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Rumpels dumme Fragen zur OSR
Scurlock:
--- Zitat von: Rhylthar am 9.03.2017 | 19:00 ---Nein, braucht es nicht. Aber der mit dem Physikstudium wird den Mechanismus viel eher kapieren und verhindern, als derjenige, der keinen Plan davon hat (mich). (Wundert mich allerdings auch gerade, dass S&W das Suchen nach Fallen teilweise über den Würfelwurf abhandelt...).
Und ebenfalls Nein zu Zweiterem. Nur muss der Spieler ja den SL überzeugen, wenn es um soziale Fertigkeiten geht.
--- Ende Zitat ---
Und? Ein Spieler mit begnadeten rhetorischen Fähigkeiten wird in politischen Ränken auch eher im Vorteil sein gegenüber introvertierten Spielern. Logikrätsel werden auch eher von Leuten gelöst, die Sodokus nebenbei lösen.
Hier wird ein Problem herbeigeschrieben, das am Spieltisch in der Form nicht existiert. Oder wenn man eben sehr genau sein will, in jedem Aspekt des Rollenspiels zu finden ist.
Rhylthar:
--- Zitat von: Scurlock am 9.03.2017 | 19:06 ---Und? Ein Spieler mit begnadeten rhetorischen Fähigkeiten wird in politischen Ränken auch eher im Vorteil sein gegenüber introvertierten Spielern. Logikrätsel werden auch eher von Leuten gelöst, die Sodokus nebenbei lösen.
Hier wird ein Problem herbeigeschrieben, das am Spieltisch in der Form nicht existiert. Oder wenn man eben sehr genau sein will, in jedem Aspekt des Rollenspiels zu finden ist.
--- Ende Zitat ---
Bei der OSR sicherlich. Der Half-Orc Barbarian mit CHA 6 in anderen Ausprägungen von D&D eben nicht. Weil der Charakter es eben nicht drauf hat.
Ebenso bei Fallen. Mein Charakter findet sie, mein Charakter kann sie entschärfen. Wird über einen Wurf abgehandelt. Wünschenswert: Mein Charakter erklärt kurz, was er da macht.
Achamanian:
Ich finde, das verästelt sich hier gerade bei aller grundsätzlichen Blubberigkeit des Threads gerade zu sehr und wird zu diffus ...
Um eine Ecke wurde mir auch nahegelegt, dass ich da vielleicht auch mal wieder zu theoretisierend rangehe, was durchaus sein kann ... wobei ich schon hinzufügen muss, dass ich wie gesagt in den 80ern immerhin ein bisschen Red Box und ein bisschen mehr Ad&D 2nd gespielt habe. Mein Hauptanlass für den Thread bleibt aber, dass mich Sachen wie DCC, Wormskin oder LotFP von ihrem Versprechen (gerade Gonzo-Elemente und so), sehr reizen und ich z.B. mit DCC als Spieler auch sehr gute Erfahrungen gemacht habe - das aber die ganzen OSR-Regeln dazu für mich nach wie vor eher im Widerspruch stehen (Stichworte HP bloat, Charakterklassen, idiosynkratisch voneinander abweichende Teilmechanismen, die einem Rulings für mein Gefühl eher erschweren als erleichtern).
Ich schreibe da übrigens ziemlich aus der Spielerperspektive. Ich merke eigentlich, dass OSR etwas ist, das ich sehr viel lieber als Spieler denn als SL erleben möchte.
Was bei solchen dummen Fragen von mir jedenfalls immer abfällt, ist ein guter Tipp von Clausustus - wobei ich Crypts & Things ja immerhin schon habe ...
Rhylthar:
Okay, dann suchen wir doch nicht dasselbe. :)
Eines meiner ersten längeren RPG war BECMI, wobei wir nur bis BE gekommen sind. Mir sind die Mechanismen bekannt und ich habe per se keine Schwierigkeit damit. Nur ist das alles, was OSR ausmacht?
Jetzt wurde noch Sandboxing genannt, höhere Tödlichkeit, Lower Ceiling, spieler- statt charakterzentriert...oder ist es doch, wie Settimbrini sagte, nur Nostalgie?
Scurlock:
--- Zitat von: Rhylthar am 9.03.2017 | 19:14 ---Bei der OSR sicherlich. Der Half-Orc Barbarian mit CHA 6 in anderen Ausprägungen von D&D eben nicht. Weil der Charakter es eben nicht drauf hat.
Ebenso bei Fallen. Mein Charakter findet sie, mein Charakter kann sie entschärfen. Wird über einen Wurf abgehandelt. Wünschenswert: Mein Charakter erklärt kurz, was er da macht.
--- Ende Zitat ---
Mal abgesehen davon, dass ich persönlich genau diese Runterwürfelei ohne jeglichen kreativen Input durch den Spieler mittlerweile als langweilig und stumpf ansehe, greifen diese Mechanismen für das allgemeine Rollenspiel einfach auch zu kurz. Eine höfische Intrige oder ein mehrschichtiges Rätsel wird auch in den Inkarnationen 3.0 und aufwärts (die 4E mal ausgenommen) nur unzureichend würfeltechnisch abgebildet. Und da gibt es Spieler, die durchschauen so etwas, andere erkennen die Bedrohung nicht, wenn sie ihnen auf die Füsse tritt. Da helfen auch Charakterskills nichts.
Es wird immer aktive und nicht so aktive Spieler geben, da werden auch noch so detaillierte Regeln nichts daran ändern.
Viele OSR-Systeme erlauben halt freieres Spielen von D&D-artigen Themen als die neueren Versionen von D&D. Der SL hat hier das letzte Wort und nicht das Regelwerk. Diese Kompetenz ist dann eben auch mit Verantwortung verbunden. Die Verantwortung, fair zu leiten und möglichst jedem Spieler seine Highlights zu ermöglichen. Im Gegenzug müssen die Spieler dem SL auch mehr Vertrauen entgegen bringen. Das mag nicht für jeden etwas sein, aber man wird ja auch nicht gezwungen auf den OSR-Train aufzuspringen.
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