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Probensystem 2W10+Bonus

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Holothuroid:



--- Zitat von: vlyrr am 20.11.2016 | 20:40 ---Gibt es einen mathematischen Unterschied zwischen W20+Bonus und 2W10+Bonus?

...
Hat das einen narrativen Effekt?

--- Ende Zitat ---

Mathematisch sind die unterscheidbar. Ob das konkrete Auswirkungen im Spiel hat... Die meisten Leute sind unfähig Wahrscheinlichkeiten spontan richtig einzuordnen, selbst wenn sie sie formal ausrechnen können. Siehe jüngst die US-Wahl, wo es danach Schimpfe für die Demoskopen gab.

Es wird auffallen, wenn du zum Beispiel kritische Treffer verwendest, also bestimmte Ergebnisse mit gewissen Sondereffekten verbindest. Zwischen 20 auf W20 und Doppel-10 auf 2W10 ist ein erheblicher Unterschied.

vlyrr:
Ich habe mir mal ein Beispiel (wie gesagt Earthdawn 1E) zurechtgelegt:

Der Charakter wird mit einer verfluchten Waffe konfrontiert, hat die Discipline Weaponsmith und das Talent Abate Curse .

Nun möchte er sein Talent anwenden und den Waffenfluch unterdrücken.

Earthdawn sagt mir, dass die Probe "Rank+Perception" sei.

Hier sehe ich wie wichtig eine Differenzierung in Attribute und Fertigkeiten ist.

Aus Splittermond übernehme ich die Maßstäbe von Attributen von 0= schrecklich bis 9 = legendär. Eine 3 ist gut. Der Einfachheit würde ich ggf. bei den Fertigkeiten einen ähnlichen Werterahmen anlegen, wobei 0=ungelernt.

Geben wir unserem Weaponsmith eine Perception von 3.

Unter "Rank" verstehe ich der Einfachheit halber nicht den Talentrang sondern würde das schlicht über eine Stufe (bzw. den Circle) abwickeln.

Nehmen wir an unser Weaponsmith ist im 1. Circle.

Für Abate Curse hat er 2W10+4

Jetzt soll ich laut Earthdawn-Regeln den Wurf mit der "Spell Defense" des Fluchs vergleichen. Ich verstehe darunter einfach mal die Mächtigkeit des Fluches, die Zauberkraft,... whatever.
Sagen wir, dass sie bei 5 liegt.

Der Fluch hat also 2W10+5.

Wichtig: Aus der bisherigen Diskussion habe ich gelernt, dass ich ein explodierender Würfel reicht. Der Weaponsmith und der Fluch würfeln daher mit zwei verschiedenenfarbenen W10; einer davon explodiert immer bei einer 10 ("Rule of 10").

Nachdem ich mir nun einen Regelmechanismus gebaut habe, schauen wir was passiert:

Der Weaponsmith wirkt sein Talent *würfel*: Resultat 16
Der Fluch hält der dagegen *würfel* Resultat: 17; aber ein Würfel explodiert *würfel* Resultat 26

Tja, war wohl nix.

Nehmen wir an, der Weaponsmith hätte am Ende 16 gehabt und der Fluch 14.

Earthdawn legt eine Regel fest, wieviele Stunden der Fluch unterdrückt wäre und zwar anhand der Erfolgsschwellen.

Hätten wir auch in unserem Regelmechanismus: 16-14= 2 Erfolgsstufen. Der Fluch wird 2 Stunden unterdrückt.

Ganz schön flott das System.
Durch die Explosionen aber sehr schwer vorherzusagen. Ggf. müsste man eingrenzen, welche Entitäten explodierende Würfel verwenden dürfen.

vlyrr:
ERGÄNZUNG

Noch schneller ginge es natürlich, wenn der Fluch nur eine Difficulty wäre.

Da ich noch nicht weiß, wie eine durchschnittliche Schwierigkeit aussieht, bleibt das noch offen.
Muss mir ersteinmal anschauen, welche Werterahmen ich genau hab'.

vlyrr:
Schema einer Probe (Talent)

Ich kann jetzt aufgrund des Beispiels schonmal ein Schema für Talent-Proben (Earthdawn) formulieren.

Circle + Attribute + 2d10 = x

Circle ist bei Earthdawn 1-15. Anstatt den "Rank" (also Rang des Talentes) zu nehmen, der dann gesteigert werden müsste, kann ich einfach den Charakter durch Zunahme des Stufenwertes besser machen. Bei Earthdawn steigen die Charaktere wohl nicht so schnell auf, daher ist ein Rahmen bis "15" akzeptabel.

Attribute wäre also entsprechend Splittermond im Rahmen von 0-9, wobei "2" durchschnittlich für einen Menschen ist.

Der Werterahmen wäre also: (1 bis 15) + (0 bis 9) + 2d10 = (3 bis 44) plus explodierende Würfel

Jetzt kann ich anhand dessen mal die Standardschwierigkeit herleiten:

Nehmen wir einen Startcharakter (Circle 1) mit durchschnittlichem Attribut (also 2). Er bringt eine (+3) mit.

Bei 2d10 ist der average bei "11". D.h. er würfelt im Durchschnitt eine "14".

Wenn nun unter Difficulty verstanden wird, dass die Probe eine Challenge darstellt (d.h. interessant und fordernd ist), würde ich sagen: Durchschnitt + 1. Ich komme also wie bei Splittermond auf eine Standardschwierigkeit von "15".

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