Pen & Paper - Rollenspiel > Pen & Paper - Rollenspiel- & Weltenbau

[Nebelstreifer] Nostalgisches Fantasy-Setting

<< < (2/3) > >>

Grey (away):

--- Zitat von: Nørdmännchen am 12.05.2016 | 23:58 ---Meine Hauptmotivation beim Design der Welt war, dass ich auch nochmal "Rollenspiel wie früher" erleben möchte. Dank nostalgischer Verzerrung genügt es mir aber nicht einfach alte Spiele oder OSR-Systeme zu benutzen. Ich will die Gefühle animieren, die meine Erinnerungen auszeichnen - anstatt die Tatsachen von damals zu reaktivieren.

--- Ende Zitat ---
:d :d :d Noble Zielsetzung. Gefällt mir!

... und deine Settingidee gefällt mir erst recht. Das mit den Nebeln klingt nach einer spannenden Prämisse. Der Umgang der vier verschiedenen Völker mit dieser Einschränkung gibt jedem davon Individualität und eine eigene Magie. Großartiger Ansatz!

*abonnier*

Achamanian:
Mir gefällt das auch recht gut! Ich sehe auch kein Problem darin, das, was man früher einfach so hingenommen hat, weil es einen nicht scherte, nun durch ein Settingelement plausibler erscheinen zu lassen ... denn mal ehrlich, die meisten von uns sind in der Beziehung sicher heute unwillkürlich etwas kritischer geworden, was grobe Unplausibilitäten im RSP angeht, und das kann man nicht einfach abschalten; bzw. kann man es schon bewusst abschalten, aber dann spielt man eben in einem halbironischen Nostalgiemodus; und das Ziel des Settings ist so, wie ich das verstehe, ja nicht ein ironischer Modus, sondern ein Wiedereinfangen des alten Zaubers. Ganz kann das natürlich nicht gelingen, aber wenn es gelingen soll, dann braucht man erfahrungsgemäß etwas andere Mittel dafür als früher.

Ansonsten würde ich Arkam unterstützen: Humanoide Gegner wären gut für so ein Setting. Ich hätte spontan an eher etwas Koboldartige Orks gedacht (also der Variante aus dem kleinen Hobbit, die unter den Bergen lebt), und vielleicht als etwas gruseligeres Element grausame, evtl. barbarische Menschenvölker, die den Nebel mit Blutritualen auf Abstand halten (den Boden mit menschlichem Blut zu tränken könnte ja gegen sein Vordringen helfen ...)

Ich denke ansonsten spontan an einen großen, wuchernden, uralten Wald, der sich durch die Nebel erstreckt und dessen Bäume an uralte Burgen herangerückt sind und deren Mauern geknackt haben. In den Burgen leben vielleicht noch die Nachfahren alter Herrschergeschlechter, abgeschnitten von der Welt, und trauern ihrer alten Größe nach ... so ein bisschen Gormenghast halt. Unter dem Waldboden vielleicht ein Waldgnomvolk, das Gangsysteme zwischen den Wurzeln gräbt und damit auch geheime Wege durch den Nebel anlegt - die Bäume geben ihnen als Ankerpunkte Orientierung.

Ein Punkt, den ich etwas problematisch finde: Traumartige Elemente sind zwar sehr reizvoll, aber auch schwer umzusetzen, und sie nutzen sich schnell ab. Wenn jedes Mal, wenn man durch den Nebel reist, alles irgendwie gedämpft, symbolisch aufgeladen und voller Schatten und Schemen ist, dann wird das schnell öde und auf seine eigene Art vorhersehbar. Da sollte man zumindest drüber nachdenken ...

Holothuroid:

--- Zitat ---Was tun die SC?
[...]
--- Ende Zitat ---

Was tun die Leute am Tisch? ;)

Achamanian:
Noch ein paar Fragen, weil die Settingidee mich neugierig macht:

Was hältst du davon, den Elfen und Zwergen eine etwas mystischere Qualität zu verleihen, als das im RSP üblich ist? Bei den Elfen deutet es sich ja an ... hilfreich dafür wäre es vielleicht, beiden durchaus nicht nur einen Haufen Geheimnisse mitzugeben, sondern sie auch ein wenig unheimlich/zwielichtig zu machen. Die Elfen kennen den Nebel - sind sie seine Geschöpfe? Sind sie vielleicht sogar erst mit ihm in die Welt gekommen (das wäre mal ein kleiner Twist, dass die Elfen nicht ein besonders altes, sondern ein besonders junges Volk sind) - und ziehen deshalb vielleicht auch viel Feindseligkeit und Misstrauen auf sich (vielleicht teilweise zu recht?).

Was die Zwerge angeht: Wenn die Substanz der Welt selbst flüchtig geworden ist, würde es doch Sinn ergeben, dass davon auch das feste Erdreich betroffen ist, oder? Bzw. wenn es das nicht ist, hängt das vielleicht mit den Bemühungen der Zwerge zusammen, es zu stabilisieren? Haben sie eine Magie, mit dem sie den Fels (durch Runen o.Ä.) Vor der Verflüchtigung im Nebel schützen können? Dann wären die Plätze über ihren Stollen sicher sehr beliebte Orte für Siedlungen ... vielleicht kann man darüber Konfliktpotenzial reinbringen.

Ansonsten: wenn du LeGuin als Inspiration nennst, denke ich natürlich gleich an Inseln ...

Chruschtschow:
Ich mag die Idee mit dem Nebel und die "mystische Navigation". Siedlungen, Städte und Staaten funktionieren  nicht wie gewohnt, sondern als Enklaven oder Gebilde, die auf seltsamen, magischen Wegen zusammen gehalten werden. Staaten gibt es eigentlich nicht als große landgreifende Gebilde. Weil es auch einfach keine Karte gibt...

Elfen haben ja auch gerne einen ätherischen Touch und passen da als Gestalten des flüchtigen Nebels auch gut rein. Toll. Entsprechend würde ich da auch nicht allzu sehr eine homogene Elfenheit mit Elfenkönig und Elfenhof anstreben mit irgendwelchen großen Strukturen, sondern auf hier gerade auf kleine Sippen. Flüchtig wie der Nebel.

Das kann stereotypischen Zwergen natürlich nur unfassbar auf die Nüsse gehen. Die sind der Antagonist zum Nebel, während die Elfen ihm folgen und sich die Menschen anpassen. Die Zwerge leben nicht unter den Bergen, weil Zwerge das so machen, sondern weil die massiven Berge dem ewigen Wandel trotzen. Zwergensteelen bilden Straßen durch den Nebel. Aber diese Wege sind lang, so lang wie die Geografie der Altvorderen. Und da man nicht einfach vom Weg abbiegen kann, um sich vom Land zu ernähren, das ja im Nebel liegt, ziehen die Zwerge mit ihren Karavanen entlang der Zwergenwege und müssen alles mit sich führen, was sie brauchen. Und wehe ein paar Banditen mit einem Nebelstreifer hauen vor und hinter einer Karavane die Steelen um.

Und der Nebel selbst ist natürlich auch lebendig (?) Manchmal kommt er bis an die Häuser des Dorfes heran. Und als er sich das letzte Mal wieder zurück zog, war da dieser Hügel eine Meile vom Dorf entfernt. Und darauf dieser schwarze Turm.

Ich könnte sofort loslegen. ;)

Abonniert!

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln