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Rumpels dumme Fragen zur OSR
Evil Batwolf:
Klar geht das auch mit anderen Systemen, für mich ist Old School ein Mindset, der nicht an bestimmte Regeln gebunden ist (genau lesen: für mich ;) )
Proaktiv und extrovertiert finde ich beim Rollenspiel immer gut. Zocken ist halt was anderes als Filme schauen oder lesen.
Bildungsniveau? Naja, wie im richtigen Leben auch: Man muss miteinander klarkommen, am Ende auch in diesem Bereich.
Konsistenz? Erstmal ist es m. E. wahrscheinlich, dass ein und dieselbe SL gleichartige Probleme auf ähnliche Weise händeln wird. Zweitens wird Konsistenz überbewertet :D.
Kompetitiv? Ich denke ja. Dieser "worth winning"-Gedanke. Erfolge sind nur was wert, wenn man was dafür leisten musste und so. Nicht mal so sehr zwischen den Spielern untereinander, aber jedenfalls gegenüber der Spielwelt. Hergeschenkte Encounter sind fad.
Wie gesagt, just my 2 Cents. Old School nennt sich ja 'ne Menge Zeug. Und ich hab' jetzt keinesfalls die Deutungshoheit....
Achamanian:
--- Zitat von: Forlorn am 9.03.2017 | 11:38 ---Das trifft den Nagel auf den Kopf! OSR spiele ich, wenn ich Schalterrätsel selber machen und nicht auswürfeln möchte. In gewissem Sinne ist die Immersion dabei sogar größer, weil ich mit meinem Charakter die Informationen direkt teile und kein regeltechnischer Bruch zwischen Spieler und SC entsteht. In den OSR Spielen stehe ich quasi selbst in einem dunklen Tunnel und muss mir eine Falle für die Goblins ausdenken. Dabei muss ich dann nicht auf "Tischlerei" würfeln, sondern erzähle einfach, was ich will und frage die SL, ob das so klappt.
--- Ende Zitat ---
Warum gilt das für den Fallenbau, nicht aber z.B. für das durchaus überlebenswichtige korrekte Häuten und Zerlegen von Jagdbeute und der Unterscheidung essbarer und giftiger Wurzeln? Ein Thema, das in Abenteuerromanen ja durchaus seinen Platz hat (wahrscheinlich sogar mehr als die Konstruktion von Fallen), das aber m.W. wohl auch in OSR-Spielen ganz Immersionsfrei durch einen Würfelwurf geregelt wird (wenn überhaupt).
Nicht, dass ich es anders haben wollte; nur gibt es erst mal keinen offensichtlichen Grund dafür, dass man aus Gründen der Immersion die Fallenkonstruktion von der Spielerkompetenz abhängig machen und ausspielen lassen sollte, die Nahrungsbeschaffung dagegen erwürfeln. Es handelt sich also um eine reine Vorliebe für bestimmte Inhalte mit denen Zeit verbracht werden soll, das Immersionsthema kann man da außen vor lassen. Wenn mich der Fallen-Inhalt nicht interessiert, ziehe ich daraus auch kein tolles Immersionsgefühl.
Scimi:
--- Zitat von: Rhylthar am 9.03.2017 | 17:51 ---Wenn das alles so stimmen sollte, ist die OSR scheinbar nur etwas für proaktive extrovertierte Spieler. Sie sollten auch ein einigermaßen einheitliches Bildungsniveau haben, weil ansonsten der ein oder andere Spieler eher zu kurz kommen könnte.
--- Ende Zitat ---
Das mit dem Bildungsniveau finde ich etwas seltsam - wenn es um eine gute Idee geht, eine Falle zu blockieren oder einen aufgebrachten Irren zu beruhigen, haben bestimmt KFZ-Technikerinnen und Altenpfleger irgendwie sinnvolles Know-How, auch wenn sie verschiedene Bildungsabschlüsse haben. Wohingegen weder mehrfache Doktortitel noch allerbodenständigste praktische Ausbildungen ein probates Mittel gegen Dummheit sind. Solange die Leute menschlich miteinander auskommen, sich verständigen können und Spaß haben...
Aber beim Proaktiven würde ich fast wiedersprechen. Viele OSR-Spiele funktionieren rundenweise, auch außerhalb des Kampfes. Da geht es reihum um den Tisch, der SL fasst vielleicht sogar noch einmal die Situation zusammen und fragt, was der Charakter tut - "Gut, ihr gelangt in einem langen, von Fackeln beleuchteten Gang, von dem links und rechts mehrere gleich aussehende Türen abgehen. Etwa 20m vor euch macht der Gang einen scharfen Knick nach rechts, von dort hört ihr Schritte, die näherkommen. Gisela, was tust du?" Und auf der anderen Seite müssen sich absolute Rampensäue mit Ansagen wie "Ok, du hattest ja schon gehandelt, behalte das bitte kurz im Hinterkopf, erst sind noch Gisela, Kunibert und meine Orks dran." begnügen.
Natürlich kann jeder mehr oder weniger daraus machen, wenn er an der Reihe ist, aber ich habe das Gefühl, dass man deutlich mehr abgeholt wird und das Spotlight gleichmäßiger portioniert wird, als das bei diesen ganzen Player empowernden "Bringschuldsystemen" der Fall ist.
Rhylthar:
--- Zitat ---Das mit dem Bildungsniveau finde ich etwas seltsam - wenn es um eine gute Idee geht, eine Falle zu blockieren oder einen aufgebrachten Irren zu beruhigen, haben bestimmt KFZ-Technikerinnen und Altenpfleger irgendwie sinnvolles Know-How, auch wenn sie verschiedene Bildungsabschlüsse haben. Wohingegen weder mehrfache Doktortitel noch allerbodenständigste praktische Ausbildungen ein probates Mittel gegen Dummheit sind. Solange die Leute menschlich miteinander auskommen, sich verständigen können und Spaß haben...
--- Ende Zitat ---
Bildungsniveau war nicht ganz das richtige Wort. Aber ist schon richtig, nehmen wir doch mal Chruschtschow und mich als Beispiel:
Er müsste Physiker/Chemiker/Mathematiker sein und hat damit sicherlich mehr Plan als ich (Ökonom) von Mechanik. Davon habe ich nämlich so viel Ahnung wie ein Schwein vom Pfeifen.
Um so komplizierter die Fallen, um so weniger mein Beitrag.
Bei Rätseln geht es dann ja weiter...
Evil Batwolf:
Tja, wie schon angedeutet: Mir geht diese Spieler-Skill-Geschichte eher am Allerwertesten vorbei. Den Erfindern der Thief Skills wohl auch.
Finch nicht.
Beides ist wohl Old School. Und nun?
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