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First-Move Vorteil in Rollenspielkämpfen
Buddz:
Wie würdet ihr den First-Move Vorteil (wie sagt man das auf Deutsch, Erstzugsvorteil? Im Schach heißt der Spieler offenbar "Anziehender" - das ist mir aber zu anzüglich) in Rollenspielkämpfen einschätzen?
Ich gehe hierbei von einem recht traditionellen Initiative- und Kampfsystem aus, in dem jeder Kämpfer nur einmal pro Runde handelt.
KhornedBeef:
--- Zitat von: Buddz am 24.10.2016 | 13:54 ---Wie würdet ihr den First-Move Vorteil (wie sagt man das auf Deutsch, Erstzugsvorteil? Im Schach heißt der Spieler offenbar "Anziehender" - das ist mir aber zu anzüglich) in Rollenspielkämpfen einschätzen?
Ich gehe hierbei von einem recht traditionellen Initiative- und Kampfsystem aus, in dem jeder Kämpfer nur einmal pro Runde handelt.
--- Ende Zitat ---
Kommt drauf an. Wer sehr schnell sehr viel Schaden anrichten kann, aber auch eher leicht zu verwunden ist, hat am meisten davon. Sagen wir, Magier.
Deep_Impact:
Also der Vorteil, dass man als erstes Schaden anrichtet oder im Fall eines Magiers das Schlachtfeld manipulieren kann, ist schon wirklich massiv.
Hängt stark vom System ab, wenn es keinen Unterschied macht, ob die Hitpoints bei 99% oder bei 5% liegen, ist der reine Schadenseffekt natürlich gering.
Auf die SL kann natürlich realitätnah interpretieren, dass der zu erst getroffen moralisch zusammenbricht oder man spielt ein Duel zum ersten Blut oder oder oder...
Holothuroid:
Bei meinem Rollenspiel habe ich sehr lange daran getüftelt. Problematisch war die relativ kurze Schadensleiste mit Erschwernissen nach Verletzung. Ein guter Treffer in der ersten Runde kann so ziemlich unangenehm werden.
Ich habe jetzt Verteidigungsboni eingebaut. Wer entweder nichts tut oder eine kleine Auswahl an Fähigkeiten benutzt, hat +2. Die meisten Fähigkeiten geben +1. Angriffe +0. Bei einem Überfall haben die überfallenen also +2 auf Verteidigung, denn sie haben noch nichts getan. Namenlose Schläger erhalten keine Verteidigungsboni.
Ich habe zudem einige Möglichkeiten eingeführt, um Verletzungen zu ignorieren, indem man z.B. für die Art der Handlung nicht würfelt oder explizit Verletzungen ignoriert.
Also ja, das kann einen Riesenunterschied machen.
Buddz:
Ich würde auch sagen, dass es bei RSPs ohne Abwärtsspirale und der Robustheit mehrere Treffer wegstecken zu können, eher irrelevant ist. Je höher allerdings der Schaden, bzw. die Auswirkung davon desto wichtiger ist es auch als erster dran zu sein.
Edit: erhöhte Klarheit
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