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7.02.2012 | 05:59

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Autor Thema: Was ist gutes, was ist schlechtes Rollenspiel?  (Gelesen 1576 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
ChristophDolge
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« Antworten #25 am: 12.08.2009 | 08:45 »

Nein. Aber der von jeglichem Spiel, dass ich betreibe. Das tolle ist ja - ihr könnt spielen wie ihr wollt, solange ich meinen Spaß habe.
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sohn_des_aethers

« Antworten #26 am: 12.08.2009 | 09:02 »

Spaß ist so eine herrliche Worthülse und irgendwie die Antwort auf alles. Da braucht man sich gar keine Gedanken zu machen, was eigentlich dahinter steckt. Im Spaß scheint das inhaltslose Ziel der modernen Gesellschaft zu liegen. [sarcasm]Toll![/sarcasm]
Wie verwerflich Spaß als den Zweck seiner Freizeitbeschäftigung anzugebeben, vor allen Dingen bei einer wie Rollenspiel. Wir leben in einer hedonistischen Spaßgesellschaft. Widerlich.

Gutes Rollenspiel: Alle sitzen um den Tisch herum, sind bei der Sache, fiebern mit und haben Spaß. Man trinkt ein paar Bier, findet diesen oder jenen magischen Gegenstand und lacht über den spektakulären, dummen oder unerwarteteten Tod einer Spielerfigur, auch wenn es ein wenig schmerzt. Am Ende des Abends sind alle vergnügt und konnten für ein paar Stunden ihren lausigen Job oder die anstehenden Prüfungen vergessen.
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ChristophDolge
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« Antworten #27 am: 12.08.2009 | 09:06 »

Zitat
Das weißt Du vielleicht selbst gar nicht, sonst würdest Du es doch sagen.

Das kann fast niemand genau sagen - ich z.B. kann beim Rollenspiel an fast allem Spaß haben, sodass es eher einfacher ist, eine Negativliste zu erstellen. Damit aber wäre ich auf genau der Schiene, die hier leider immer mehr fahren und die ich extrem kritisch sehe. Deswegen: Spaß macht, was Spaß macht.
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Gaukelmeister
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Gaukelmeister

« Antworten #28 am: 12.08.2009 | 09:06 »

Wie verwerflich Spaß als den Zweck seiner Freizeitbeschäftigung anzugebeben, vor allen Dingen bei einer wie Rollenspiel. Wir leben in einer hedonistischen Spaßgesellschaft. Widerlich.

Nicht widerlich (wieso sollte man das so sehen), sondern vollkommen inhaltsleer. Wenn jemand wissen will, wie er es anstellt, gut zu kochen, hilft es ihm auch nicht weiter, wenn man ihm sagt, dass er halt so kochen soll, dass es ihm am Ende schmeckt. Das ist zwar irgendwie richtig, aber eben vollständig uninformativ. Er will ja gerade wissen, wie er das anstellen kann, dass es schmeckt.
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« Antworten #29 am: 12.08.2009 | 09:10 »

Zitat
Die Frage ist doch: Warum hast Du Spaß?
Falsch. Im OP steht explizit die Frage, was jeder von uns als gutes bzw. Rollenspiel schlechtes akzeptiert. Und es wird weiterhin explizit darauf hingewiesen, dass keine Diskussionen erwünscht sind, warum dieses oder jenes als gut oder schlecht angesehen wird.
« Letzte Änderung: 12.08.2009 | 09:13 von Ein » Gespeichert
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sohn_des_aethers

« Antworten #30 am: 12.08.2009 | 09:10 »

Deswegen: Spaß macht, was Spaß macht.
Das ist nun wirklich etwas inhaltsleer. Vielleicht kannst du umreißen, was dir besonders gefällt, oder welches Leitmotiv du beim Spielleiten, man versucht ja meistens selbst gutes Rollenspiel zu fördern und zu kreiren, hast.

Und bevor mir Inhaltsleere vorgeworfen wird: Vergnügt Bier trinken ist ein sehr angenehmer Zeitvertreib, aber sicherlich nicht gutes Rollenspiel.
Ich halte klassisches Dungeoncrawling mit vorbereitetem SL, interessantem Dungeonaufbau und motivierten Spielern, die überleben und gewinnen möchten, für gutes Rollenspiel.


