Das Tanelorn spielt > [Cthulhu] Spawn of Azathoth

[SoA] Smalltalk

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Joran:
@Läuterer:
Dann hast Du die Rolle des aufmüpfigen Spätpubertierers? .... Hätte können ... sicherlich. Hätte, könnte, würde ... ein Leben im Konjunktiv. Außerdem wusst ich nicht, dass Du PULP als Leitlinie sooo auslegst.

Anton hat sein Bestes gegeben ... er kann nichts dafür, wenn das nicht viel ist! Die anderen wissen damit jetzt, woran sie sind, falls sie jemals auf den Gedanken kommen sollten, ihre SCs meinem Würfelglück auszuliefern! Ab jetzt kann ich immer sagen: Ihr habt es doch vorher gewusst!   :)

Spaß beiseite: Ich warte jetzt erst einmal, was weiter geschieht, bevor ich wiede etwas zu Anton schreibe.

@Puklat:
Ja, ich habe meinen Pax Cthulhiana-Band noch bekommen ... mit ewig langer Postlaufzeit, aber angesichts einer unvollständigen Adresse sowohl hinsichtlich Straße als auch hinsichtlich Stadt (jeweils Abbruch der Zeile ab dem ersten Umlaut) ist das der Post wohl nicht vorwerfbar.

Hereingesehen habe ich bisher nur oberflächlich. Was ich gelesen habe, gefällt mir. (Wie bei jedem Szenario will man immer etwas ändern/ergänzen/anpassen. Das ist normal.) Ich könnte mir gut vorstellen, das zu spielen, zumal es ja losgelöst von einem Regelwerk möglich ist. Ich könnte mir auch vorstellen, dass sich ein paar Bekannte dafür interessieren könnten (wegen der auftauchenden NSCs), nur müsste ich mich vorher ein wenig mit Hintergrundwissen zu diesen Personen rüsten, weil ich mich da in einer unterlegenen Position sehe.

Lektüre von "Auf den Inseln"? Ich dachte, Du hättest die Kampagne schon geleitet? Oder seid ihr noch mitten drin?

Puklat:
Nee, auf den Inseln haben wir mit dem Prolog begonnen und standen dann nach zwei Spielabenden direkt vor der Abreise nach Borkum. Dan wollte ich die Zeit nutzen um das Abenteuer inkl. der Erweiterungsteile vorzubereiten. Das war aber schon so überwältigend, dass ich es gelassen habe. Ich fing damit an und dann waren dort so viele Termine und zeitliche Zusammenhänge drin, dass ich mir erstmal einen Terminplaner hätte nehmen müssen, das alles strukturieren müssen und dann schauen müssen wie das alles passt. Außerdem wäre das für die Charaktere ein wenig sehr holprig gewesen. Die waren schon recht schwer dazu zu bewegen überhaupt die geschenkte Fahrt nach Borkum anzunehmen.

Der Aufwand war mir dann zu viel dafür, dass ich vermutlich eh nicht zum Spielen gekommen wäre, da die Motivation (ob der Entfernung und vielleicht auch ob der Charaktermotivation) eher gering war. Sicherlich, hätte ich das forcieren können. Aber dann die wenigen und eher kurzen Tage an denen wir uns dann mal am gleichen Ort aufhalten mit einem Rollenspiel zu belegen, das ist dann auch schwer. Insbesondere wenn dann immer ein weiterer gemeinsamer, nicht-Rollenspieler-Freund außen vor wäre. Da sind Brettspiele vereinender.

Also ich bin noch nicht vollständig abgeneigt. Aber wenn dann müsste ich mich hinsetzen und das in Tabellenform alles klar aufschlüsseln wann was passieren sollte. So wie es da steht ist es zwar nett, aber zu viel Sandkasten zum selber bauen und rumspielen, als dass es für mich schnell auffindbar wäre. Und wenn ich unsicher oder schlecht vorbereitet bin, bin ich ein noch schlechterer Spielleiter. ;)
Wie gesagt, dann müsste es aber auch eine Gruppe geben, die mitspielen will. Das ist bisher nicht so recht gegeben :(

