Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Gibt es zu viele neue Systeme? Oder: Wer soll das alles spielen? (rant-ish)
Rhylthar:
--- Zitat ---Auf der anderen Seite liebe ich es in Setting-Bänden rumzublättern und davon dürfte es ruhig mehr geben.
--- Ende Zitat ---
System egal? Genre egal?
Da kann ich mich auch nicht wirklich beschweren... wtf?
Chiungalla:
--- Zitat von: Rhylthar am 1.02.2017 | 23:19 ---System egal? Genre egal?
--- Ende Zitat ---
Am liebsten schon zu Systemen die ich selber gerade bespiele oder die vom Genre her so ähnlich sind das man problemlos Sachen "leihen" kann. Aber ich möchte "davon dürfte es ruhig mehr geben" auch nicht als Beschwerde im Sinne von "davon gibt es zu wenig" verstanden wissen. Ist schon mehr als in Ordnung was es da so gibt.
Holothuroid:
--- Zitat von: Samael am 1.02.2017 | 22:30 ---Also mehr als ein paar Probesessions?
--- Ende Zitat ---
Ein paar Sitzungen zur Probe? Probe ist höchstens bei einem Paar Sitzungen. Danach ist es eine Kampagne. Und ab 10 Sitzungen ist sie lang.
--- Zitat von: Chiungalla am 1.02.2017 | 23:14 ---Und die einzige Lösung die das erfolgreich eindämmen würde, wenn sie sich auf dem Markt durchsetzen könnte (was ich nicht glaube) wäre wohl so eine Art Fair Trade Siegel das vernünftige Löhne für die Beteiligten Entwickler, Zeichner u.s.w. garantiert. Dann würden die ganzen Kleinauflagen plötzlich nämlich unwirtschaftlich und der Markt würde sich auf wenige große Systeme konzentrieren. Denn gerade die vielen Kleinsysteme sind ja vor allem deshalb möglich, weil niemand so wirklich viel damit verdient. Und das ist vielleicht dann letztendlich auch der Aspekt der mich an der derzeitigen Situation persönlich am meisten stört.
--- Ende Zitat ---
Wo ist das Problem, wenn den Leuten klar ist, dass sie kaum etwas damit verdienen werden? Ich mein, Fair-Trade-Siegel benutzen wir, bei Leuten, die sich nicht wehren können. Ob das eine effektive Methode oder Konsumentenberuhigung ist, sei mal dahingestellt. - Es müsste doch allen klar sein, dass das alles halbe Hobby-Projekte sind. Nochmal: Wo ist das Problem daran?
Der Läuterer:
Es gibt mittlerweile definitiv sehr, sehr viele Systeme. Es ist für jeden was dabei.
Was mich betrifft, so habe ich über die Jahre hinweg nur 5 Systeme wirklich länger bespielt und etwa ebensoviele angetestet. Das war's auch schon.
Ich glaube, dass man (eigentlich) jedes Regelwerk für jedes Setting nutzen könnte, wenn man das nur wollte. Es kommt fast immer nur auf die Vorlieben der Spieler an.
Was die Szenarien angeht, so muss ich sagen, dass man oft nur etwas adaptieren muss, um einen gewünschten Plot zu bekommen. Es gibt viele gute Szenarien, wieder einmal abhängig von den Geschmäckern, allerdings dann vielleicht für ein anderes System. Das Suchen macht etwas Arbeit. Man muss schon mal aus seiner Komfortzone rauskommen und über den Tellerrand schauen.
Crimson King:
Die meisten Spielleiter, die ich kenne, leiten entweder selbst geschriebene oder stark auf die Gruppe angepasste Abenteuer, und ich rede da nicht nur vom aktuellen Zustand, sondern auch von Cliquen, mit denen ich an früheren Wohnorten vor über 20 Jahren zusammen gespielt habe. Möglicherweise sind die alle nicht repräsentativ. Aufgrund der Heterogenität und der weitgehenden Diskjunktheit meiner Spielgruppen sowohl in Kaiserslautern als auch in FFM und jetzt in Düsseldorf würde mich das aber überraschen.
Ich habe, wenn ich mich recht entsinne, folgende Fertigabenteuer/Kampagnen weitgehend by the book gespielt: We be Goblins, Serpent's Skull Teil 1, The Last Days of Anglekite, Seekers of the Ashen Crown, ein DnD 4-Einstiegsabenteuer, drei DnD 4 Living Forgotten Realms Abenteuer, irgendein Dragonlance-Modul. Das ist in ca. 30 Jahren eher wenig. Geleitet habe ich das Startabenteuer aus der Red Box anno 1988, sonst nix.
Tatsächlich glaube ich, dass gute Abenteuer, die viele Anknüpfungspunkte und Hilfen bieten, um sie an individuelle Bedürfnisse anzupassen, bzw. die originell genug sind, um zumindest als Ideensteinbrüche zu dienen, ihr Geld allemal wert sind. Solche Abenteuer gibt es aber auch nicht allzu oft. Viele Kaufabenteuer sind maximal uninspirierte Handlungsschläuche.
Dass es zu viele Systeme gibt, sehe ich auch nur bedingt. Ich persönlich sehe den Mehrwert nicht, aber wenn sich genügend Leute finden, die ein bestimmtes System oder Setting spielen wollen, dann hat es offensichtlich seine Berechtigung.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln