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[Nebelstreifer] Nostalgisches Fantasy-Setting

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Nørdmännchen:
Hallihallo - ick froi mia über die vielen Rückmeldungen! :D Tatsächlich ist doch "gemeinsames Weltenspinnen" auch ein nostalgischer Trigger.
Dann werde ich mal versuchen, der Reihe nach drauf einzugehen:

@Arkam: Das ist wirklich eine wichtige Baustelle. Blutopfer gegen den Nebel klingen sehr gut. Echsenmenschen habe ich persönlich nicht so auf dem Schirm. Rattlinge könnten u.U. Einfluss in ein Gnomenvolk finden?
Ich finde aber besonders die Idee schön, dass die "dunkle Seite" der Humanoiden quasi ein Spiegel der "freien Völker" darstellt! Könnte das noch eindeutiger ausgebaut werden?

@HEXer: I hear you! Die Frage für mich ist, an welcher Stelle ich meine persönlichen Lücken lassen kann. Tatsächlich ist eins meiner Probleme, dass Nostalgie (auch im Vergleich zu Old-School) eine Extremform der Subjektivität darstellt. (Siehe auch Rumpels ersten Beitrag und meine Antwort darauf.)
Der Nebel verschiebt die innere Logik mMn nur etwas - seine Ursache wird nicht weiter erklärt. Für mich ist er außerdem ein starkes Motiv in sich selbst (also nicht nur Mittel zum Zweck Wie-FrüherTM).

@Luxferre: Wenn Du Gedanken oder Bilder zu den Pilgern hast, bitte nur her damit!!! (Du stehst doch auch auf Gemini, oder?) Lass uns an deinem ADHS-Kreativzentrum teilhaben. Notfalls in einzelnen, wild durchmischten Wortbrocken!  ;D

@Grey: Danke - das motiviert!  :)

@Rumpel (die Erste): Du beschreibst sehr schön wie ich meine "erlebte Nostalgie" empfinde. Ich habe versucht Wie-FrüherTM zu spielen, aber für mich funktioniert es leider nicht. Der Rollenspieler in mir ist eine ganz andere Person geworden - und grundsätzlich begrüße ich viele Innovationen jüngerer Systeme. Außerdem muss ich ehrlich zu mir sein: meine reale Vergangenheit ist nicht deckungsgleich mit dem, was ich bei meinen Erinnerungen empfinde.
Zum Inhaltlichen: Koboldartige Orks gefallen mir gut. (Gegenstück zu den Zwergen?) Dazu vielleicht so etwas wie Bilwissmenschen oder gar trollartige Gestalten (Arbeitstitel: Stierreißer) - die grade in ihrer relativen Einzelgängerschaft eine Antithese zu den Menschen bilden?
Der Wald ist gekauft! Die Gnomen müssten schön "bizarr" werden und könnten der anarchische Gegenpol zu den Halblingen werden (für beide Spezies wäre die Freiheit von Einfluss ein Leitthema).
Dann hege ich noch den Wunsch nach einem Geister- bzw. Nazgûl-artigen Volk, die vielleicht die unheimlichste Bedrohung sind. Ich schreibe in der Antwort zu deinem zweiten Beitrag noch was...
Die Warnung zu den Traum-Themen nehme ich ernst - aber ich möchte gerne am Grundtenor festhalten. Ich werde mich bemühen die Nebelweiten mit fremdartigen aber verlässlichen Regeln und Bildwelten auszustatten. Vielleicht könnten Reisen so ähnlich funktionieren wie die Magiesysteme von Mage oder Ars Magica?

@1of3: Guuuute Frage! Nächste Frage...  ;) ... ernsthaft: genau das Thema beschäftigt mich noch so sehr, dass ich noch kein ganzes Spiel vor Augen habe. Einige Punkte sind klar, anderes ist wackelig - ich werde dem wohl einen eigenen Beitrag widmen müssen.

@Rumpel (die Zweite): Die mystische Ebene für Elfen und Zwerge klingt gut. Hmm - wenn der Kataklysmus vergessen ist, könnten die Elfen behaupten, das Alte Volk zu sein. Doch um so hartnäckiger hält sich das Gerücht sie seien nur die jungen "Nebelkinder"?
Ich würde ihnen gerne ein Nazgûl-artiges Volk gegenüber stellen. Dann könnten die Gerüchte sogar soweit gehen, Elfen und "Schattenstreifer" seien eigentlich ein und dieselbe Spezies?
Für die Zwerge erklärst Du mit dem Ansatz auf jeden Fall ihre große Handwerkskunst - das gefällt mir. (Siehe auch die Zwergenstelen bei Chruschtschow.) Aber für die Mystik würde ich gerne noch fragen: Warum haben die Zwerge eine besonders große Angst vor dem Nebel? oder auch: Wussten die Zwerge, dass sie sich im Erdreich verschanzen können? Woher?