Nicht widerlich (wieso sollte man das so sehen), sondern vollkommen inhaltsleer. Wenn jemand wissen will, wie er es anstellt, gut zu kochen, hilft es ihm auch nicht weiter, wenn man ihm sagt, dass er halt so kochen soll, dass es ihm am Ende schmeckt. Das ist zwar irgendwie richtig, aber eben vollständig uninformativ. Er will ja gerade wissen, wie er das anstellen kann, dass es schmeckt.
Ja, da hast du natürlich recht. Ich habe auch eben nachgeliefert. Nur: Der Satz von Turning Wheel ist dennoch vollkommen banane. Sowohl für sich genommen, als auch im Kontext.
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ChristophDolge
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« Antworten #31 am: 12.08.2009 | 09:16 »

Mir macht so vieles Spaß: Dungeoncrawling, Charakterexploration, aggressives Erzähl(onkel)spiel, komplett-Impro und überall sind es andere Aspekte, die mich reizen. Während bei einigen Spielen der Spiel-Aspekt mit genauen und stringenten Regeln im Vordergrund steht, geht es bei anderen Spielen um die Charaktere, ihre Beziehungen untereinander und zu ihrer Umwelt und in anderen Spielen wieder einfach um das Rumalbern der Spieler mit ihren Charakteren - mitunter hat man einfach den meisten Spaß, wenn man die Spielwelt nicht ernst nimmt.
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Hotzelot
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Hotzenplotz

« Antworten #32 am: 12.08.2009 | 09:52 »

Ähnlich wie DerDolge kann ich das auch nicht so genau definieren.

Wenn ich nach einem Spielabend heim fahre und das Gefühl habe, dass es allen Spaß gemacht habe, würde ich sagen: Das war gutes Rollenspiel.

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Wenn du mal was Tolles im Leben gesagt hättest, könnte es jetzt hier stehen.
Megan
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Megan

« Antworten #33 am: 12.08.2009 | 10:28 »

Eigentlich ist die Fragestellung gemein, denn sie enthält eine Verallgemeinerung, weswegen hier natürlich jeder so neutral wie möglich antwortet, denn sonst begibt er sich in Gefahr, anderes Spiel als das eigene als schlecht zu verurteilen (was dann wieder zu einem großen Aufschrei und endlosen Ja-Nein-Doch-Nein-Debatten führt). Für das, was dann beanstandet wird, nämlich dass "Spaß" ja irgendwie alles ist, müsste man die Frage umformulieren, bzw. noch ergänzen:

1. Es gibt kein einzig wahres gutes RollenspielTM.
2. Was macht *euch* an Rollenspiel Spaß und wie muss es laufen, damit es *für euch gut* ist?

Ansonsten kann ich nämlich sonst keinen tieferen Sinn in diesem Thread erkennen.
Zu gutem Rollenspiel gehört für mich auch, dass sich alle beteiligen und einbringen, die Runde bereichern - ich denke, das ist allgemeingültig, doch selbst da kann man diskutieren.

Für mich - und das hängt nunmal damit zusammen, wie ich persönlich am liebsten spiele - ist gutes Rollenspiel:
  • emotional
  • mit dem Focus auf den Charakteren und wie sich aus ihrer Konstellation zueinander und zur Welt, ihren Zielen, ihren Motivationen, ihren Grundsätzen und Abneigungen eine Geschichte entspinnt.
  • gutes Rollenspiel birgt Entscheidungen, die die Charaktere treffen müssen, anhand von dem, was vorangegangen ist.
  • bei gutem Rollenspiel durchlaufen die Protagonisten eine charakterliche Entwicklung.
  • es geht nicht ums gewinnen, sondern um Dramaturgie, weshalb jeder Mitspieler auch eine gewisse Opferbereitschaft an den Tag legt, und seinen Charakter in kniffelige/konfliktgeladene Situationen lenkt (wobei es mir nicht darum geht, permantent zu streiten!)
  • gutem Rollenspiel liegt ein Thema zugrunde, bzw. es kristallisiert sich heraus, z.B. Wieviel kann eine Freundschaft auhalten?
  • gutes Rollenspiel dreht sich um moralische Fragestellungen.
  • gutes Rollenspiel bereichert einen noch für Tage/Wochen/Monate/Jahre.

Wenn alle in meiner Gruppe so spielen und darauf Wert legen, dann haben wir zusammen Spaß.
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Reden ist Schweigen, Silber ist Gold.

Fakten Fakten Fakten
ChristophDolge
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« Antworten #34 am: 12.08.2009 | 11:06 »

Zitat
Es ist keine Diskussion, um eine präzisere Ausführung zu bitten.

Ich hoffe, ich bin deiner Bitte zur Zufriedenheit nachgekommen Wink
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« Antworten #35 am: 12.08.2009 | 12:34 »

Eigentlich ist die Fragestellung gemein, denn sie enthält eine Verallgemeinerung, weswegen hier natürlich jeder so neutral wie möglich antwortet, denn sonst begibt er sich in Gefahr, anderes Spiel als das eigene als schlecht zu verurteilen (was dann wieder zu einem großen Aufschrei und endlosen Ja-Nein-Doch-Nein-Debatten führt). Für das, was dann beanstandet wird, nämlich dass "Spaß" ja irgendwie alles ist, müsste man die Frage umformulieren, bzw. noch ergänzen:

1. Es gibt kein einzig wahres gutes RollenspielTM.
2. Was macht *euch* an Rollenspiel Spaß und wie muss es laufen, damit es *für euch gut* ist?

