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Star Trek Beyond
Kowalski:
Man braucht manchmal auch eine kreative Pause und einen Reboot mit neuem Personal (also hier eher die Drehbuchschreiber und Setdesigner/CGI Experten).
Und eine übergeordnete Erzählstruktur. So wie bei Babylon 5, so das man Mosaiksteinchen zu einem großartigen Bild zusammenfügen kann.
Also alle 3 bis 5 Folgen eine die die GROSSE GESCHICHTE erzählt.
Dazwischen Folgen die nur einige der Protagonisten tiefer erforscht.
Und Folgen die so ein wenig experimentieren, damit man auch mal neue Elemente ausprobieren kann wie die ankommen und auch der ganzen Geschichte mehr Tiefe und Breite geben.
Das schöne ist das ST: Relaunch (eigentlich jede Serie die nicht Monothematisch ist) das leisten kann.
D.h. man braucht eine Firma die bereit ist das zu launchen, ohne zu wissen ob es denn tatsächlich kommerziell erfolgreich wird (das entscheidet meist die erste Season).
Wenn man es geschickt macht, sind manche der Protagonisten austauschbar, so das man nicht auf einzelne Schauspieler eingeschossen ist und auch nur Verträge von Season zu Season schließen kann.
Die eigentliche Frage wird sein kann ST als Serie spannend werden? Kann man sie so stricken das Leute dafür zahlen bzw. regelmäßig einschalten?
Und zwar so das es eben diese ST Wiedererkennungswerte eben gibt.
Wulfhelm:
--- Zitat von: Kowalski am 31.01.2016 | 13:27 ---Man muss die Leute überzeugen.
Wie geht das?
--- Ende Zitat ---
"Keine haarsträubenden Nazi-Vergleiche benutzen" wäre eine Sache, die mir als Antwort einfiele...
Kowalski:
--- Zitat von: Wulfhelm am 1.02.2016 | 10:38 ---"Keine haarsträubenden Nazi-Vergleiche benutzen" wäre eine Sache, die mir als Antwort einfiele...
--- Ende Zitat ---
Das ist ja nur meine Reaktion auf die Forderung Star Trek solle bitte "lehrreicher" sein.
Wer will sich schon Moralin saures anschauen?
Ich nicht.
Die Nazi Propaganda war hier als extremes Beispiel gedacht, die ja sogar insofern gut funktioniert hat als sie in die damals herrschende Stimmung bei grossen Teilen der Bevoelkerung gestimmt hat und ihren Zweck auf ekeligste Weise erfuellt hat. Das war sicher einer der Wegbereiter der Judenvernichtung.
Ich bin eher der Verfechter des "show, do not tell". Und des "leading by example".
Eine Loesung die zivilisatorische Errungenschaften siegen laesst. Das ist was ich sehen will.
Technologie (Red Matter die die Supernova schluckt)
Ethische Normen (Prime Directive)
rechtliche Normen (Gericht statt Standgericht)
kulturelle Normen (Akzeptanz, Freiheit, Selbstbestimmung der anderen)
Was mich an Star Trek immer beeindruckt hat ist das hier selten der Gegner aus dem Himmel gepustet wird. Das ist eher der Notnagel wenn alles andere gescheitert ist. Und nicht Prima Ratio.
Star Trek verwendet nicht den atavistischen Rueckfall in Gewalt wie Star Wars. Da ist Prima und Ultima Ratio das Laserschwert.
YY:
--- Zitat von: Fantomas am 1.02.2016 | 00:39 ---die deutliche Steigerung des Action-Anteils
--- Ende Zitat ---
Das Problem daran ist, dass zwar der Anteil gestiegen ist, aber das Ganze handwerklich nie im 21. Jahrhundert angekommen ist.
In Sachen Konzept und Umsetzung ist das in meinen Augen kaum über Kirks Dropkick und Rikers Axe Handle Blow aus dem Weltraumkarate-Handbuch hinausgekommen.
Ich gestehe gern zu, dass sich meine Ansprüche dahingehend deutlich verändert haben, seit ich TNG zum ersten Mal gesehen habe.
Trotzdem wäre das einer der Punkte, wo ich dringenden Modernisierungsbedarf sehe.
--- Zitat von: Kowalski am 1.02.2016 | 11:00 ---Was mich an Star Trek immer beeindruckt hat ist das hier selten der Gegner aus dem Himmel gepustet wird. Das ist eher der Notnagel wenn alles andere gescheitert ist. Und nicht Prima Ratio.
Star Trek verwendet nicht den atavistischen Rueckfall in Gewalt wie Star Wars. Da ist Prima und Ultima Ratio das Laserschwert.
--- Ende Zitat ---
Star Wars hat aber auch schon eine ganz andere Grundprämisse, abgesehen von der "märchenhaften" Erzählstruktur, die ohne Gewalt gar nicht auskommt.
Star Trek kann sich einen anderen Ansatz leisten, schießt da aber mMn an einigen Stellen spürbar übers Ziel hinaus - auch wenn es i.d.R. ganz gut hinkommt.
6:
--- Zitat von: Kowalski am 1.02.2016 | 11:00 ---Das ist ja nur meine Reaktion auf die Forderung Star Trek solle bitte "lehrreicher" sein.
Wer will sich schon Moralin saures anschauen?
Ich nicht.
Die Nazi Propaganda war hier als extremes Beispiel gedacht, die ja sogar insofern gut funktioniert hat als sie in die damals herrschende Stimmung bei grossen Teilen der Bevoelkerung gestimmt hat und ihren Zweck auf ekeligste Weise erfuellt hat. Das war sicher einer der Wegbereiter der Judenvernichtung.
--- Ende Zitat ---
Lass mal die Nazi Propaganda-Filme aussen vor. Die wirklich effektiven Propagandafilme waren da die Erfolgreichen mit "subtilen" Lehren gewesen (Weniger "Der ewige Jude" und mehr "Die große Liebe" oder "Verwehte Spuren", die beide übrigens nicht unter Verschluss liegen, aber das würde dann in Richtung Speakers Corner gehen).
Aber um mal aus dem Nazibereich rauszukommen: Ist Dir eigentlich aufgefallen wie moralinsauer "Ein Mann sieht rot", "Top Gun" und "Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben" sind? Wie YY schon sagte, manche Filme sind gerade weil sie den Zeitgeist genau getroffen haben, so populär geworden.
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