Joran:
Oh ja ... das Problem, genug Spieler gleichzeitig für das gleiche Spiel zu motivieren, kenne ich ja leider auch sehr gut. Vor allem kann ich mich nicht darauf verlassen, dass etwas - wenn ich es vorbereitet habe - dann auch tatsächlich gespielt und dankbar angenommen wird. Darum sinkt meist von Anfang an meine Motivation, Energie in etwas zu stecken, dessen Realisierung dann fraglich ist. Die Abneigung meiner Standard-Runde, sich einmal mit neuen Regeln etc. vertraut zu machen oder auch nur ein neues Spiel auszuprobieren, ist gefühlt mit dem Alter der Freunde und der Anzahl der Frauen in der Spielrunde gewachsen. Die Interessen klaffen zwischen den Geschlechtern leider weit auseinander (Spiele, bei denen man sich gegenseitig ärgert, wie Munchkin etc. kommen sehr unterschiedlich an). Nur eine der Frauen in meiner derzeitigen Spielrunde hat überhaupt schon Rollenspiele gespielt. Ein Teil der Gruppe ist zudem stark auf Fantasy fixiert. Es ist schwer ... ganz besonders wenn ich dort Rollenspiel angeboten habe. Ich nehme mir immer vor, das wiederzubeleben, scheitere damit aktuell aber an ähnlichen Motivationshürden wie Du.

Ein aktuelles Beispiel: Letztes WE haben wir erstmals gemeinsam das aktuelle "Eldorado" gespielt. Das Pärchen, dem wir es geschenkt haben, hatte es im Urlaub schon einmal getestet und nicht gemocht. Als wir es dann spielen wollten und ich ein paar Verständnisfragen gestellt habe, kam heraus, dass sie die Regeln garnicht richtig gelesen und infolgedessen viele Fehler gemacht haben, die den Spielfluss massiv störten und das Gleichgewicht aus den Angeln hoben. M.E. drängte sich das auch sofort auf (daher meine Fragen und Hinweise). Am WE lief Eldorado dann prima und hat allen (auch den beiden) Spaß gemacht.  ::)  Sowas deprimiert mich dann immer ein wenig, auch und gerade weil ich selbst auch nicht gerne Regeln lese. Wenn ich ein Spiel mit umfangreicherer Anleitung neu habe und mitbringe, lese ich mich trotzdem immer vorher gründlich ein, so dass ich den anderen den Ablauf möglichst schnell erklären kann. Da bin ich leider der einzige von uns. Aber wie gesagt, ob wir es dann spielen oder es in den ersten Minuten bereits auf Ablehnung stößt, bevor man es überhaupt richtig getestet hat, steht selbst dann noch auf einem anderen Blatt ... Seufz!

Aber genug geklagt.

Puklat:
Naja, man muss es positiv sehen:
immer hin haben wir beide noch eine Brettspielrunde. Das ist mehr als ich vor 5 bis 10 Jahren noch zu hoffen gewagt hätte. Als sich so langsam die Rollenspieler in alle Winde verstreuten und nun das "Kinderkriegen" los ging, da habe ich jeden Moment damit gerechnet, dass es keine Brettspielrunden mehr gibt und ich auf meine deutlich jüngeren Halbgeschwister als Spielpartner angewiesen bin. Aber damals war dann jedes mal Looping Louie auch nicht mehr so cool. ;)

Jetzt habe ich eine Frau, die gerne Spiele spielt, eine Schwiegerfamilie, die z.T. auch gerne komplizierte (umfangreiche) Spiele spielt. Und meine entfernt lebenden Schulfreunde sind auch für Brettspiele fast jeder Art zu haben. Dazu kommen 1,5 regelmäßige Brettspielrunden hier in der Gegend. Das ist gut. Nur die Rollenspielrunde spielt nun ohne mich. Und eine neue Runde ist schwer zu finden und noch schwerer zu gründen. ;)
Aber vielleicht... dann mit 40, da werde ich dann vielleicht wieder spielen. :D

Aber wie gesagt: immer hin haben wir noch Brettspielrunden! :)

Joran:
Nun, ich könnte schon Rollenspielen. Nur die Bedingungen, unter denen das derzeit ginge, gefallen mir nicht.

Ich müsste dafür kompromissbereiter sein:
1) Wechsel auf die Spielerseite bei seichten Abenteuern
2) sporadische One-Shots mit meiner derzeitigen Spielerunde, was denen als Abwechselung durchaus gefallen könnte (wenn sie sich erst einmal darauf einlassen),
3) mit meinen Kindern spielen, was mich (noch) in meiner Bosheit beschneidet
Aber ich bin ein fieser langzeit SL, liebe Kampagnen, möglichst intensiv ausgearbeitete Charaktere mit sozialen Geflechten und herausfordernde Abenteuer. Das ist es, was ich gegenwärtig vermisse.

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