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[Kickstarter] Neomancer
Deep_Impact:
--- Zitat von: Caranthir am 23.01.2017 | 08:23 ---Wenn ich mir ein englisches Regelwerk kaufe, dann auch um mein Englisch zu verbessern. Da sollte wohl immer auch noch mal ein Muttersprachler drüberlesen.
--- Ende Zitat ---
Wenn das denn so einfach wäre. Übersetzen ist schon mal eine Kunst per se. Einen bereits geschriebenen englischen Text querzulesen bringt nichts. Auf der einen Seite erkennt man Fehler (Rechtschreibung, Orthographie), das ist hier aber nicht das eigentliche Problem. Auf der anderen Seite "fühlt" man, dass die Dynamik, also der der Sprache ganz eigene Satzbau, nicht stimmt. Das zu korrigieren erfordert in der Regel, dass man ganz Absätze zerlegt und rekonstruiert. Ein gigantischer Aufwand, den selbst große Verlage in der Regel scheuen.
Davon ab, glaube ich, dass viele die englische Regelwerke übersetzen nicht die Zeit bekommen, die das erfordern würde. Ich mach das teilweise in der Firma und dann dauern selbst kleine News mal eben eine Stunde, um das so zu formulieren, dass ein native Speaker nicht mehr (sofort) erkennt, dass das ein Deutscher geschrieben hat.
Achamanian:
--- Zitat von: Deep_Impact am 23.01.2017 | 08:30 ---Wenn das denn so einfach wäre.
--- Ende Zitat ---
Ja. Das sieht man ja auch an Übersetzungen ins Deutsche, die in aller Regel von Muttersprachlern lektoriert werden und trotzdem oft holpern wie nichts gutes. Es ist eine Sache, selbst flüssig zu sprechen und zu formulieren. Es ist etwas ganz anderes, Formulierungen sinnwahrend so umzustellen, dass sie nicht mehr holperig klingen.
Mr. Ohnesorge:
Das Beste wäre gewesen, wenn ein Muttersprachler direkt den englischen Text geschrieben hätte.
In der Kombination aus schlechtem Englisch und eher nicht so schicken Layout hat das Spiel einen schweren Stand, denn es konkurriert gegen andere Spiele, die auch Kohle haben wollen - und dafür mehr bieten.
Caranthir:
--- Zitat von: Deep_Impact am 23.01.2017 | 08:30 ---Wenn das denn so einfach wäre. Übersetzen ist schon mal eine Kunst per se. Einen bereits geschriebenen englischen Text querzulesen bringt nichts. Auf der einen Seite erkennt man Fehler (Rechtschreibung, Orthographie), das ist hier aber nicht das eigentliche Problem. Auf der anderen Seite "fühlt" man, dass die Dynamik, also der der Sprache ganz eigene Satzbau, nicht stimmt. Das zu korrigieren erfordert in der Regel, dass man ganz Absätze zerlegt und rekonstruiert. Ein gigantischer Aufwand, den selbst große Verlage in der Regel scheuen.
--- Ende Zitat ---
Natürlich steckt da eine Menge Arbeit drin. Macht man die nicht, hat man dann eben einen englischen Text mit deutscher Dynamik ;). Und so einen Text will ich dann nicht mehr lesen. Deshalb runzle ich ein wenig die Stirn, wenn Deutsche ein englisches Regelwerk schreiben. Englisch so weit zu können, dass man einen wissenschaftlichen Text schreiben und sich unterhalten kann, ist eine Sache. Einen Prosatext zu schreiben, bei dem es auf Stil und subtile Andeutungen ankommt , eine andere.
Deep_Impact:
Also wenn du einen ganz starken Magen hast, dann empfehle ich dir mal die deutsche Übersetzung von Travellers "Spinwärts-Marken" :D
Gibt es eigentlich schon einen "Übersetzungsblüten in deutschen Rollenspielen"-Tread? Ich hätte da sicher noch das eine oder andere, was über schöner Übersetzen hinausgeht.
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