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Shadows of Esteren - wie ist es wirklich?
Morf:
Eure Meinung zum Spiel: nur ein "schönes Buch" aber thematisch doch irgendwie langweilig oder kann es was und ist zockenswert?
Wer hat es tatsächlich gespielt? Und wer hat es nur im Schrank...
Danke :-)
KyoshiroKami:
Ich habe es im Schrank stehen, aber auch schon gespielt. Ich finde das Spiel klasse, es ist schnell, man hat im Kampf taktische Möglichkeiten und SoE hat eben einen tollen Hintergrund. Zockenswert ist es definitiv, man muss aber auch die düstere Thematik stehen. Und durch die drei Länder kann man auch sehr unterschiedlich spielen, je nachdem was man haben will (Tri-Kazel für das traditionelle, Gwidre für christlich angehaucht oder Reizh für Steampunk).
Auf meinem Blog (siehe Signatur) habe ich einen Spielbericht und eine Vorstellung geschrieben, bei mir ist es definitiv hoch im Kurs.
LushWoods:
Ich geh's mal von der anderen Seite an und merke an was mir nicht gefällt:
Die Namen. Ein keltisches Gewusel sonder gleichen. Kommt natürlich stylisch rüber, is aber für den Otto-Normal-Spieler sehr verwirrend.
Die Tatsache das die Autoren den Metaplot geheim halten. Das ist sehr ärgerlich, ich bin kein großer Fan von so was.
Ansonsten gibt's von mir für alles andere einen großen Daumen hoch.
Ich kenn die Bücher aber nur vom Lesen her. Nie gespielt oder geleitet.
Weltengeist:
Ich schließe mich meinen beiden Vorrednern an:
* Einfaches, trotzdem gut funktionierendes Spielsystem
* Magieregeln noch arg unvollständig (zumindest im GRW, kA ob da noch was nachgekommen ist)
* Setting sehr stilvoll und inspirierend; wir hätten uns da durchaus sehr lange beschäftigen können
* Metaplot wird nicht offengelegt, das finde zumindest ich unschönUnd ja, ich hab es tatsächlich gespielt und nicht nur durchgeblättert. Meine Spieler fanden es so toll, dass sie sogar gerne damit weitergespielt hätten. Von daher sicherlich eine Kaufempfehlung.
Blizzard:
Ich habe inzwischen (wenn auch zeitlich versetzt) alle SoE-Bücher gelesen bis auf Monastery of Tuath (das liegt noch ovp hier rum). Was mir nicht gefällt sind solche Kleinigkeiten, wie sie LushWoods schon genannt hat. Die Geheimniskrämerei ist bis zu einem gewissen Grad ja gut (dass man sich seine eigenen Gedanken machen kann zu gewissen Dingen z.B.) aber in SoE ist es einfach eine Spur zu viel des Guten mit den (noch) unbekannten Dingen; zu dem ein oder anderen hätte man sich zumindest einen groben Anhaltspunkt gewünscht(grade zu den Themen Feondas und Fluxx). Zudem sind viele Texte gut und recht atmosphärisch geschrieben, enthalten aber oft wenig grundlegende Informationen bzw. man muss diese teilweise mühsam herausfiltern. Dann noch ein paar andere Kleinigkeiten, aber im großen und Ganzen war es das auch schon mit der Kritik.
Auf der Haben-Seite ist natürlich in erster Linie die optische Gestaltung, da zählt SoE mit zum besten, was ich in den letzten 5 Jahren gesehen habe. Mir gefällt es sogar besser als Symbaorum. Das Setting ist schön dark, genau so, wie ich es mag: Düster und Spannend. Die Magie ist spannend und mit dem Steampunk kommt eine weitere interessante Komponente hinzu. Obwohl nur auf einer Halbinsel gibt es dennoch genug Konfliktpotential. Die Regeln sind recht einfach und erlauben einen relativ unkomplizierten Spielablauf am Tisch. Insgesamt also: :d
Ich habe es selbst noch nicht gespielt, aber schon 2-3x mal geleitet. In verschiedenen Gruppen. Den Spielern hat es jeweils sehr gut gefallen und sie waren auch von der Spielwelt sehr angetan. Aktuell ist SoE für eine feste Tischrunde geplant, die aber mangels Terminfindung leider noch nicht starten konnte. Da bin ich echt gespannt drauf.
Ansonsten wurde über SoE natürlich auch schon hier im :T: ausführlichst und teils kontrovers diskutiert. Vielleicht kannst du aus dem Thread weitere, für dich wertvolle, Informationen ziehen.
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