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7.02.2012 | 06:57

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Autor Thema: [Brainstorming] Wie übernimmt man ein Fürstentum  (Gelesen 723 mal)
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Alex
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"Am I still unconscious?"

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Alex-01

« am: 8.05.2009 | 14:36 »

Für eine Fantasy-Kampagne möchte ich, dass die bösen Jungs ein Fürstentum übernehmen, um von dort ihre weiteren bösen Dinge zu tun.

Spieltechnisch soll diese Übernahme schon am Laufen (aber noch nicht abgeschlossen) sein. Dies soll natürlich recht elegant erfolgen, also nicht durch einen gewaltsamen Militärputsch o.ä., um eienrseits nicht die Aufmerksamkeit des Königs unnötig zu erregen und weil ihnen andererseits auch die "Manpower" fehlt.
Ich habe eine grobe Vorstellung, wie das vielleicht gehen könnte (bin aber für Ideen in diese Richtung dankbar). Viel wichtiger wären mir aber ein paar Ideen, wie die Charaktere hinter die Pläne bösen Jungs  kommen können. Was für Anzeichen gibt es für eine solche Übernahme?

Die Charaktere kommen "von außen" sind also nicht Mitglieder des Hofstaate oder Bewohner des Fürstentums.
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MadMalik

« Antworten #1 am: 8.05.2009 | 14:41 »

Priestertum/Kirche mit viel Einfluss wird von Bösewicht geschmiert/geführt. Der weltliche Herscher muss sich dem zu gewissen mase beugen, vieleicht hat er auch ney immer brav abgaben gezahlt. Das mit verbindung mit ein paar vergifteten Rindern oder ausgedörrten Feldern kann dann schon die Bauern gegen den derzeitigen Herrscher aufbringen.

Ein bischen validität braucht der böse Junge allerdings schon... zweiter in der Erbfolge oder konkurirendes Adelshaus das auch Anspruch auf Herrschaft hat. Fürsten werden in der Regel ja nicht einfach aus dem Volk gewählt.

Darauf kommt man dann indem man beim vergiften zusiehst, merkt das Magie im Spiel war bei den ausgedorrten Feldern oder zuschaut wie sich ein paar Priester mit finsteren Gestalten in einer Gasse treffen wo sie nix zu suchen hamm.

Einfach um mal eine Idee in Raum zu schmeissen.
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Pyromancer

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« Antworten #2 am: 8.05.2009 | 14:43 »

Der Klassiker: Man erschleicht sich auf mundanem oder magischem Weg das Vertrauen des Fürsten, wird sein Ratgeber und filtert alle Informationen, die ihn erreichen so, dass seine Entscheidungen im eigenen Interesse ausfallen. Zu erkennen ist das ganz einfach daran, dass links hinter dem Thron eine finster dreinblickende Gestalt steht, die dem Fürsten ab und zu etwas ins Ohr flüstert, der daraufhin "schlimme Entscheidungen" fällt.

Genauso klassisch ist, durch Lug, Betrug und Intrigen das Herz der Fürstentochter zu erobern, sie zu heiraten, alle männlichen Erben auszuschalten, zu warten bis der Fürst stirbt (da kann man auch nachhelfen) und dann ganz legal und öffentlich das Reich zu übernehmen. Den SCs muss da nur auffallen, dass nach und nach die Thronfolger wegsterben.
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Projekt 78 - läuft!
Alex
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"Am I still unconscious?"

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Alex-01

« Antworten #3 am: 8.05.2009 | 14:56 »

Priestertum/Kirche mit viel Einfluss wird von Bösewicht geschmiert/geführt. Der weltliche Herscher muss sich dem zu gewissen mase beugen, vieleicht hat er auch ney immer brav abgaben gezahlt. Das mit verbindung mit ein paar vergifteten Rindern oder ausgedörrten Feldern kann dann schon die Bauern gegen den derzeitigen Herrscher aufbringen.
Das bringt mich auf eine Idee, dass "zufällig" immer wieder ein Unglück passiert, was die Bevölkerung immer mehr gegen ihren Herrscher aufbringt. Der kann nichts dagegen (ist vielleicht zu arm oder ist überfordert) und seine Bemühungen werden auch noch gleich mit sabotiert wird.

Darauf kommt man dann indem man beim vergiften zusiehst, merkt das Magie im Spiel war bei den ausgedorrten Feldern oder zuschaut wie sich ein paar Priester mit finsteren Gestalten in einer Gasse treffen wo sie nix zu suchen hamm.
Genau das.  thumbsup

Der Klassiker: Man erschleicht sich auf mundanem oder magischem Weg das Vertrauen des Fürsten, wird sein Ratgeber und filtert alle Informationen, die ihn erreichen so, dass seine Entscheidungen im eigenen Interesse ausfallen. Zu erkennen ist das ganz einfach daran, dass links hinter dem Thron eine finster dreinblickende Gestalt steht, die dem Fürsten ab und zu etwas ins Ohr flüstert, der daraufhin "schlimme Entscheidungen" fällt.
Das vielleicht gepaart mit MMF's Vorschlag des Einflusses des Priestertums/Kirche.
Die "gute" Kirche wird immer mehr zum Anlaufpunkt für die geschundene Bevölkerung. Es ist vielleicht auffällig, dass vor gar nicht so langer Zeit einige Geistliche überraschend den Weg allen Fleisches gegangen sind und von (bisher unbekannten) Priestern ersetzt wurden.  devilish
Dann müßte man nicht mal auf die Idee mit der Ahnenverwandtschaft bzw. der Hochzeit eingehen. Die Kirche könnte sich als Gegenmacht etablieren und das alles zu einer Art Theokratie umwandeln wollen.

