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Übersetzungsklopse
ErikErikson:
What have the sponsors said about this system down causing nearly 36 Billion of Asians in damage?
Ill send you to the netherlands.
Und meinLiebling: "Everything works according to keikaku". (Translators note: keikaku means plan.)
Yerho:
--- Zitat von: Feuersänger am 31.03.2010 | 20:17 ---"Feuer im Loch" ... das war alles schon zur Genüge da.
--- Ende Zitat ---
Herumgesprochen hat es sich aber offenbar noch nicht. Soeben bei "Stargate Universe":
Person A: (wirft eine Granate in einen Insektenbau) "Feuern Sie ins Loch!"
Person B: "Im wahrsten Sinne des Wortes."
Also, dass dabei etwas nicht passt, hätte man eigentlich merken müssen, selbst wenn man kein professioneller Übersetzer ist ...
Minne:
In dem miesen Fansub eines Animes war die Standart-Beleidigung "you Boob". Nun gibt es das Wort auch als Beleidigung im Englischen, bedeutet Tollpatsch oder so. Das wirkte trotzdem sehr merkwürdig, vor allem, da es oft gesagt wurde und ich musste ständig an "du Titte" denken. Na gut, der Sub war auch ansonsten sehr seltsam und oft ergaben die Sätze keinen Sinn. Die übliche Anrede war übrigens "Sahib". Da fragt man sich doch, durch wie viele Sprachen der Originaltext gewandert sein mag.
YY:
--- Zitat von: nnhndrtzwlf am 31.03.2010 | 20:55 ---Die übliche Anrede war übrigens "Sahib".
--- Ende Zitat ---
Das finde ich schon ziemlich cool, auch wenn ich mich nicht entscheiden kann, welche Begründung mir die liebste wäre (Babylonische Übersetzungsverwirrung, Inkompetenz, andere) :)
korknadel:
@Teylen und Woodman: Was ihr da über das Schweizerdeutsch sagt, ist teilweise bis völlig falsch. Zum einen berücksichtigt der Duden ausdrücklich auch die Schweiz und Österreich, weil dort eben Deutsch gesprochen und geschrieben wird. Da die unterschiedlichen schweizer und österr. Dialekte zusammen mit den schwäbischen, badischen und bayrischen (und dem Elsässischen) zu den oberdeutschen Dialekten zählen, und das Oberdeutsche wiederum eine Form des Hochdeutschen ist (es unterscheidet sich vom Mitteldeutschen, das näher an der Standartsprache dran ist, vor allem durch unterbliebene Mono- oder Diphtongierungen und im extremen schweizer Fall durch die Afrikate beim K), sind diese Dialekte näher an der ebenfalls hochdeutschen Standardsprache als das Niederdeutsche.
Man erinnere sich: unser sogenanntes Deutsch unterscheidet sich von allen anderen germanischen Sprachen dadurch, dass hier die hochdeutsche Lautverschiebung stattgefunden hat. Und die hat eben nur in den ober- und mitteldeutschen, nicht aber den niederdeutschen Dialekten stattgefunden.
Insofern ist es völlig falsch, zu sagen, Deutsch hätte mit Schwyzerdütsch (sehr ihr, ausbleibende Diphtongierung!) genauso wenig zu tun wie Niederländisch und Deutsch. Weil Schwyzerdütsch nämlich hochdeutsch ist, das Niederländische aber nicht (das ist im Prinzip sehr nahe am Niederdeutschen). Dazu kommt, dass Schweiz und Österreich ja -- zum Glück -- auch zur deutschen Literatur dazugerechnet werden. Woher das nun plötzlich kommt, dass man hier fein national und protektionistisch trennen möchte und die Oberhoheit für "Deutsches" für sich alleine reklamieren möchte, weiß ich nicht. Nebenbei finde ich diese -- auch sprachliche -- "Deutschtümelei" zum, na ja, nicht Sinn, sondern etwas anderes "machen".
Das Hochdeutsch, das die Schweizer lernen unterscheidet sich dennoch von dem, was man bei uns als Standard meinte, festlegen zu müssen. Es gibt unzählige Formulierungen, Vokabeln und eben auch grammatikalische Abweichungen zum sogenannten "Deutschen" in der schweizer Schriftsprache. Oben habe ich ja schon das Beispiel gebracht, dass man (vielleicht hat unser reinigender Einfluss das mittlerweile auch schon zunichte gemacht) bei Robert Walser eben vollkommen korrekt lesen konnte: "Mein Bruder war älter wie ich." Der Komparativ mit wie ist übrigens auch in Süddeutschland ursprünglich nicht falsch. Jahrhundertelang war es möglich, wie und als sowohl beim direkten Vergleich, als/wie auch beim Komparativ zu benutzen. Es gibt keinen guten Grund, das genau festzulegen und zu regulieren, außer dass man diejenigen, die die Regel nicht befolgen (immerhin mit den Schweizern und Schwaben ein paar Millionen Leute) als Dummerchen belächeln kann. Ergebnis ist, dass die Sprache durch solche Eingriffe ihre Buntheit verliert.
Das trifft dann auch auf öfter und öfters zu. Im Duden steht, öfters wäre "landsch." So what. Darf man es deshalb nur in Österreich benutzen? Kann ich nicht nach Klang, nach Lust und Laune, nach Rhythmus entscheiden? Nein, ich muss nach den Reinheitsgesetzen vorgehen, die mir genau sagen, was ein gutes Deutsches und was ein schlechtes deutsches Wort ist.
So, das war jetzt aber ganz böse OT. Tut mir bitte ganz arg verzeihen, und ich gelobe, den nächstbesten Klops, der mir über den Weg klopst, hier als Entschädigung zu posten.
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