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Welches Regelwerk für 3D-Dungeoncrawl?
Hellcat:
Seit längerem gehe ich mit dem Gedanken schwanger, mir einen modularen 3D-Dungeon zuzulegen, der aber nicht nur im Regal rumstehen, sondern auch bespielt werden soll. Allerdings stehe ich jetzt vor dem Problem, welches Regelwerk ich dafür nutze - daher würde ich gerne auf das Schwarmwissen zurückgreifen. Wenn am Ende dabei rumkommt, dass statt "klassischer" Rollenspielregeln besser ein Tabletop- oder Brettspielregelwerk geeignet ist, auch gut (Von daher hoffe ich, dass das Thema in diesem Unterforum richtig aufgehoben ist... ).
Folgende Anforderungen habe ich an ein entsprechendes Regelwerk (sind allerdings nicht in Stein gemeisselt, wenn ein System in weiten Teilen passt mache ich da gerne Kompromisse):
* Regeln für das Spielen mit Bodenplänen
* KISS (Keep it simple stupid) - ich möchte nicht seitenweise Tabellen wälzen und auswändig lernen müssen
* Skalierbar - das System sollte einen einfachen Einstieg ermöglichen, aber bei Bedarf dürfen auch gerne entsprechend komplexere Regeln vorhanden sein, wenn man erstmal mir den Regeln firm ist
* Es sollten sowohl kurze Spiele (Dauer 30 bis 60 Minuten) als auch abendfüllende Crawls (ggf. auch in Form einer Kampagne) möglich sein
* Ich möchte nicht Stunden mit einer Charaktererstellung zubringen wenn Bedarf an neuen Helden besteht. Der Bau neuer Charaktere sollte also zügig von der Hand gehen
* Idealer Weise eignet es sich sowohl für das klassische "Helden gegen Overlord"-Spiel als auch für Solo-Spiele (wahrscheinlich dürfte das der größte Knackpunkt sein, deswegen wäre der Punkt für mich auch kein "must have")
Bevor jetzt die Frage kommt, wieso ich mir bei den Anforderungen keine Regeln selber schreibe: Zeit ist bei mir derzeit ein rares Gut, ein eigenes Regelwerk zu entwerfen, aufzuschreiben und zu testen kriege ich im Moment nicht auf die Reihe... Von daher sollte es schon etwas sein, was man einfach so Out-of-the-Box ohne größere Anpassungen verwenden kann.
Frage an euch also: Welches System passt zu meinen Anforderungen (bzw. wenn welche Anforderungen nicht oder nur teilweise abgedeckt werden, welche sind das)?
Rorschachhamster:
OSR-Systeme sind meistens schlank, und haben einfache Regeln, sind aber nach oben Skalierbar was komplexität angeht: Mentzer gegen AD&D 2e. Außerdem: Dungeoncrawl ist in den Regeln verankert. Viele Systeme für lau und unendlich viele Materialien und Ansätze im Netz. Ist aber auch ein Nachteil, Entscheidung und Übersicht... Sowas wie B/X oder Labyrinth Lord Basic ist aber nicht sehr komplex. Allerdings Improvisationstalent seitens des Leiters gefordert. Und keine Hochglanzfarbbücher auf dem deutschen Markt für Spieler... ;) Kästchenzählen wird aber nicht explizit unterstützt.
FAGE, wenn es etwas moderner sein darf, weil Stunts mit eingebauter Kästchenmechanik. Trotzdem relativ schlank. Allerdings eher wenig Material. Zu wenig, möchte ich fast behaupten... :)
Visionär:
Ich habe mit D&D5 für genau diese Art von Spiel sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Regeln sind einfach, modern, flüssig und skalierbar (Feats sind z.B. optional). Battlemap kann ein integraler Bestandteil des Spiels sein. Aus meiner Sicht kann man damit auch nicht nur Kampagnen spielen sondern auch einzelne Encounter (30 - 60 min).
Die Basisregeln sind auch kostenlos online auf der WoTC-Homepage verfügbar.
Ich persönlich benutze die Tiles von Dwarvenforge, Dungeon Dressing von DwarvenForge, Reaper, Thomarllion und Miniaturen von Reaper, WizKids, Games Workshop und otherworld miniatures.
skorn:
D&D 4th (bis auf Solo und schneller Charaktererstellung)
Brettspiele:
Gloomhaven
Myth
Visionär:
--- Zitat von: skorn am 7.09.2017 | 11:40 ---D&D 4th (bis auf Solo und schneller Charaktererstellung)
--- Ende Zitat ---
Finde ich auch gut, aber ist meiner Meinung nach (wie du schon richtig schreibst) komplexer bei der Charaktererstellung. Die Regeln sind auch einen Ticken komplizierter als bei D&D5.
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