Pen & Paper - Rollenspiel > Pen & Paper - Rollenspiel- & Weltenbau

[Brainstorming] Eigennamen für Regionen/Länder/usw., oder besser nicht?

<< < (2/3) > >>

Skeeve:

--- Zitat von: DondoSkwaaf am 21.11.2015 | 13:49 ---"Tneroch'dhar'i" und sowas sind imho denkbar schlechte Eigennamen (tatsächlich übrigens oft an den Apostrophen zu erkennen  >;D )

Hier muss man sich die Namen wohl selbst ein paar mal laut vorsprechen.

--- Ende Zitat ---

Naja, auch nicht viel schlimmer als z.B.  Jyväskylän mlk (von der Liste der Städte in Finnland auf Wikipedia) oder Wörter/Namen aus den keltischen Sprachen. Jedenfalls gibt es hier in unserer Welt auch so manches (mehr oder weniger) unausprechliches. Sage ich jetzt mal so, aber Sprachen sind auch nicht wirklich so meine Stärke.

Wenn da mal irgendwer hilfreiche Informationen hat, für jemanden der da wenig Plan hat. Auch zum thema

--- Zitat von: Seth am 21.11.2015 | 14:14 ---Diverse Namen können natürlich auch ein gutes Gefühl davon vermitteln wie die Sprache einer Region so klingt (Klangfarbe) und somit einen tieferen Einstieg in die regionale Kultur ermöglichen.

--- Ende Zitat ---

Klangfarbe. Nehme ich gerne...
Ich bin auch gerade am Namen basteln, aber zur Zeit nur für vergangene/untergegangene Reiche in der Chronik der Welt. Die sollen dort nur dazu dienen z.B. die längst vergessene Provinz im Nordwesten von dem untergegangenen Reich im Südosten zu unterscheiden. Die Aussprache ist mir da erstmal nicht so wichtig. Die könnte ich zwar auch einfach "Provinz im Nordwesten" nennen, aber das liest sich irgendwie unschön und ab der zweiten oder dirtten Provinz da oben im Nordwesten wird es unübersichtlch.

Skeeve:

--- Zitat von: Seth am 21.11.2015 | 14:14 ---außerdem ist es auch ganz nett wenn die Namen nicht nur einen Wiedererkennungswert haben sondern auch ein Versprechen in sich beeinhalten, es ist z.B. doch schon spannender ins "Tal der tausend Tode" zu ziehen als durch das "Birkenwäldchen".

--- Ende Zitat ---

Ich als Spieler könnte mich da nicht entscheiden. Wenn es das Schicksal oder der Spielleiter so will, dann ist das Birkenwäldchen für meinen SC viel gefährlicher als das Tal der tausend Tode... Das Tal hat seinen Namen ja sowieso nur bekommen, weil irgendwelche NSCs verhindern wollten das dort neugierige Abenteurer rumschnüffeln... vermutlich ist es ganz harmlos, das Tal... oder an den Namen ist doch mehr Wahres dran, als meinem SC lieb ist.

Feuersänger:
Gab's da nicht mal eine Regel, das die Qualität von Fantasywerken invers zur Frequenz erfundener Namen ist?
Wurde glaub ich mal von xkcd formuliert, aber ich find die Graphik gerade nicht wieder.

Runenstahl:
Meiner Meinung nach stark Setting-Abhängig. Ich selbst mische da gerne auch innerhalb derselben Kampagne. So gibt es einer meiner Kampagnen Gegenden wie die "Schwertwindebene" und Städte wie "Hammerstein" (eine alte verlassene Zwergensiedlung), "Nordwehr", "Trollsieg" und "Winterheim". Aber auch Menschenstädte haben dort bisweilen Fantasienamen wie "Orlund" (eine reiche Stadt voller Kaufleute) oder "Estoria" (eine Stadt die das Zentrum des Rittertums der Welt darstellt).
Im selben Setting gibt es auch Schöpfungen wie "Gildanas", "Eanor" und "Ain Aedur" (alles Elfenstädte) und Zwergenfestungen wie "Dun Cruach" oder "Mor Creag" (aus Gälischen Wörten zusammengestückelt). So hat jede Region ihren eigenen "Stil" was Namen angeht. Das hilft meiner Meinung nach bei der Immersion.

Andras Marwolaeth:
Richtige Kunstnamen werden heutzutage eigentlich in der Produktion international verkaufter Produkte wie Autos verwendet. Aus dem einfachen Grund, Bezeichnungen zu haben, die nicht zufällig in irgendeiner Sprache ein Verkaufshemmnis sind. Ein Auto mit klangvollem Namen, der auf japanisch übersetzt "lahme Krücke" hieße, hätte dort sicher Verkaufsprobleme.

Bei der Namensgebung auf der Erde (alleine schon dieser Name: "Erde") sind meistens Wörter mit einer Bedeutung verwendet worden. Dass uns das heute schwerfällt zu erkennen, liegt daran, dass wir inzwischen eine andere Sprache als die ursprünglichen Namensgeber sprechen oder sich die Namen im Lauf der Zeit etwas gewandelt haben. Die Stadt Köln wurde schon genannt; liest man in der Wikipedia zum Rhein nach, kommt heraus, dass er auf ein Wort zurückgeht, von dem auch das Wort "rinnen" abstammt. Lässt also vermuten, dass der Name einfach nur "Fluss" bedeutet.
Einfacher erkennbar sind so kreative Namensgebungen wie "Neustadt", dass es mehrfach in Deutschland gibt.

Wenn man ein Vorbild zur Namensgebung sucht, sollte man sich vielleicht mal J.R.R. Tolkien ansehen. Der hat für seine Fantasywelt mehrere Sprachen erdacht und teilweise haben die Orte bei ihm mehrere Namen, je nachdem von welchem Volk er vergeben wurde.

Ich würde mehrere Möglichkeiten in Betracht ziehen:

* wer hat den Namen vergeben? Ein kleiner Volksstamm ohne große Verbreitung wird einfache Bezeichnung bevorzugen, die übersetzt nur "der Fluss", "die Stadt", "die Berge" o.ä. lauten. Ein Entdecker oder Eroberer wird Landschaften mit den Namen von ihm verehrter Leute, Könige, Auftraggeber oder Verwandte, geben. "Queen-Victoria-See" z.B. 
* in welcher Sprache wurde der Name vergeben? Denke Dir ein paar Begriffe aus wie "Stadt", "Burg", "Tal" und ein paar Worte, mit denen sie näher definiert werden können. Dann hast Du schon Namen, die schön klingen und zueinander passen.
* Vielleicht gibt es auch typische Endungen für Namen, wie im Südwesten viele Orte auf "-ingen" enden, z.B. Tübingen.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln