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[Frage] Kennt ihr Serien/Filme in denen Reanimation korrekt dargestellt wird?

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YY:
Da muss ich zwei Gedanken nachschieben:

1. 100% realistisch/korrekt ist es wie vieles Andere für die Darstellung im visuellen Erzählmedium ungeeignet, weil dann zu lange nichts Relevantes passiert.
Ähnlich wie z.B. bei der Stalking-Phase im Scharfschützenwesen ist das sinnvollerweise nur eine eher symbolische Darstellung, um dem Zuschauer zu zeigen, was da gerade läuft.

Natürlich kann man das davon unberührt immer noch gut oder schlecht umsetzen, und einige Negativbeispiele sind da sicherlich mehr Unkenntnis und/oder Faulheit geschuldet als der Notwendigkeit, das Ganze abzukürzen.


2. Wie bei vielen solcher Filmfehler zieht meistens die Ausrede (sofern es nicht sogar Absicht ist), dass nicht die Macher, sondern tatsächlich die handelnden Charaktere es nicht besser wissen und somit in der Fiktion wirklich falsch machen.
Mit Absicht eingebracht, kann das ein nettes Detail sein.
Aber meistens erkennt man leider recht deutlich, dass der Fehler woanders entstanden ist.

Timo:
Bei Flatliners ist es spannend und kurz gehalten aber größtenteils korrekt, bzw. glaubwürdig korrekt (die Herzrhythmusmassage), das kann man ja auch kurz halten, was halt gar nicht geht sind die Defibrilatorszenen:

 *frizzel* er hat wieder Herzschlag- ARGH

wild dice:
Ich hätte da einen Film... >;D

YY:

--- Zitat von: Timo am 14.10.2015 | 14:35 ---was halt gar nicht geht sind die Defibrilatorszenen:

 *frizzel* er hat wieder Herzschlag- ARGH

--- Ende Zitat ---

Das kommt drauf an - Kammerflimmern kann durchaus auch im Rahmen eines Traumageschehens o.Ä. auftreten.
Im Film stimmt dann so gesehen "nur" die Anzeige auf dem EKG nicht, d.h. es würde in so einem Fall keine Asystolie mit dem Defi weggehext, sondern ein auf dem EKG falsch als Asystolie angezeigtes Kammerflimmern korrekt behandelt (mal davon abgesehen, dass dabei i.d.R. die Ursache hinten runter fällt)  ;)

Und ja, natürlich ist mir klar, dass meistens subtotale Unkenntnis die Ursache ist und die Zuständigen nur irgendwo im Hinterkopf haben: "Herz kaputt -> Defi und alles ist wieder gut". Was ja für den einen Fall, den man dem Laienhelfer beibringt, sogar weitestgehend stimmt.
Aber da wäre es eben besser, die Leute wüssten gar nichts und würden sich richtig einlesen, als mit diesem einen Informationsbrocken rumzustümpern ;D


Positiverweise ist die Defi-Schwemme in Film und Fernsehen in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen.
Bei Grey´s Anatomy gibt es quasi als Entschädigung für den langjährigen Missbrauch mal einen präkordialen Faustschlag - und der ist auch wieder sehr "sportlich" dargestellt... ;D


Für mich ist der Defi im Film jedenfalls längst abgelöst vom beschwörenden "Du musst unbedingt wach bleiben!", was bei Traumapatienten doch ziemlich Banane ist, wenn man sonst überhaupt nichts macht  :P ;)



P.S.:
Ich hab mich letztens wieder köstlich amüsiert bei Star Trek TOS, wo Pille öfter mal mit einem Blick und vielleicht einer einsekündigen Berührung irgendwo im Halsbereich direkt zum bekannten Ergebnis kommt: "Er ist tot, Jim!"

Dagegen ist das bisschen Defi-Gewurstel ja wohl Kindergarten ;D

Wahrscheinlich ist Pille einfach ein völlig abgestumpfter Soziopath, der keinen Bock auf Reanimation hat und weiß, dass er damit durch kommt, weil die anderen alle keine Ahnung haben  ~;D



P.P.S.:
Wenn man diesen Maßstab auch an andere Sachen anlegt, bewegt sich die Zahl störungsfrei genießbarer Filme im niedrigen zweistelligen Bereich...

Boba Fett:

--- Zitat von: wild dice am 14.10.2015 | 14:55 ---Ich hätte da einen Film... >;D

--- Ende Zitat ---
Komisch, den hatte ich auch gerade m Kopf...

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