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FFG kündigt das Legend of the Five Rings RPG an

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Undwiederda:
Ich denke man sollte bei L5R vorher (jedenfalls bei einer Kampagne) eine gute Session 0 einlegen um halt zu definieren, wie krass man das machen möchte.
Man kann es finde ich mit dem rituellen Selbstmord auch übertreiben und es geht ja nur das man es recht japanisch hält aber wie sehr kann man ja für die Gruppe definieren.

aikar:

--- Zitat von: Runenstahl am 18.10.2021 | 07:18 ---Das ist natürlich Geschmackssache. Das was du beschreibst macht halt tatsächlich schon große Teile des Settings aus.
--- Ende Zitat ---
Ich muss auch sagen, mich interessiert L5R genau wegen dieser Konflikte.
Wenn ich primär heroisch Monster und Schurken bekämpfen will, spiele ich D&D (Was nicht abwertend gemeint ist, ich liebe D&D(5)).

Aber natürlich muss es irgendeinen Weg geben, zu manövrieren und auch Siege einzufahren und nicht nur frustrierend sein. Das liegt dann aber bei der SL. Und Seppoku sollte trotz allen Cliches der krasse Extremfall sein und nicht am Fließband passieren (Muss ja meines Wissens auch argumentiert und von höherer Stelle genehmigt werden, "ordnungsgemäßer" Seppoku ist keine vollständig freie Entscheidung).

Aber klar, es ist eine andere Art von RP und nicht jedermann/frau Sache. Und wenn bei dir durch diese Runde verbrannte Erde herrscht ist das bedauerlich, aber ist halt so. Manchmal kann eine einzige Runde das Interesse an einem System nachhaltig zerstören und dann ist es schwierig, das wieder hin zu biegen.
Meine Frau krieg ich z.B. auch nicht mehr zu der Sprawl, weil in einer Probe-Runde für sie gefühlt alles schief gelaufen und ständig weiter eskaliert ist, was ihr nicht gepasst hat und sie jetzt 7-9 nicht als "Ja, aber" sondern als "Du kommst irgendwie weiter, aber eigentlich hast du versagt" interpretiert.  Ich weiß bis heute nicht, was (bzw. ob) ich als SL bei der Runde falsch gemacht habe (Dungeon World und Mythos World sind kein Problem und die verwenden prinzipiell das selbe System).
Und natürlich besteht auch die Option, dass es halt wirklich grundlegend einfach nicht deins ist und auch das ist ok.

Sashael:
Ich hab halt schon öfter von Fans des Settings die Frage gehört "Warum spielt das denn (fast) niemand?"

Daher ein kleiner anekdotenhafter Einwurf, was mir persönlich das Setting verleidet. ;)

Infernal Teddy:
Ich frage mich bei solchen Berichten ob jeder den Textkasten überlesen hat mit dem Titel "Rokugan ist nicht Japan"...

klatschi:

--- Zitat von: Sashael am 17.10.2021 | 23:51 ---Wie gesagt, der SL hat das auch auf 10 gedreht und da durften wir als Staatsbeamte den Mord an einer Nichte des Kaisers nicht untersuchen, weil der (vorabenteuerlich) bereits als Suizid festgelegt wurde und unsere Ermittlungen die Weisheit der höhergestellten Beamten und die Integrität der kaiserlichen Familie in Frage gestellt und damit die Ehre befleckt hätten.
Als sich dann auch noch jeder halbwegs ernst zu nehmende Zeuge lieber ehrenvoll seppuko-isiert hat, statt sich der Frage nach der "Ehre" von nem Psycho-Samurai zu stellen, hatte ich schon keinen Bock mehr.

Nachdem mir andere noch von so spannenden Sachen erzählten wie "Wir wissen, dass dieses Geschenk verflucht ist, aber wenn wir es nicht annehmen, beleidigen wir die Ehre des Schenkenden öffentlich und könnten auch gleich vor Ort Seppuko begehen", war es das dann endgültig.

Nur die theoretische "Möglichkeit", mich settingbedingt mit solchem Schwachsinn vielleicht(!) auseinandersetzen zu müssen, nimmt mir die Lust.

Ich finde auch Filme, die dieses Thema behandeln, sehr anstrengend und mag diese nicht.
Natürlich kann man das auch anders spielen, aber meine persönliche Motivation ist da eher gering.

Und da ich bei D&D im Laufe der letzten 20 Jahre festgestellt habe, dass Lawful Good zu den am wenigsten beliebten Gesinnungen gehört, kann ich mir auch vorstellen, dass dieser Aspekt der japanischen Kultur auch andere ausreichend abschreckt.

--- Ende Zitat ---

Ich kann das vollkommen nachvollziehen, das klingt wirklich, als würden euch als Spieler die Handlungsmöglichkeiten zu sehr eingeschränkt sein. Das spannende am System ist ja einerseits, wie man eine Person in diesem rigiden System verkörpert und andererseits wie sehr man Bushido biegen kann, bevor er bricht ;-)

Euer GM hat euch - zumindest nach meiner Wahrnehmung - eine ziemlich unlösbare und übertriebene Aufgabe gestellt: Es ist halt der Mord an der Nichte des Kaisers und nicht eines Daimyos; entsprechend gehe ich sogar, wenn ich das Setting anschaue, davon aus, dass in world vieles so passieren könnte (nicht muss), wie es bei euch gelaufen ist. Als GM würde ich eher einen Fall nehmen, der weiter unten in der Himmlischen Ordnung steht, um den Spielern mehr Handlungsoptionen zu geben.

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