Das Tanelorn spielt > Albtraum in Norwegen

Irgendwo in IRLAND

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Puklat:
"Mr. Braddock, der Besuch dieser "Huldiger" hat tatsächlich mein Interesse geweckt. Es hat mich unerwartet getroffen, dass der Doktor Besuch dieser Huldiger bekommen hat. Und ich versuche seitdem zu verstehen, was diese Leute wollen, warum Sie zum Doktor gekommen sind und um was für Personen und Hintergründe es sich handelt.

Das liegt wohl an meinem Hintergrund Mr. Braddock. Ich bin Journalist und daher an den Hintergründen besonderer Vorfälle interessiert. Und ganz ehrlich. Neben dem Mord an Kayleigh und dem Auftauchen dieser Fremden, gibt es hier in der Gegend nicht wirklich vieles, was mein journalistisches Interesse weckt."

Ich lege eine kurze Pause ein.

"Aber Sie brauchen sich keine Gedanken machen. Ich plane nicht darüber zu schreiben. Ich versuche lediglich für mich selbst die Dinge zu ergründen, zu verstehen. Ihnen nach Möglichkeit einen Sinn zu geben."

"Natürlich, die Grippe ... Sie haben Recht. Das war tatsächlich eine dunkle, bedrohliche Zeit. Es zeigt mir aber auch, dass das Leid und die apokalyptischen Ereignisse, die wohl möglich nun auch zu erwarten sind, nicht schnell, sondern schleichend und in Etappen auftreten."

Der schleichende Ausbruch des Krieges, der über Tage und Wochen ging....das Attentat, das Ultimatum und bis dann der große Konflikt schlussendlich alle Beteiligten erreicht hat, das hat lange Zeit gedauert. Und auch die Grippe fing erst klein an und wurde dann immer bedrohlicher. Braddocks Gesellschaft könnte Recht haben. Das war ein mehr als einschneindes Erlebnis. Noch heute gibt es einen starken Männermangel, aufgrund von Krieg und Krankheit.

Der Läuterer:
"Wie dem auch sei. Meine Herren, ich werde aufbrechen. Sie dürfen mich gerne begleiten, wenn Sie das möchten. Sollte dem nicht so sein, dann finden Sie mich bei dieser Frau O'Brian. Danke für Ihre Zeit. Ich empfehle mich. Ich möchte mein Beileid bekunden."

Joran:
Clive

"Dann haben wir den gleichen Weg. ... Wir wollen Mrs. O'Brian ebenfalls kondolieren, wenngleich ... mir die Worte fehlen, mein Mitgefühl angemessen auszudrücken. Kayleigh war ein liebenswertes Kind. Sehr offen und fröhlich. ... Ich mag nicht glauben, in welchen Zusammenhang man sie nun offenbar bringen will. Die Presse ist immer so begierig darauf, den Ripper ins Leben zurückzurufen, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, was man den armen Angehörigen damit antut."

Der Läuterer:
"Also gut." Braddock erhebt sich. "Ich bringe noch schnell mein Gepäck in den Wagen, dann können wir los. Warten Sie bitte kurz. Ich möchte vorschlagen, dass wir den kurzen Weg zu Fuss zurücklegen." Dann verschwindet er und kehrt kurz darauf wieder zurück.

"So, meine Herren. Können wir dann?" Braddock schlägt den richtigen Weg ein. Er scheint genau zu wissen, wo Frau O'Brian wohnt.

"Ich widerspreche Ihnen ungern, Doktor, doch der Vorwurf, die Tochter sei eine Bordsteinschwalbe gewesen, wird für die Mutter weit schwerer wiegen, als alles andere. Vielleicht sogar schwerer, als der Tod der Tochter selbst. Meinen Sie nicht?"

Joran:
Clive

"Das ist es ja gerade, was ich sage. Es ist schon schrecklich genug, was Kayleigh zugestoßen ist. Sie nun auch noch zu verunglimpfen, ohne dass sie sich dagegen wehren kann, ist grausam. Es verharmlost dieses schreckliche Verbrechen unangemessen, weil die Menschen denken, es könne nur Frauen dieses Gewerbes treffen und sie selbst seien in Sicherheit.

Der Vergleich zu den Whitechapel-Morden bezog sich ohnehin auf den Mord in Mullingar, nicht auf den in Athlone. Aber die Menschen zählen 1 und 1 zusammen ... und schon ist ein Gerücht in der Welt, gegen dass man kaum noch ankämpfen kann.

Ich habe Kayleigh in den letzten Jahren wenig gesehen ... aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie sich prostituiert hat. ... Nur, Not und Verzweiflung können die Menschen zu Handlungen treiben, die man ihnen unter normalen Umständen nicht zutrauen würde. ... Aber Kayleigh hätte hierher zurückkehren können ..."

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