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[Überzeugt mich von] Burning Wheel
Der Nârr:
Hallo zusammen!
Es gibt ein paar teils sehr alte Threads hier zu Burning Wheel, aber keinen ultimativen Erzählt mir von/ Überzeugt mich von-Thread. Gerade wegen des laufenden Kickstarters zum Burning Wheel Codex tut es vielleicht mal Not!
Was ich über Burning Wheel weiß:
- Es wird neben einigen anderen Indie-Klassikern immer wieder erwähnt.
- Kaum jemand scheint es wirklich zu spielen.
- Aktuell gibt es eine Neuauflage namens "Burning Wheel Gold". Diese Auflage ist exzellent verarbeitet: hochwertiges, dünnes Papiers. Super Druckbild. Echte Hardcover-Fadenbindung. Und das zum günstigen Preis von nur 25 Euro.
- Es zählt zu den Regel-Schwergewichten – mit allen Zusatzbänden über 1000 Seiten.
- Es gibt Ableger (Mouse Guard)
- Konservativer Autor/Publisher: Keine PDFs.
Ich konnte mal kurz in die Regeln reinschauen. Lange Fertigkeitslisten, zwei Werte pro Fertigkeit (Shade + Exponent), sehr ausführliche Stat-Bögen für Beispiel-Monster… Die Indie-Elemente konnte ich noch gar nicht sehen. (Vielleicht auch, weil ich sie nicht mehr als Indie-Elemente sehe? Sachen wie Beliefs etc. sind ja längst in den Mainstream eingegangen.)
Was leistet Burning Wheel? Ist es mehr historisch interessant? Oder ist es auch heute noch ein konkurrenzfähiges System? Was ist so toll daran? Warum sollte ich es mir zulegen und womöglich noch in den Kickstarter investieren? Was sind eure Erfahrungen mit Burning Wheel? Warum spielt ihr es oder warum spielt ihr es nicht (mehr)? Was kann Burning Wheel, was kann es nicht?
Für mich besonderes interessant: Wie gut eignet es sich für Spieler, die kein Interesse haben, sich groß mit den Regeln auseinander zu setzen? Ich meine diese Spieler, die es auch in der X-ten Sitzung noch schaffen zu fragen, wie man nochmal eine Probe würfelt oder wo welcher Wert auf dem Charakterbogen steht.
Chruschtschow:
BW selbst kenne ich nicht, aber ich kann kurz ergänzen, dass es mit Torchbearer einem weiteren BW-Ableger gibt. Torchbearer macht aus meiner Sicht sehr gut, was es soll, ist aber auch im Genre sehr eng gefasst (Expedition einer klassischen Abenteurergruppe in eine lebensfeindliche Umgebung).
Ich habe dabei den Eindruck, dass sich die BW-Leute dabei sehr viel Gedanken darüber machen, wie Regeln ineinander greifen, wechselwirken und die Handlung beeinflussen. Find ich gut. Das wird bei BW ähnlich sein, mit der breiteren Perspektive halte ich 1000 Seiten für das Gesamtwerk allerdings auch für plausibel. ;)
Chan:
Burning wheel ist, meiner Meinung nach, das Spiel für Charakterzentriertes Spiel.
Die Mechanik mit beliefs, instinkts und traits beschreiben super was ein Charakter im Spiel erreichen will.
Das belief schreiben ist zwar eine kleine Kunst für sich, jedoch erlernt man diese schnell.
Ich spiele es immer wieder gerne, da das Spiel sehr schnell dramatisch wird und die Charaktere immer im Mittelpunkt stehen.
Zur Regelschwere:
Generell geht das Spiel auch nur mit dem PDF von Hubs and spokes. Damit sollte man auch erst anfangen. Das wichtigste ist das Begreifen der grundmechaniken. Die Spezislsysteme sind mehr dafür da, Höhepunkte zu setzen, wobei das soziale Konfliktsystem das beste ist das ich bis jetzt erlebt habe.
Mr. Ohnesorge:
Klingt sehr nach FATE?
Infernal Teddy:
Ich hatte mal den SF-Ableger Burning Empires. Ein unheimlich intelligent gemachtes, komplexes Spiel, von dem ich nicht weiß wie man es spielen oder leiten sollte, weswegen ich es dann schwermütig verkauft habe.
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