Pen & Paper - Spielsysteme > OD&D/AD&D/Klone & OSR
Rumpels dumme Fragen zur OSR
Chruschtschow:
@Issi:
Du kannst gerne von der Fragestellung im Kern ablenken, das löst sie aber nicht auf: Ist eine Tätigkeit dann auszuspielen, wenn sie gefährlich ist? Sind damit auch Tätigkeiten, die sonst als Routinetätigkeit gewürfelt werden, bei erhöhter Gefahr durch Spielerfertigkeiten statt SC-Fertigkeiten zu lösen?
Rorschachhamster:
--- Zitat von: Issi am 11.03.2017 | 08:27 ---@
Nobody@home
Ich bin mir sicher das in jedem Dungeon mindestens ein riesen Aquarium mit Kugelfischen zu finden ist. Das Delikatessen Restaurant gehört natürlich dazu, welches vom Superboesewicht geleitet wird.Die Helden die alle Chefkoch gelernt haben sind seine Angestellten. Und wenn sie es nicht hinkriegen den Fisch fachgerecht zu sezieren, dann müssen die Gäste sterben und es rollt ihr Kopf. ~;D
--- Ende Zitat ---
Quatsch, die SC müssen entscheiden, welcher Tod ihnen am meisten Profit einbringt...
Und bei welchem NSC viel Trinkgeld zu erwarten ist...
>;D
EDIT: Um nauch was ernsthaftes Beizutragen:
--- Zitat von: Chruschtschow am 11.03.2017 | 10:07 ---@Issi:
Du kannst gerne von der Fragestellung im Kern ablenken, das löst sie aber nicht auf: Ist eine Tätigkeit dann auszuspielen, wenn sie gefährlich ist? Sind damit auch Tätigkeiten, die sonst als Routinetätigkeit gewürfelt werden, bei erhöhter Gefahr durch Spielerfertigkeiten statt SC-Fertigkeiten zu lösen?
--- Ende Zitat ---
Es sollte immer dann gewürfelt werden, wenn der Ausgang, trotz aller Sorgfalt und Vorbereitung, ungewiß ist. Beim Fugu eine 5 in 6 Chance zum Beispiel das alles glattgeht? Oder vielleicht auch 9 in 10 oder wievel auch immer der SL in dem Moment für richtig hält. Wenn eine Falle ohne jede Frage entschärft wird, nach der Beschreibung der Spieler, dann gut. Wenn es eine schnelle Bewegung erfordert und etwas Glück, dann kann trotzem gewürfelt werden. SL-Entscheidung. ;)
Achamanian:
--- Zitat von: Rorschachhamster am 11.03.2017 | 10:16 ---EDIT: Um nauch was ernsthaftes Beizutragen:Es sollte immer dann gewürfelt werden, wenn der Ausgang, trotz aller Sorgfalt und Vorbereitung, ungewiß ist. Beim Fugu eine 5 in 6 Chance zum Beispiel das alles glattgeht? Oder vielleicht auch 9 in 10 oder wievel auch immer der SL in dem Moment für richtig hält. Wenn eine Falle ohne jede Frage entschärft wird, nach der Beschreibung der Spieler, dann gut. Wenn es eine schnelle Bewegung erfordert und etwas Glück, dann kann trotzem gewürfelt werden. SL-Entscheidung. ;)
--- Ende Zitat ---
Das führt jetzt noch weiter vom Ursprungsthema weg, denn da sind wir wieder bei der alten: "Wann MUSS gewürfelt werden?" Diskussion. Wenn, dann ist das hier aber eine "Wann DARF gewürfelt werden?", Diskussion. Also anders gefragt: "Ist es noch OSR-Spiel, wenn die Gruppe sich darauf einigt, anstatt in jedem Gang Wändeklopfen und das Ausschauhalten nach Löchern und Stolperdrähten anzusagen, in jedem Gang eine Wahrnehmungsprobe abzulegen?"
Und ja, ich kapiere auch, dass ich das jetzt zur Verdeutlichung überspitze. Aber ich denke, jeder kennt die Situation, in der man das Gefühl hat, "das jetzt ausspielen zu müssen", obwohl keiner, eventuell nicht mal die SL, so richtig wild drauf ist. Ob es jetzt um NSC-Gespräche, Fallengewurschtel, der Marktgang oder einen eher wenig interessanten Kampf geht, ist ja egal. Ich schätze Systeme, die dann eine Regelung bieten, mit der ich das abkürzen kann. Und wenn Matt Finch mir sagt: "Das Feature an OSR ist, dass es für ganz viele solcher Situationen keine Regelung gibt, damit ihr das ausspielen MÜSST!", dann frage ich mich schon ein bisschen, ob das nicht ein bisschen sehr konstruiert ist. Besonders, wenn ich gleichen Text die Abkürzung von Kämpfen durch ein schnelles Würfelsystem als Feature dargestellt wird (okay, hier geht es wohl um den direkten Vergleich zu Sachen wie Pathfinder, der für mich wiederum null interessant ist, weil ich alles im D&D3.5-Umfeld nicht mit der Kneifzange anfasse).