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Tudor the Traveller
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Tudor the Traveller

« Antworten #4 am: 14.05.2009 | 09:55 »

Warum sollte ein böser herrscher Rinder vergiften oder Felder veröden? Ist doch kontraproduktiv, es sei denn, er will das Fürstentum zerstören. Ansonsten ist der reibungslose "Betrieb" des Fürstentums doch auch im Sinne der Bösen.
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Alex-01

« Antworten #5 am: 14.05.2009 | 11:02 »

Warum sollte ein böser herrscher Rinder vergiften oder Felder veröden? Ist doch kontraproduktiv, es sei denn, er will das Fürstentum zerstören. Ansonsten ist der reibungslose "Betrieb" des Fürstentums doch auch im Sinne der Bösen.
Ich dachte da eher an punktuelle Stiche, um die Stimmung gegen die Herrscher anzuheizen, weniger um das Fürstentum dauerhaft zu schädigen.
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« Antworten #6 am: 14.05.2009 | 11:43 »

(...)
Genauso klassisch ist, durch Lug, Betrug und Intrigen das Herz der Fürstentochter zu erobern, sie zu heiraten, alle männlichen Erben auszuschalten, zu warten bis der Fürst stirbt (da kann man auch nachhelfen) und dann ganz legal und öffentlich das Reich zu übernehmen. Den SCs muss da nur auffallen, dass nach und nach die Thronfolger wegsterben.

Im klassischen Feudalsystemen wäre das wohl eine der einfacheren Optionen. Muss ja nicht gleich das ganze Herz sein, man kann ja mal mit der Hand anfangen Wink.

Ansonsten recht beliebt war auch sich mit jemandem der höher auf der Feudal-Pyramide angesiedelt ist dermassen gut zu stellen, dass man das Lehen des aktuellen Fürsten 'einfach' übertragen bekommt. Ihn des Verrats oder der Ketzerei zu beschuldigen soll dabei recht hilreich gewesen sein Wink.
Ob er sich damit so einfach abfindet ist natürlich eine andere Sache.
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« Antworten #7 am: 14.05.2009 | 11:44 »

Die Klassiker sind der plötzliche Tod von Vertrauten des Königs und ein darauf folgender Wechsel seiner politischen Richtung oder seines Gebahrens an sich.

Aufflammende Gerüchte, dass bestimmte Leute, die dem König gegenüber loyal sind Dreck am Stecken haben.

Erpressung von Unterstützern des Königs (Entführungen, Geheimnisse).

Unfälle die die Macht und Autorität des Königs/Fürsten schwächen.

Schmählieder und sonstige Sachen um den Ruf zu schädigen.

Falschgeld, dass die Währung des Königs entwertet.

Räuber machen die Gegend unsicher und werden von den Bösen vertrieben.

Ein Serienkiller beunruhigt die Bürger.

Benachbarte Fürsten rasseln mit dem Säbel und drohen dem König.

Halt alles was für Unruhe sorgt.

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Shit, und wieso bin ich ein "Bloody Beginner" und Jörg ein "Titan? Das kann nur an den Genen liegen jester
Tudor the Traveller
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Tudor the Traveller

« Antworten #8 am: 14.05.2009 | 12:49 »

Ich dachte da eher an punktuelle Stiche, um die Stimmung gegen die Herrscher anzuheizen, weniger um das Fürstentum dauerhaft zu schädigen.

Ich hatte das falsch verstanden, glaub ich. Sorry.

Also für den Herrscherwechsel gibt es sehr viele Möglichkeiten und es kommt darauf an, welche Elemente fester Bestandteil sein sollen, welchen Zustand du am Ende haben willst und wie das Feudalsystem bei dir konkret funktioniert.
Meines Erachtens müsste für einen Umsturz schon entweder sehr viel Unruhe erzeugt werden, damit der König seinen Fürsten "austauschen" lässt, oder es müsste alles sehr ruhig verlaufen, damit der König nicht argwöhnisch wird. Alles dazwischen sollte ein halbwegs kompetenter Landesherrscher in den Griff bekommen.
Viel hängt auch vom Spielsystem bzw. vom Fantasylevel ab. Können die Bauern (bzw. die, die nachforschen) z.B. erkennen, dass das Vieh vergiftet wurde? Es könnte auch einfach eine Krankheit sein, die die Rinder dahinrafft; sowas ist ja nicht selten. Auch Aberglaube spielt eine wichtige Rolle; vielleicht interpretieren die Bauern die Probleme als göttliche Strafe oder als Fluch und verbrennen erstmal eine Hexe.
Mir als Spieler wäre das mit dem vergifteten Vieh jedenfalls zu offensichtlich und zu abgedroschen; es wirkt irgendwie plump. Aber vielleicht sollen die Bösen ja gerade plump vorgehen. Letztendlich könnte es auch eine verschachtelte Intrige sein, bei der hinter den plumpen Bösen intelligente Böse stehen, die die plumpen als Schleier benutzen. Die SC würden sich in dem Fall erstmal auf die offensichtlichen Bösen stürzen, nur um festzustellen, dass die nur als Strohleute benutzt wurden und der wahre Drahtzieher noch im Hintergrund lauert und nun auf die SC aufmerksam geworden ist. Sowas ist ja auch irgendwie klassisch.
« Letzte Änderung: 14.05.2009 | 12:51 von Tudor the Deadish » Gespeichert

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« Antworten #9 am: 21.05.2009 | 08:36 »

Zur Abwechslung könnte die Kirche ja auch mal die Allianz von Krone und Altar aufgegeben haben und die Chars auf merkwürrdigkeiten am Hofe hinweisen. Dieses "Böse Priester" - Ding ist mir ein bischen ausgelutscht.
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