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[Erzählt mir von den] Trudvang Chronicles
Marask:
Ich versuche gerne das zu beantworten, wozu ich etwas sagen kann :)
--- Zitat von: Holycleric5 am 24.11.2019 | 14:05 ---Als wie tödlich habt ihr den Kampf bei Euren Spielen empfunden? Kann ein einzelner Treffer den Gegner bereits stark "Einschränken" (wenn er genügend Schaden verursacht)? Gibt es langfristige Verletzungen (z.B. Knochenbrüche), die erstmal ausheilen müssen? Wie sieht es mit Blutungen u.ä. aus?
--- Ende Zitat ---
Nun, im Grunde kannst Du theoretisch mit einem erfolgreichen Treffer einen Drachen töten, wenn Du immer wieder den Würfeln explodieren lässt. Dies passiert aber sehr selten, wenn ich die Wahrscheinlichkeiten abwäge. Man beginnt mit um die 30 Lebenspunkte. Eine Waffe, egal welche, verursacht immer 1W10 Schaden. Je nachdem, ob es eine leichte Einhandwaffe (Explodiert bei einer 10), eine mittlere Einhandwaffe (Explodiert bei einer 9-10) oder Zweihandwaffe (Explodiert bei 8-10), kann man schon ne Menge Schaden austeilen.
Erleidet man so viel Schaden, dass man unter 3/4 seiner Lebenspunkte fällt, gilt man als verwundet und erleidet -1 auf alle Proben. Fällt man unter die Hälfte, gilt man als Schwer verwundet und erleidet einen Abzug von -3, und fällt man unter 1/4 seiner Lebenspunkte gilt man als Tödlich verwundet (Abzug von -7). Sinkt man unter 0 Lebenspunkte steht man kurz vor dem Tode, man kann aber noch durch Erste Hilfe gerettet werden. Kritische Verletzungen (Knochenbrüche) gibt es so nicht, sondern sollten erzählerisch (vom SL) eingebracht werden.
Natürlich Heilung ist nicht allzu gut (1 Lebenspunkt pro Tag + eventuelle Modi).
--- Zitat von: Holycleric5 am 24.11.2019 | 14:05 ---Macht man regeltechnische Unterscheidungen zwischen Wucht-, Stich- und Schnittschaden? Oder ist einzig die Einteilung in leichte, mittlere und schwere Waffen von Belang?
--- Ende Zitat ---
Nein. In diesem Punkt unterscheidet das System nicht.
--- Zitat von: Holycleric5 am 24.11.2019 | 14:05 ---Kommt man mit leichen Waffen, wie z.B. einem Dolch überhaupt noch durch schwere Rüstungen (z.B. Kette und Platte) durch oder sollte man gleich auf Hilfe von besser bewaffneten Gefährten hoffen?
--- Ende Zitat ---
Siehe oben: Ja, kommt man, wenn man entsprechend hohen Schaden würfelt. Ein Plattenpanzer hat bspw. einen Schutzfaktor von 10, was bedeutet, die Rüstung übernimmt 10 eingehende Schadenspunkte, verliert dadurch aber an Robustheit (Bruchfaktor^^) und damit dann auch der Schutzfaktor nach und nach.
--- Zitat von: Holycleric5 am 24.11.2019 | 14:05 ---Lässt sich das Spiel auch ohne Zauberwirker vernünftig spielen (kann man auch mit "normaler" Heilkunde den meisten Folgen des Kampfes entgegen wirken (Trefferpunkte heilen, Brüche schienen etc?))
Lassen sich die Priester auch ohne Zauber noch vernünftig spielen?
--- Ende Zitat ---
Ohne Zauberwirker kann man das sehr gut spielen. Haben wir gemacht (als es die entsprechenden Bücher noch nicht auf deutsch gab) und es hat super funktioniert.
Mit der Spezialisierung Erste Hilfe & Pflege kann man jemanden vor dem Tode retten und Lebenspunkte wiederherstellen.
