Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Systemwahl für eine große Ersti-Runde
Crimson King:
Ein System sollte für den Einstieg klar und einfach sein. Darüber hinaus halte ich es für wichtig, dass das Setting gut greifbar ist und wenig Spezialwissen erfordert. TOR und Star Wars haben den gravierenden Vorteil, dass jeder das Setting kennt und durch die Filme auch starke bildhafte Assoziationen hat. Wenn dir SW zu stressig ist, weiche ggf. auf das alte w6 aus, das ja auch sehr einsteigerfreundlich ist.
Ich selbst würde für Einsteiger jedenfalls immer auf solche Aspekte achten. Bei mir wäre wohl PDQ# mit entweder Star Wars oder Fluch der Karibik angesagt. Ich hatte aber auch schon mit Savage Worlds gute Erfahrungen gemacht, und DnD 5 oder 13th Age dürften auch gut funktionieren, im Fall von 13th Age allerdings mit vorgefertigten Charakteren. Als Abenteuer würde ich eigentlich immer etwas spezifisch für diesen Zweck selbst Geschriebenes verwenden oder bestehende Module ausschlachten.
--- Zitat von: Ucalegon am 15.10.2017 | 17:06 ---Nun, da gilt für mich das Gegenteil, sei es auf Cons, auf Vereinstreffen oder wie hier mit Neulingen: Ich verkaufe nicht mich, sondern das Rollenspiel, das gespielt wird
--- Ende Zitat ---
Grundsätzlich verkaufst du das Hobby. Ein Verkäufer ist aber in jedem Fall gut dran, wenn er weiß, wovon er spricht.
trendyhanky:
--- Zitat ---Ich verkaufe nicht mich, sondern das Rollenspiel, das gespielt wird -
--- Ende Zitat ---
Achso, okey. Hatte deinen Eingangspost so verstanden dass du Erstis an RPG generell heranführen willst und nicht an ein spezifisches System
Ucalegon:
--- Zitat von: hanky-panky am 15.10.2017 | 17:17 ---Achso, okey. Hatte deinen Eingangspost so verstanden dass du Erstis an RPG generell heranführen willst und nicht an ein spezifisches System
--- Ende Zitat ---
"RPG generell" gibt es nicht. Außer als Vortrag oder so.
Selganor [n/a]:
--- Zitat von: hanky-panky am 15.10.2017 | 17:17 ---Achso, okey. Hatte deinen Eingangspost so verstanden dass du Erstis an RPG generell heranführen willst und nicht an ein spezifisches System
--- Ende Zitat ---
Sollte wohl schon erstmal eine generelle Einfuehrung ins Rollenspiel hier in der Runde sein, aber wenn er das System so "runterbricht" damit es fuer Anfaenger auch leicht zu verarbeiten ist haben die spaetestens dann ein Problem wenn sie, weil die Einfuehrungsrunde ja so "leicht" war, auf die Idee kommen sich das System zu kaufen und dann auf einmal feststellen, dass es doch viel aufwaendiger ist und sie ohne Ucalegon das gar nicht spielen koennen/wollen.
Ist zwar eine nette Idee eine neue Runde die man leiten will zu kriegen, aber das ist ja wohl nicht seine Intention. Eher eine Einstiegshilfe bieten fuer Leute die man was von Rollenspiel gehoert haben aber noch nie gespielt haben und mal wissen wollen wie das so ist.
Und da ist weniger oft mehr...
Der Nârr:
Beyond the Wall, D&D 5 Basic, Savage Worlds Schnellstarter, aber diese neuen Fantasy-Abenteuer, nicht Eye of Kilquato.
Begründung:
Allgemein würde ich ein Rollenspiel nehmen wollen, bei dem ich bei so vielen Spielern wenig Verwaltungsaufwand habe und auch im Kampf den Überblick behalten kann - bzw. überhaupt vernünftig einen Kampf einbringen kann. Das ist für mich bei den genannten der Fall. Außerdem geht in allen die Charaktererschaffung sehr schnell, wenn man eine möchte.
Außerdem braucht es nichts besonderes oder ausgefallenes, ferner halte ich es für völlig irrelevant, ein Lizenzsetting zu nehmen. Passender fände ich eher ein allgemein-vertrautes Setting, also eher z.B. ein Robin-Hood-Szenario. Da muss man sich nicht konkret auf einen Film beziehen und die Spieler werden trotzdem wissen, wie es da ausschaut. (Generell habe ich gute Erfahrung mit Robin Hood gemacht, da das Setting unheimlich schnell klar ist und man mit zwei, drei Sätzen mitten in einem Abenteuer sein kann.)
Beyond the Wall ist besonders leicht zu verwalten und dadurch, dass die Spieler ihr eigenes Setting entwerfen, kann man sich auch lange Setting-Erklärungen und Einführungen ersparen, da die Spieler das ja schon besorgen :). Außerdem ist die Charaktererschaffung durch die Playbooks nahezu selbsterklärend, was ein enormes Plus ist.
D&D 5 Basic ist halt wie BtW, nur mit mechanischerer Charaktererschaffung (dadurch aber evlt. schneller), die Verwaltung im Kampf ist einfach, das System sehr leicht zu erfassen.
Savage Worlds ist komplexer und die Spieler werden viele Zusammenhänge nicht sofort erfassen, aber hier hätte man noch ein skill- und Vorteilsbasiertes Spiel, in dem man die Charaktere recht frei erschaffen kann. Das stellt natürlich stärkere Ansprüche, aber manche Spieler werden es mögen, so frei überlegen zu können, was sie spielen wollen. Die Grundregeln sind aber recht zügig erklärt. An Savage Worlds fände ich bequem, dass die Schnellstarter direkt mit passenden Abenteuern dazu kommen und ich mir da keinen Kopf drum machen muss.
Bei weniger Spielern würde ich statt D&D 5 oder Savage Worlds eher Arcane Codex nehmen, weil ich mit dem System besser klar komme, aber bei so vielen wird es mir denke ich zu mühselig. Außerdme müsste man die Charaktererschaffung für die Spieler ein wenig vereinfachen, da die langen Listen aus denen man auswählen kann/muss natürlich erstmal sehr zäh sind, optimal wären hier evtl. vorgegebene Charaktere oder Templates, die man nur noch anpasst.
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