@Chruschtschow: Die Natur des Nebels selbst würde ich final gerne unbeantwortet lassen. Allerdings ist die Beschreibung des Nebels als lebendig sehr kraftvoll. "Seit diese Fremden bei uns sind, wagt sich der Nebel näher an unsere Ställe heran... findet ihr nicht auch?"  :d
Die Idee von den Zwergenstelen ist super! Vor allem das Bild einer Zwergenkarawane inspiriert mich sehr. Haben die riesige Wagen dabei? Wer oder was zieht diese Dinger? Mit welchen Maßnahmen schützen die Karawanen ihre Nachtlager? Und wie unterscheiden sich die Zwergenstraßen noch von den Handelswegen der Menschen?



Nochmal als allgemeine Fragen an alle:
Welche Gerüchte würdet Ihr potentiellen Spielern hinwerfen? (Über Orte im Nebel? Oder über seltsame Kräfte/Verhaltensweisen des Nebels?)
Aus reinem Interesse: Mit welchem System würdet Ihr das Setting derzeit bespielen?

Chruschtschow:
@Erdmännchen:
Ich will auch gar nicht die Natur des Nebels erklären. "Der Nebel ist lebendig" war eher so gemeint, wie du es beschreibst. So ein bisschen wie in Feuerwehrfilmen a la Backdraft, wenn Feuerwehrmänner ins Feuer starren und ihm eine Intelligenz unterstellen. Der alte Nebelstreifer, der davon berichtet, wie er den Eindruck hat, dass der Nebel ihn beobachtet, ihn in der letzten Zeit immer wieder im Kreis schickt. Und dann ist der alte Mann weg. Ein alter Veteran, einfach weg. Der Nebel selbst? Bah, kein Sterbenswörtchen zur Erklärung. Der ist eine mystische Kraft. Die nasskalte Luft gewordene Allegorie auf die Flüchtigkeit allen Seins. ;)

Und bei den menschlichen Handelswegen wäre ich davon ausgegangen, dass so etwas durch den Nebel unter der Führung von Nebelstreifern läuft. Mit den entsprechenden Erfolgsaussichten und Fehlerquoten, die das Nebelstreifen mit sich bringt. Die Zwerge bauen feste Wege, die Menschen stapfen ins Ungewisse.

Bei der Systemfrage sage ich dieses Mal nur halblaut Fate. Beyond the Wall bietet ja ein OSR-System mit Erschaffung für nahe drumherum. Sozusagen der Ausgangspunkt für die jungen Leute, die den Ruf des Nebels hören. Und OSR ist ja an sich schon nostalgische Verklärung pur. ;) Torchbearer ist fies, kann aber sehr gut Abenteuer mit starkem Expeditionscharakter. Das würde ich gegeneinander abwägen und dann wieder bei Fate landen, weil ich da ein echtes One-Trick-Pony bin und Fate toll zum Erzählen der romantisch-verklärten Geschichten geeignet sein könnte, die ich mir hier vorstelle. ;)

Nørdmännchen:
Ah - sehr schöne Umschreibungen für die unerklärte Lebendigkeit des Nebels, ich darf davon was klauen oder?  o:)

Zu den Straßen hatte ich bis jetzt durchaus etablierte, menschliche Handelsrouten im Kopf - allerdings sollten die recht kurz und instabil ausfallen, also eher wie aneinander gekettete Bojen in einem aufgewühlten Meer. Zusätzlich müssen diese Routen patrouilliert und mit regelmäßigen Ansiedlungen, Nachthäusern und Wachposten versehen sein. Vielleicht wären die Kaste der Pfadwächter auch besonders misstrauisch / neidisch gegenüber echten Nebelstreifern?
...
Auf jeden Fall muss ich da ein paar Gedanken investieren, da mir die Idee der uralten Zwergenstraßen so zusagt.

Chruschtschow:

--- Zitat von: Nørdmännchen am 16.05.2016 | 11:30 ---Ah - sehr schöne Umschreibungen für die unerklärte Lebendigkeit des Nebels, ich darf davon was klauen oder?  o:)

--- Ende Zitat ---

Bedien dich gern an allem, was du gebrauchen kannst. Mich freut's, wenn es zum Setting passt. :)

Luxferre:
Ich schreibe gern noch ein paar Gedanken dazu. Aber "leider" hat mich das RL gerade sehr fest im Griff ...

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