Ansonsten kann ich nämlich sonst keinen tieferen Sinn in diesem Thread erkennen.
Zu gutem Rollenspiel gehört für mich auch, dass sich alle beteiligen und einbringen, die Runde bereichern - ich denke, das ist allgemeingültig, doch selbst da kann man diskutieren.

Für mich - und das hängt nunmal damit zusammen, wie ich persönlich am liebsten spiele - ist gutes Rollenspiel:
  • emotional
  • mit dem Focus auf den Charakteren und wie sich aus ihrer Konstellation zueinander und zur Welt, ihren Zielen, ihren Motivationen, ihren Grundsätzen und Abneigungen eine Geschichte entspinnt.
  • gutes Rollenspiel birgt Entscheidungen, die die Charaktere treffen müssen, anhand von dem, was vorangegangen ist.
  • bei gutem Rollenspiel durchlaufen die Protagonisten eine charakterliche Entwicklung.
  • es geht nicht ums gewinnen, sondern um Dramaturgie, weshalb jeder Mitspieler auch eine gewisse Opferbereitschaft an den Tag legt, und seinen Charakter in kniffelige/konfliktgeladene Situationen lenkt (wobei es mir nicht darum geht, permantent zu streiten!)
  • gutem Rollenspiel liegt ein Thema zugrunde, bzw. es kristallisiert sich heraus, z.B. Wieviel kann eine Freundschaft auhalten?
  • gutes Rollenspiel dreht sich um moralische Fragestellungen.
  • gutes Rollenspiel bereichert einen noch für Tage/Wochen/Monate/Jahre.

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Da du ja schon alles geschrieben hast schließ ich mich jetzt einfach nur an ^^ Das ist für mich gutes Rollenspiel Cheesy
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« Antworten #36 am: 12.08.2009 | 13:32 »

"Gutes Rollenspiel" hängt davon ab, was die Gruppe der Spieler - inklusive SL - insgesamt an Erwartungshaltungen an Rollenspiel hat und in wie weit jeder einzelne Spieler in der Lage und willens ist, dazu beizutragen, diese Erwartungshaltung zu erfüllen.
Ergo muss erst ein gruppeninterner Konsens darüber bestehen, was Rollenspiel ist.

Meine ganz persönliche Sicht von sogenanntem "Guten Rollenspiel" umschreibe ich wie folgt:

Gutes Rollenspiel hält eine Balance zwischen Charakterspiel (aka Immersion) und Gruppenspiels, so dass eine positive Einbindung aller Gruppenmitglieder in das Spiel im Rahmen des Interesses und der Möglichkeiten (der Mitglieder) zu jeder Zeit gegeben ist.

Charaktere sollen im Rahmen dieses Balanceaktes so überzeugend wie möglich gespielt werden. Dabei sollen auch die Charaktere die Spielfreude unterstützen.

Wenn mein Charakterkonzept ein Arschloch ist und ich damit allen anderen Mitspielern auf den Senkel gehen, dann ist es schlechtes Rollenspiel, selbst wenn ich die Arschloch-Rolle gut spiele.
Wenn mein Charakterkonzept ein toller Typ ist, ich ihn aber schlecht (nicht überzeugend, unmotiviert, nicht charaktergerecht) ausspiele, dann ist es auch schlechtes Rollenspiel.

Es kann allerdings sein, dass ein Arschloch in der SC-Gruppe durchaus das Gefallen der anderen Spieler erweckt. Das hängt davon ab, a) wie intensiev ich das Arschloch raushängen lasse und b) wie viel "Friendly Gaming" die Gruppe möchte.

Gutes Rollenspiel bedeutet also sowohl das Konzept des Charakters als auch die Intensivität des Ausspielens des Charakters mit den Bedürfnissen der Gruppe abzustimmen.

Alles andere ist schlechtes Rollenspiel.

EDIT: Um hierauf...
Eigentlich ist die Fragestellung gemein, denn sie enthält eine Verallgemeinerung, weswegen hier natürlich jeder so neutral wie möglich antwortet, denn sonst begibt er sich in Gefahr, anderes Spiel als das eigene als schlecht zu verurteilen (was dann wieder zu einem großen Aufschrei und endlosen Ja-Nein-Doch-Nein-Debatten führt).
...mal (mit viel Ironie) zu antworten:
"Was ich mache ist gutes Rollenspiel, was alle anderen machen ist schlechtes Rollenspiel, es sei denn, es ist das, was ich auch mache. So denken eigentlich alle und wer etwas anderes von sich behauptet behauptet ist ein Heuchler."
« Letzte Änderung: 12.08.2009 | 13:39 von Surtur » Gespeichert

Geistige Notitz: Die Qualität von Kampfszenen steigt proportional zur Zahl der Beteiligten, die sich vorher das Hemd zerreißen.

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