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OSR Smalltalk

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Skaeg:

--- Zitat von: flaschengeist am  7.01.2026 | 08:04 ---Du kannst dich z.B. mal damit beschäftigen, wie die Delta Force ihren Einsatz in Caracas geprobt hat
--- Ende Zitat ---
Wenn ich mich zur Ablenkung mit einem so unkontroversen und angenehmen Thema wie den Details von internationalen Amokläufen beschäftigen will, vielleicht.

Chancen stehen schlecht.

Weder modernes Militär (Btw: Hamse überhaupt jedient?) noch Gehirnchirurgie sind allerdings das, was im Allgemeinen mit W20-Angriffswürfen bei Spielen der D&D-Familie dargestellt wird.
Und für das Hauen und Stechen rede zumindest ich hier ja nicht von den haarsträubenden Slapstick-Patzern a la "auf einer unsichtbaren Schildkröte ausgerutscht und Genick gebrochen", sondern eben vom Zerbrechen und Fallenlassen von Waffen. Seltener kann vielleicht auch mal sowas wie "Freund getroffen" vorkommen, aber das ist auch schon sehr situativ.

flaschengeist:

--- Zitat von: Skaeg am  7.01.2026 | 09:34 ---Seltener kann vielleicht auch mal sowas wie "Freund getroffen" vorkommen, aber das ist auch schon sehr situativ.

--- Ende Zitat ---

Finde auch, dass derartige Effekte wenn überhaupt sehr selten sein sollten. Und die von dir angesprochenen Slapstick-Patzer brechen meine Immersion komplett. Und zwar ganz besonders, wenn die Charaktere sonst nahezu Superhelden-Niveau haben.

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)In DuoDecem gibt es nur folgende Effekte, wenn du einen kritischen Misserfolg im Nahkampf hinlegst (und die Chance hierfür hängt ausschließlich vom Kompetenzgefälle zwischen dir und dem Gegner ab): 1. (Gelegenheits-)Angriff des Gegners 2. nächste einfache Aktion (z.B. Bewegung) verlieren 3. zu Boden gehen 4. Waffe/Schild wird beschädigt 5. Waffe/Schild verlieren.

Zed:

--- Zitat von: flaschengeist am  6.01.2026 | 17:52 ---Finde ich gut, eine 5% Chance zu patzen ist nämlich eines echten Experten (z.B. einem Operateur in der OP) ziemlich unwürdig.

--- Ende Zitat ---

Da schließe ich mich an. Von der Seite her gehe ich auch mit der Auffassung konform, dass eine natürliche 1 kein Patzer sein sollte. In klassischen DnDs hat ein hochstufiger Kämpfer ja mehrere Angriffe pro Runde, und durch "Natürliche 1 = Patzer" würde sich ja widersinnigerweise für hochstufige Kämpfende das Risiko auf Patzer erhöhen.

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Eine gewürfelte 20 gilt (ohne weitere Sondereffekte) wie eine gewürfelte 30. Eine gewürfelte 1 gilt (ohne Patzereffekte) wie eine gewürfelte -10.

Dadurch ist eine Nat 20 zumeist ein Treffer und eine Nat 1 zumeist nicht. - mehr nicht.

Sondereffekte gibt es auf zwei Wegen:

Entweder treten durch vorherige Ansagen Effekte in Kraft ("Ich versuche einen Kopftreffer." -> Zwar habe ich dann einen Abzug von -2 auf Angriff, aber auch einen Sondereffekt "Benommenheit", wenn ich treffe)

Oder bei natürlichen Würfelwürfen zwischen 2 und 19, bei denen automatisch kleinere Effekte eintreten. Ziel ist, dass möglichst bei jedem Würfelwurf (sogar bei verfehlten Angriffswürfen) etwas passieren soll, und sei es etwas kleines. Z.B. liegt auf der "Natürlichen 3" der Effekt "Wegducken", der einen kurzzeitigen Bonus auf die Rüstungsklasse von 1 gibt. Wahrscheinlich hast Du mit der 3 verfehlt, aber Du hast Dich immerhin weggeduckt.

Feature der Kampfklasse ist, dass sie mit steigenden Stufen zusätzliche, stärkere Effekte an die natürlichen Würfelergebnisse andockt, zb einen zweiten Angriff, einen Nachschlag. Der kann zB sowohl interessant sein, wenn man eine Natürliche 2 würfelt, als auch, wenn man eine 19 gewürfelt hat.

Skaeg:

--- Zitat von: Zed am  7.01.2026 | 12:13 ---Da schließe ich mich an. Von der Seite her gehe ich auch mit der Auffassung konform, dass eine natürliche 1 kein Patzer sein sollte. In klassischen DnDs hat ein hochstufiger Kämpfer ja mehrere Angriffe pro Runde, und durch "Natürliche 1 = Patzer" würde sich ja widersinnigerweise für hochstufige Kämpfende das Risiko auf Patzer erhöhen.
--- Ende Zitat ---
Wenn die meisten Patzer auf "Waffe bzw. Schild zerstört" hinauslaufen, finde ich es nicht so widersinnig. Die Gegenstände sind ja nicht hochstufiger, und wer sie mehr benutzt (und benutzen kann), macht sie auch schneller kaputt. 

An sich ist es aber natürlich ein guter Punkt. Rein rechnerisch steigt die Wahrscheinlichkeit dann vermutlich pro KR auch mit Save vs. Fumble noch.

Vinter:
Meiner Erfahrung nach machen kritische Treffer am Spieltisch Spaß bzw. bringen ein Element der Unberechenbarkeit, der Spannung ins Spiel. Allerdings schwingt das Pendel des kritischen Treffers bekanntlich in beide Richtungen. Das wird halt von Spielern gerne mal ausgeblendet.
Interessanterweise sind Patzer hingegen eher unbeliebt. Das liegt zum einen an der schon diskutierten Störung der Immersion. Zum anderen sollten Regeln von Patzern Varianzen aufweisen, um eben diese Störung der Immersion weitgehend zu vermeiden.  Insofern ist eine komplexere Regelmechanik als beim kritischen Treffer notwendig.
Für mich persönlich ist das unsexy, deshalb verzichte ich weitgehend auf Patzer in meinen Runden. Was heißt aber "weitgehend"? Patzer kommen bei mir dann zum Tragen, wenn es auch innerhalb der Spielwelt Sinn macht oder eine logische Konsequenz ist. Wenn das Schwert aus minderwertigem Stahl gefertigt ist, bricht es bei einer "1", oder der magische Bogen, der Feuerpfeile verschießt, verbrennt die Hände des Schützen bei einem Würfelpatzer oder die Verwendung eines ungeeigneten bzw. ungewohnten Gegenstandes im Kampf hat dann nachteilige Auswirkungen für den Anwender.
Der Patzer ist in meinen Runden also immer mit einem bestimmten Kontext verbunden. Das macht ihn dann besonders und stört auch nicht die Immersion.   

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