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Sicario
ElfenLied:
--- Zitat von: Kowalski am 3.06.2016 | 05:42 ---Da aber so ein Standpunkt nicht als Identifikationsstandpunkt taugt, vor allem mit dem was er so macht, braucht es Emily, damit der Zuschauer nicht denkt:
Was ein beschissen brutaler, sinnloser Film.
--- Ende Zitat ---
Ich konnte mich mit Alejandro deutlich besser identifizieren als mit Kate, die ich ähnlich wie Teylen eher als Mitläuferin ohne großen Einfluss auf die Handlung wahrgenommen habe. Alejandro dagegen ist der ergebnisorientierte Macher, dessen Methoden einem nicht immer schmecken, aber zu Resultaten führen.
Kowalski:
--- Zitat von: ElfenLied am 3.06.2016 | 07:23 ---Ich konnte mich mit Alejandro deutlich besser identifizieren als mit Kate, die ich ähnlich wie Teylen eher als Mitläuferin ohne großen Einfluss auf die Handlung wahrgenommen habe. Alejandro dagegen ist der ergebnisorientierte Macher, dessen Methoden einem nicht immer schmecken, aber zu Resultaten führen.
--- Ende Zitat ---
Hmm. Rache als Motiv ist eine schlechte Grundlage um ein positiver Held zu sein. Ich kann ihn verstehen, aber gut finden muß ich seine Methoden überhaupt nicht.
ElfenLied:
--- Zitat von: Kowalski am 3.06.2016 | 22:09 ---Hmm. Rache als Motiv ist eine schlechte Grundlage um ein positiver Held zu sein. Ich kann ihn verstehen, aber gut finden muß ich seine Methoden überhaupt nicht.
--- Ende Zitat ---
Ich sehe ihn auch eher als Antiheld. In dem Film werden Grautöne ja durchaus thematisiert, z.B. mit dem korrupten mexikanischen Polizisten, der seine in Armut lebende Familie durchbringen muss und versucht, ein guter Vater für seinen Sohn zu sein. Da passt Alejandro sehr gut rein.
Kowalski:
--- Zitat von: ElfenLied am 5.06.2016 | 05:18 ---Ich sehe ihn auch eher als Antiheld. In dem Film werden Grautöne ja durchaus thematisiert, z.B. mit dem korrupten mexikanischen Polizisten, der seine in Armut lebende Familie durchbringen muss und versucht, ein guter Vater für seinen Sohn zu sein. Da passt Alejandro sehr gut rein.
--- Ende Zitat ---
Mich hat nun nicht sonderlich überrascht das die lokalen Polizisten in Juarez zu einem gewissen, vielleicht sogar zu einem großen Teil, korrupt sind. Wenn die Machtverhältnisse (also auch die Geldverteilung) vor Ort so sind wie dargestellt, dann muß man zwangsläufig Berührungspunkte haben und ohne sich mit den Gangstern zu arrangieren geht es nicht lange gut. Ich hatte ja schon erwartet das er viel früher in Aktion tritt. Da war der Film dann doch überraschend. Durch seine Tatoos hatte ich ihn eh zu den bösen gezählt.... Bei den Federales, die man dann auch mal in Gegenden schickt wo sie überhaupt keinen kennen, da erwarte ich weniger Korruption. Auch weil sie kaserniert sind.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Was mich dann auch überrascht hat, nicht 100% aber doch zu 90% war das der eine Polizist in den USA sie aushorchen wollte, was dann zu der Thread-berühmten Szene wo Emily Charakter gerettet werden muß führt. Zu dem Zeitpunkt denke ich der dachte die ist harmlos, warum kein Nümmerchen, und dann so eine Reaktion, ich denke da hat er überreagiert und nicht nachgedacht. Wäre er darauf aus Ihr was anzutun wäre er selbst wachsam gewesen. Dann hätte er Ihre Reaktion einfach mit Fragen entschärfen können. Und ggf. mit einer Erklärung des Gummibandes. Bei einer Mordabsicht wäre er strunzdumm irgendwas an sich zu haben das auf den Auftraggeber auch im mindesten Hinweisen kann. Dazu zählen auch das billige Handy z.B.
So beim drüber nachdenken hat auch Emily#s Charakter überreagiert, das was mir so durch den Kopf ging hätte Ihr auch durch den Kopf gehen können. Auch das ein Profikiller nicht DNA Spuren hinterlassen würde, das ist ja sowieso der erste Spurenbaum den man abschreitet als Forensiker und "Beziehungstaten" sind auch ganz oben auf der Liste. Sie war, offensichtlich, durch den Alk nicht mehr in der Lage geradeaus zu denken... Das er als Polizist das AUCH weiss, das hätte Ihr zu denken geben müssen. Situation genießen und Spieß umdrehen. Das hätte eine Badass-Emily getan....
Ich bleibe dabei, alles keine Badass Helden (Sicario mag Badass sein, aber nun mal kein Held), aber das finde ich auch nicht schlecht, es macht den Eindruck Realitäten zu zeigen, nichts perfektes, halt den ganz normalen Wahnsinn mit seinen Unzulänglichkeiten und überraschenden Wendungen. Das dem Sicario und dem CIA Agent klar ist das die Nachfrage in der Bank zu einer gezielten Reaktion der Kartells führen wird und das dann ggf. der eine oder andere in Leib- und Leben gefahr steckt hat mich das erscheinen des Sicarios bei Emily nicht überrascht. Die war dann halt der Köder. Das man es Ihr nicht ein zweites Mal gesagt hat zeigt Ihre Arglosigkeit. Was wiederum einer der Hauptthemen ihrer Figur ist.
Vash the stampede:
Sicario 2. Ähnliche Besetzung, aber vor allem der gleiche (gute) Drehbuchautor (Taylor "Hell or high water" Sheridan) und ich muss mich fragen: Hast du den ersten Teil verstanden?
Stattdessen bekomme ich einen mittelmäßigen bis schwachen Film, der konfuse eine Geschichte hat und damit endet, dass Figuren für einen möglichen dritten Teil zurecht gestutzt werden. Nee, das war leider nix.
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