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[Brainstorming] Eigennamen für Regionen/Länder/usw., oder besser nicht?
Antariuk:
Nicht zum ersten Mal frage ich mich ob man beim heimischen Weltenbau den diversen Regionen/Ländern/Nachbarschaften/etc. die man entwirft einen Eigennamen geben sollte oder nicht, und ob dieser dann aus bekannten Begriffen zusammengesetzt oder ein (Fantasy-)Kauderwelsch sein sollte. In den bekannten klassischen Settings gibt es oft alle drei Varianten, z.B. kennen die Forgotten Realms die Wüste "Anauroch" aber auch die Wüste "Genies' Anvil" und die "Bandit Wastes". Letztere ist natürlich arg unoriginell benannt, aber manchmal braucht es vielleicht ja auch gar nicht mehr? Mir ist klar dass diese Frage sehr von der Natur und der Intention der Welt abhängt, aber vielleicht gibt es ja doch gute allgemeine Argumente für/gegen eine dieser Varianten? Der von mir gesteckte Rahmen lässt sich sicherlich problemslos erweitern, ich dachte mir aber die o.g. Konzepte lassen sich relativ gut diskutieren.
Vorteile die ich bei fantastischen Begriffen sehe sind: man macht die Welt einzigartiger und Spieler können durch den aufgebauten Jargon gefühlt tiefer in die Welt eindringen.
Vorteile von generischen Begriffen sehe sind: die Einstiegshürde ist geringer weil man oft nur vom Namen her weiß um was es geht, die Verwechslungsgefahr wird gemindert.
DondoSkwaaf:
Ich denke die Mischung macht's. In unserer Welt gibt es ja auch beide Varianten.
Wichtig bei Fantasy-Eigennamen ist, dass sie leicht zu merken und leicht auszusprechen sind. Gerade einige Homebrews haben echt unerträgliche Eigennamen.
"Tneroch'dhar'i" und sowas sind imho denkbar schlechte Eigennamen (tatsächlich übrigens oft an den Apostrophen zu erkennen >;D )
Hier muss man sich die Namen wohl selbst ein paar mal laut vorsprechen.
Holothuroid:
Tatsächlich sind praktisch alle Ortsnamen zur Zeit ihrer Entstehung transparent. Sie werden allerdins nur selten "geupdated", d.h. Ortsnamen sind ein ganz typisches Beispiel von Wörtern, die auch bestehen bleiben, wenn neue Leute einwandern und ansonsten ihre Sprache mitbringen. Eventuell sprachlich angepasst.
Beispiel: Der Ebro in Italien hat einen Eigennamen. Ist aber vermutlich mit dem baskischen Wort für Fluss verwandt. Als die Indogermanen nach Italien kamen, haben sie das Wort der Einheimischen für den Fluss als Eigennamen benutzt.
Beispiel: Die schöne Stadt Köln hat ihren Namen von "Colonia", lateinisch für Ansiedlung.
Beispiel: Durch meine Heimatstadt fließt der Geilenbek, also der gelbe Bach auf Niederdeutsch.
"Genies' Anvil" ist also in gewisser Weise um ein vielfaches Kreativer als die meisten echten Ortsnamen.
Edvard Elch:
Ergänzend zu 1of3s Ausführung möchte ich noch erwähnen, dass sich in manchen Gebieten mehrere (teilweise um die 10) Siedlungsepochen anhand der Ortsnamen rekonstruieren lassen. Als pedantischer Weltenbauer könnte man nun mehrere Sprachen mit historischer Entwicklung entwerfen und dann für jede Gegend diese Tiefe, die wir in unserer Welt haben, nachbauen. Viel Spaß dabei ;)
Sethomancer:
Diverse Namen können natürlich auch ein gutes Gefühl davon vermitteln wie die Sprache einer Region so klingt (Klangfarbe) und somit einen tieferen Einstieg in die regionale Kultur ermöglichen.
außerdem ist es auch ganz nett wenn die Namen nicht nur einen Wiedererkennungswert haben sondern auch ein Versprechen in sich beeinhalten, es ist z.B. doch schon spannender ins "Tal der tausend Tode" zu ziehen als durch das "Birkenwäldchen".
generell finde ich, das die Lokation eines Szenarios auch einen namen verdient hat, während man auf reinen Reisen zwischen zwei Szenarien natürlich nicht jedes Kaff am Wegesrand benennen muss.
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