kleinigkeiten wie das ewige Zerstören von wichtigen Objekten, direkt nachdem sie ihren Zweck erfüllt hatten.

Dass Chirrut seinen großen Auftritt mit Todesszene bekommt - noch ok. Aber Sekunden (!) später obendrauf Baze mit der selben abgedroschenen Hollywood-Standard-Darstellung...das war doch mehr als unrund. Zumal K-2SO im selben Zeitraum so eine Szene bekommt. Hätte ich mir anders gewünscht.


Warum gerade so eine kleine Hammerhead-Korvette die Sternenzerstörer zusammenschieben muss, wenn doch ohnehin das Flaggschiff der Allianz hinterher schwer angeschlagen sein muss und sich dafür anbieten würde...hm. Wirkt jedenfalls unfreiwillig komisch, als man das in der Totalen sieht.


Manche Szenen und Gastauftritte hätte es wirklich nicht gebraucht - von Vaders Festung bis hin zu C3PO und R2D2. Da war vieles überflüssig, aber ist ja irgendwie auch Pflichtveranstaltung.


Dafür gab es auch jede Menge Klenigkeiten, die mir gut gefallen haben.

Der erhöhte "Nahostfaktor" in der ersten größeren Schießerei mit Gerreras Männern ist mir z.B. auch aufgefallen, aber dadurch gewinnt die Darstellung mMn spürbar. War ja in den früheren Filmen und im EU auch stellenweise erkennbar.

Sowohl Chirrut mit seinem Mantra und sonstiger Darstellung als auch Direktor Kripke Krennic schaffen genau den Spagat zwischen unfreiwilliger Komik und erfrischendem Anderssein.

Endlich mit K-2SO mal ein Droide, der zwar witzig, aber keine totale Witzfigur ist. Der ist quasi die Personifizierung des atmosphärischen Unterschiedes zu den anderen Star Wars-Filmen.

Die Waffenprops in der Tradition der alten Filme, allen voran Jyns und Krennics Blaster sowie einige neue Rebellenumbauten.

Der U-Wing hat mich insofern nicht gestört, weil seine Funktion in Ep. 4-6 nicht zwingend gebraucht wird und er dort deswegen auch nicht auftauchen muss.

Der Retcon mit der Schwachstelle des Todessterns funktioniert mMn sehr gut - hätte es nicht unbedingt gebraucht, aber ist ok.

Tarkin und Leia sind natürlich kontrovers - gerade von Tarkin hört man von vielen Leuten, dass er mitten im Uncanny Valley ist.
In Sachen Filmtechnik und Kinogeschichte aber jedenfalls interessant. Ich bin mal gespannt, ob das in ein paar Jahren noch ansehnlich wirkt oder ob es sehr schlecht altert.

Der Todesstern läuft zwar nur auf einem Bruchteil seiner Maximalleistung, dafür sind die Auswirkungen um so spürbarer.
Während in Ep. 4 nur ein paar Sekunden auf einen komplett zerstörten Planeten verwendet werden und in Ep. VII im Vorbeigehen ein Sonnensystem ausradiert wird, wird hier überdeutlich vorgeführt, was da eigentlich passiert.
Auch der Gegensatz zwischen den Auswirkungen auf der Oberfläche und dem geradezu majestätischen Anblick aus dem Orbit ist schön gelungen.
In diesem Zusammenhang auch gleich Bonuspunkte für den Tod von Cassian und Jyn - spätestens als klar war, dass der Todesstern auf den Planeten feuert, habe ich das in sehr ähnlicher Weise so erwartet.
Wäre mit ein paar Zeilen Dialog und aufrecht stehend der Explosion zugewandt noch besser gewesen, aber soll mir recht sein  ;)


Und von den vielen Kleinigkeiten zurück aufs Gesamtbild:
Ein "moderner" Star Wars-Film muss natürlich nicht so sein wie Rogue One - der andere Blick auf das Star Wars-Universum tut ihm aber mMn sehr gut und er ist nicht so eine wenig eigenständige, auf Sicherheit spielende Reminiszenz wie The Force Awakens.

Davon sehe ich gerne mehr.

Trotz der deutlichen Pacing-Schwächen am Anfang und einigen kleineren Macken gehört er für mich zu den besten drei.

Endlich mal wieder Space Opera, die meinen Geschmack trifft  :d

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