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Herr der Ringe - Die Serie - Die Ringe der Macht

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Zed:

--- Zitat von: Loduanor am 11.09.2022 | 18:16 ---Das hat sich später im Zuge der Sklaverei und Kolonialisierung ja bekanntermaßen traurigerweise geändert, aber selbst im 18. Jahrhundert waren PoCs so ungewöhnlich, dass sie an Höfen vorgeführt wurden.

--- Ende Zitat ---
Hier mal eine Geschichte eines Mannes aus Zentralafrika, der im 17. Jhd als Trompeter im provinziellen Plön lebte, heiratete und starb.

caranfang:
Tolkiens Werk basiert eher auf dem Frühmittelelter der Völkerwanderung als auf dem Spätmittelalter. Aber Loduanors Aussagen treffen dort ebenfalls noch zu. Die einzigen PoCs, die man vielleicht kannte, waren die Hunnen, die Proto-Bulgaren und die anderen Steppenvölker, die über die eurasische Steppe nach Europa kamen. Schwarzafrikaner waren damals sehr selten, so selten, dass man im 12. Jahrhundert nicht wusste, wie das Kind eines Schwarzen und eines Weißen aussieht. Feirefiz aus Wolfram von Eschenbachs Parzival ist gescheckt wie eine Kuh.

Chaos:

--- Zitat von: caranfang am 11.09.2022 | 18:54 ---Tolkiens Werk basiert eher auf dem Frühmittelelter der Völkerwanderung als auf dem Spätmittelalter. Aber Loduanors Aussagen treffen dort ebenfalls noch zu. Die einzigen PoCs, die man vielleicht kannte, waren die Hunnen, die Proto-Bulgaren und die anderen Steppenvölker, die über die eurasische Steppe nach Europa kamen. Schwarzafrikaner waren damals sehr selten, so selten, dass man im 12. Jahrhundert nicht wusste, wie das Kind eines Schwarzen und eines Weißen aussieht. Feirefiz aus Wolfram von Eschenbachs Parzival ist gescheckt wie eine Kuh.

--- Ende Zitat ---

Sagen wir mal lieber, man hatte im 12. Jahrhundert vergessen, nicht, dass man nicht wusste. Im Römischen Reich waren numidische Hilfstruppen im Grunde überall stationiert, man wusste damals also, wie sie aussehen, und ganz sicher auch, wie Mischlinge aussehen (das waren Soldaten, keine Mönche...). Zumindest bis zu dem Punkt, als die islamischen Eroberungszüge den Handel zwischen Nordafrika und Europa weitgehend zum Erliegen brachten, sollte zumindest jeder, der in einer Hafenstadt wohnt, schonmal selbst einen Afrikaner gesehen haben.

caranfang:

--- Zitat von: Chaos am 11.09.2022 | 19:09 ---Sagen wir mal lieber, man hatte im 12. Jahrhundert vergessen, nicht, dass man nicht wusste. Im Römischen Reich waren numidische Hilfstruppen im Grunde überall stationiert, man wusste damals also, wie sie aussehen, und ganz sicher auch, wie Mischlinge aussehen (das waren Soldaten, keine Mönche...). Zumindest bis zu dem Punkt, als die islamischen Eroberungszüge den Handel zwischen Nordafrika und Europa weitgehend zum Erliegen brachten, sollte zumindest jeder, der in einer Hafenstadt wohnt, schonmal selbst einen Afrikaner gesehen haben.

--- Ende Zitat ---
Du machst da einen typischen Fehler, der heute leider sehr weit verbreitet ist. Numidier sind keine Schwarzafrikaner! Sie sind Berber, und Berber würde ich jetzt nicht zu den PoC zählen. Ich habe explizit von Schwarzafrikaner gesprochen, also von Völkern südlich der Sahara. Angehörige dieser Völker waren schon in römischer Zeit selten, weil ihre Siedlungsgebiete nie Teil des Römischen Reiches waren. Es gab zwar Sklaven aus Westafrika und Händler und Söldner aus Nubien, aber sie waren selten. Und es waren schon die verschiedenen Krisen der Spätantike, die den Trans-Sahara-Handel zum erliegen brachten. Damals gingen schon viele Handleskontakte verloren und es gab hauptsächlich Migration von Europa und später Arabien nach Nordafrika und nicht von Nordafrika noch Europa.

Loduanor:
@Chaos @Carafang
Danke für die Infos, das römische Reich ist sicher ein gutes Beispiel für die Diversität die weltweite Reiche (oder heute die Globalisierung) natürlich hervorbringt, und dass Wissen auch wieder verloren gehen kann. Im 17./18. Jahrhundert gab es diesen (bis zum heutigen Tag anhaltenden) Trend ja auch wieder durch die stabilen globalen Handelsrouten - bis zu der globalisierten, multikulturellen und diversen Gesellschaft, die wir heute sind.

Es ist meinerseits aber vielleicht auch schwierig, die Elben mit einer frühmittelalterlichen menschlichen (europäischen) Kultur zumindest zu vergleichen, da habe ich mich im Argument verrannt und den Thread etwas derailed, sorry.

Außerdem sind die Elben sind ja nicht durch Evolution entstanden sondern von (einem?) Gott quasi fertig erschaffen worden, da lassen sich die Maßstäbe menschlicher Evolution und Gesellschaftsentwicklung schlecht anlegen.

Ich hätte einfach nur gern gewusst, warum dieser eine Elb anders als alle anderen aussieht, ich hätte das interessant gefunden. Es wäre ja auch komisch, wenn es im nächsten Avatar Film (der mit den Aliens, nicht der Airbender) eins rot wäre und es da nie irgendeine Erklärung für gibt warum es denn anders aussieht.

Danke auch für das Beispiel mit dem schwarzen Trompeter, ich hatte das schonmal gehört, hatte das aber 50 Jahre später verortet und nur grob in Erinnerung. Mary Secole ist da auch ein prominentes Beispiel, liegt aber noch später.

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