Chruschtschow:
Ok, zur Dämonenfugusashimi (als überspitztes Beispiel): Statt "Jaja, ich koche den Fisch." erwarte ich vom Spieler eher eine Beschreibung, dass er ausgesprochen vorsichtig vorgeht. "Ich schärfe vorher mein Messer, öffne ganz sachte den Fisch, ohne tief in den Bauchraum zu stechen. Danach schneidenich ganz sorgfältig die Organe heraus und achte dabei darauf, dass ich ja keines verletze." In ersterem Fall killt der SC einen wichtigen Würdenträger, was ... schlecht wäre. In zweiterem Fall würde ich den Zufallswurf einbringen. Korrekt? Wenn dem so ist, dann gut, das ist jetzt nicht weit davon entfernt von meinem normalen Spielstil.
[Edit: Sorry, das hatte ich geschrieben, während Rumpel antwortete. Gut, das Thema nicht vertiefen. Mach ich.]
Ich glaube aber, dass mein Problem — und eventuell auch Rumpels, wenn ich ihn recht verstanden habe — in der Repetition des beschriebenen Fallensuchens steckt. Ich sehe eine Notwendigkeit für Fallen, wobei ich damit alle gefährlichen, ortsgebundenen und versteckten Hindernisse meine wie Einstürze, Steinschläge, instabile Böden oder auch tatsächliche Fallen. Die brauchen Zeit. Auf der anderen Seite hat man die nicht, weil Leuchtmittel, Futter, Hitpoints etc. begrenzt sind. Durch einfaches Ablaufen der Zeit und eventuelle wandernde Monster sinken die Ressourcen. Bewege ich mich schnell, renne ich in Fallen. Bewege ich mich langsam, gehen die Ressourcen aus. Wähle das kleinere Übel. Mein Problem bleibt dabei die Suche durch Spielerfertigkeiten, weil die systematische Suche aus meiner Sicht bei dauerhaftem Geschehen langweilig ist. Wenn es letztlich der Frust des gelangweilten Spieler ist, der ihn unvorsichtig werden lässt, nicht eine Notwendigkeit für Eile aus der Spielwelt heraus — ähnlich dem Spieler des türeneintretenden Grunzack, den Rorschachhamster weiter oben beschrieben hast — finde ich das irgendwie unbefriedigend. :(
Issi:
--- Zitat ---Wenn eine Falle ohne jede Frage entschärft wird, nach der Beschreibung der Spieler, dann gut. Wenn es eine schnelle Bewegung erfordert und etwas Glück, dann kann trotzem gewürfelt werden. SL-Entscheidung
--- Ende Zitat ---
Jepp, das sehe ich ähnlich. Ich würde die Würfel aus Stütze nehmen, aber nicht als Krücke, ohne die es gar nicht geht. ;)
--- Zitat ---
--- Zitat --- Also anders gefragt: "Ist es noch OSR-Spiel, wenn die Gruppe sich darauf einigt, anstatt in jedem Gang Wändeklopfen und das Ausschauhalten nach Löchern und Stolperdrähten anzusagen, in jedem Gang eine Wahrnehmungsprobe abzulegen?"
--- Ende Zitat ---
--- Ende Zitat ---
hmm...also wenn der SL statt einer Wahrnehmungsprobe auf einmal sagt: "Jetzt hört ihr auf einmal ein Rascheln".....dann ersetzt das aus meiner Sicht auch den Wahrnehmungswurf.
Aber ab dem Wahrnehmungswurf hört es ja nicht auf, da fängt die Untersuchung ja eigentlich erst an. (was hat es mit dem Rascheln aufsich? -Sherlock übernehmen sie!)
Ist finde ich auch eine Frage mit welchem System man spielt.
Hat das System überhaupt sowas wie Wahrnehmung oder Fallen entschärfen?
Falls nicht, müsste man diese Fertigkeiten ja erst noch dazu basteln.
Falls ja, würde ich sie eher als Stütze nutzen, und was ohne zu würfeln geht spielen.
Wenn Würfel helfen kann man die zur Unterstützung einsetzen, nur eben nicht als Ersatz.
Ob das jetzt schon nicht mehr Oldschool ist das zu tun, keine Ahnung.
Ist doch zumindest mMn. eigentlich auch nicht so wichtig. Jeder kann spielen wie er mag.
Oder findest Du doch? :)
Bzw. ist Real "Old School" eine Marke (mit bestimmten Auflagen, von denen es keinerlei Abweichungen geben darf) ?
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