--- Zitat von: Holycleric5 am 24.11.2019 | 14:05 ---Wie sehr tragen die doch sehr spezialisierten Fertigkeiten (z.B. Wildnisleben -> Geographie -> Länderkunde) zu "individuellen" Charakteren bei? Lohnt es sich überhaupt, sich auf die "Dritte Ebene" verzuwagen, oder reicht in den ersten beiden Ebenen ein Wert von jeweils 10, weil der Hauptwürfel ja ein W20 ist?
--- Ende Zitat ---
Diese Frage kann man so einfach kaum beantworten, denn die Spezialisierungen sind schon sinnvoll. Ohne die Spezialisierung "Erste Hilfe & Pflege" zum Bespiel, kann man mittels Disziplin "Heilung & Arzneien" lediglich die Wunden soweit versorgen, dass sie keinen weiteren Schaden anrichten. Beim Kämpfen geben Spezialisierungen wertvolle Kampfpunkte für bestimmte Bereiche...und und und.
--- Zitat von: Holycleric5 am 24.11.2019 | 14:05 ---Lässt sich das Setting auch austauschen? Gerne würde ich nämlich eher in Lorakis (Splittermond) spielen. Gegner sollen vorrangig Menschen und wilde Tiere sein.
--- Ende Zitat ---
Ich wüsste nichts, was dagegen spricht...
Vale waan Takis:
Threadnekromantie
Es wurde hier ja bereits ein paar Mal nach Erfahrungen und Spielberichten gefragt.
Ich war auch sehr überrascht, dass sich zu so einem durchaus gehypten Spiel so weinig finden lässt.
Wir haben dennoch vor einigen Wochen das Abenteuer gewagt und Trudvang mit den englischen Regeln für ein Wochenende gespielt...
Letztlich hatte ich 3 Spieler von denen 2 als sehr sehr erfahren gewertet werden können.
Charaktere:
Dimwalker (Also ein Kleriker)
Vitner Weaver (Magier)
Rogue (Assasine)
(ein Krieger und ein Ranger waren geplant, haben aber kurzfristig abgesagt)
Alle Charaktere wurden als "Experienced" also der höchsten Ausbaustufe in den Regeln für Charaktererschaffung gebaut, da ein episches Spielerlebnis angestrebt wurde.
Spoiler: Dieses Ziel wurde auf jeden Fall erreicht!
Da ich nicht auf Kauf-Abenteuer stehe gab es ein Abenteuer der Marke Eigenbau.
Wir haben sicherlich nicht zu genau 100% nach allen Regeln gespielt, würde ab sagen gute 90% haben wir schon genutzt mit einer gewissen Unschärfe, dass wir bestimmt auch manches falsch verstanden hatten.
Was gefiel:
- Das Setting, die Stimmung
- die "Simplizität der Regeln" wenn man erstmal grundsätzlich durchgestiegen ist (was etwas dauert, da die Regeln sehr konfus wirken, stellenweise überfrachtet sind und irgendwie schlecht strukturiert).
- Die Möglichkeiten der Magie klangen sehr interessant (kam leider im Spiel dann zu kurz). Das Prinzip die Sprüche selbst zu variieren und zusammen zu stricken klang sehr cool.
Was nicht gefiel:
- Sehr sehr "Swingy" bedingt durch die explodierenden Würfel.
- Von den Spielern empfundene Balancing-Probleme zwischen Dimwalker (starke "Magie") und Vitner Weaver (im Vergleich schwächere Magie)
Wenn noch Interesse besteht kann ich gerne auch mal einen Spielbericht schreiben.
Letztlich hat es aber so gut gefallen, dass wir eventuell nächste Woche noch mal eine zweite Runde spielen werden.
Mir graust es nur davor mich nochmal in die Regeln reinwühlen zu müssen.
Sachen die wir seltsam fanden:
- [Magie] Im Kampf nutzte der Vitner Weaver letztlich immer den gleichen Spruch in der gleichen Konfiguration, da ihm dies einfach am effektivsten vorkam. Das so interessant klingende modifizieren der Zauber war daher ein wenig witzlos.
- [Kampf] Im Kampf nutzte die Rogue fast immer ihre maximalen Combat Points für den ersten Schlag, da sonst die Trefferchance einfach zu gering war (obwohl "Experienced"). Die "Swingyness" zeigte sich im Nahkampf besonders schlimm und frustrierend. Das interessant klingende "gewichten" der Combat Points erwies sich auch als ein wenig witzlos, ebenso Waffen mit mehreren Waffenaktionen.
Marask:
Wie Mario nun öffentlich bestätigt hat (Discord) , wird es Trudvang Chronicles beim Truant Verlag nicht mehr geben. Die Lizenz ist schlicht ausgelaufen. Insgesamt läuft Trudvang Chronicles in Deutschland nicht. Das ist bedauerlich. Insbesondere, da Jorgis Bestiarium seit knapp 2 Jahren fertig übersetzt und im Grunde fertig lektoriert vorliegt.
Aber kaut Mario immer kam etwas dazwischen (Mittelerde, The Witcher, Kult), was die Kapazitäten gebunden hat. Ich denke, es würde, nachdem das System bei Truant nicht wirklich gefördert wurde (und auch einen schwierigen Start hatte), nun auch überhaupt keinen Sinn mehr ergeben, weitere Bücher zu produzieren.
Schade. Aber es bleibt ja noch die englische Ausgabe. Und meine fertigen Übersetzungen (Jorgis Besriarium, Frostbitten und Stormlands Quellenbuch), die ich nun zum Eigenbedarf nutzen werde :)
Husk:
Da Riotminds wohl die Rechte zu Trudvang Chronicles, Trudvang Adventures und die anderen IPs (im großen und ganzen) an CMON verkauft hat, ist es auch nicht klar, wie es mit der englischen Version weitergehen wird. Ob das zu einer neuen Edition führt, zum Fokus auf Adventures (mit 5e Regeln), oder ob es heißt, dass die IP für ein paar Brettspiele verwendet und ansonsten liegen gelassen wird, steht wohl zur Zeit noch in den Sternen.
Alles in allem nicht so toll, wobei der Seeds of Vanir Kickstarter zumindest noch fertig ausgeliefert werden soll...
NurgleHH:
--- Zitat von: Marask am 3.07.2022 | 15:00 ---Wie Mario nun öffentlich bestätigt hat (Discord) , wird es Trudvang Chronicles beim Truant Verlag nicht mehr geben. Die Lizenz ist schlicht ausgelaufen. Insgesamt läuft Trudvang Chronicles in Deutschland nicht. Das ist bedauerlich. Insbesondere, da Jorgis Bestiarium seit knapp 2 Jahren fertig übersetzt und im Grunde fertig lektoriert vorliegt.
Aber kaut Mario immer kam etwas dazwischen (Mittelerde, The Witcher, Kult), was die Kapazitäten gebunden hat. Ich denke, es würde, nachdem das System bei Truant nicht wirklich gefördert wurde (und auch einen schwierigen Start hatte), nun auch überhaupt keinen Sinn mehr ergeben, weitere Bücher zu produzieren.
Schade. Aber es bleibt ja noch die englische Ausgabe. Und meine fertigen Übersetzungen (Jorgis Besriarium, Frostbitten und Stormlands Quellenbuch), die ich nun zum Eigenbedarf nutzen werde :)
--- Ende Zitat ---
Da fühle ich mich ein wenig beschubst von Mario Truant. Ich warte seit Jahren auf das Bestiarium und jetzt diese Einstellung. Irgendwie passt es zu Truant, denn da „sterben“ die Systeme gerne bevor sie wichtige Bände auf dem Markt haben. Leider. >:(
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