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Herr der Ringe - Die Serie - Die Ringe der Macht
Gondalf:
--- Zitat von: Lyonesse am 17.10.2022 | 10:47 ---Noch zu Sauron:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)So etwas in der Art habe ich auch gedacht. Er macht da ja nichts, außer etwas schmieden üben, Galadriels Ausfälle
ein wenig zu schlichten, und irgendwie möglichst schnell in diese Gilde zu kommen. Was will er aber damit erreichen?
Kommt mir vor, als ob sie da noch gar nicht wirklich wussten, dass er Sauron wird/ist.
Halbwegs Sinn macht sein Verhalten eh nur, wenn er sich total in Galadriel verknallt hat. Darum rettet er sie, fährt
mit ihr nach Mittelerde und zieht sich, nachdem er einen Korb bekommen hat, schmollend nach Mordor zurück - schon
klar, er schmollt nicht wirklich -; denn hinter dem ganzen König-der-Südlande-Quatsch, da steht er doch eigentlich gar
nicht hinter.
Sinn macht seine Verletzung auch nur, wenn er weiß, dass er zur Behandlung elbische Arznei braucht um zu genesen. Dann
wird er dahin gebracht wo Celebrimbor schmiedet und kann ihn manipulieren. Macht aber auch nur Sinn, wenn er das alles
schon vorab weiß, und darauf deutet ja eigentlich nichts hin; schließlich hat Galadriel ja auch keine Ahnung wie mies es den
Elben geht, und dass da ein Ringschmiedeprojekt am Start ist.
--- Ende Zitat ---
Nun
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Galadriel hat wohl innerlich auch mehr gewackelt, als Sie gezeigt hat.
Die Szene als Frodo Ihr den Ring geben wollte, ist ja damit verbunden.
Da hätte man noch mehr persönliches rausholen können. Also aus der Szene.
Aber grundsätzlich bin ich bei Staffel 2 auch dabei.. Na klar ;D
Edit:
--- Zitat von: JollyOrc am 17.10.2022 | 10:20 ---https://en.wikipedia.org/wiki/The_Last_Ringbearer >;D ~;D
--- Ende Zitat ---
Wie geil ist das denn? Witzige Idee. ~;D
Zed:
--- Zitat von: caranfang am 17.10.2022 | 19:16 ---Bei aller Kritik sollte man nie vergessen, dass sehr viele Serien eine schwache erste Staffel haben.
--- Ende Zitat ---
Ich stimme voll zu! Um analog zum 1. Buch und zum 1. Film des HdR zu bleiben: Da wird sich auch viel Zeit genommen, bevor es "richtig" losgeht.
Vielleicht wird sich auch in späteren Staffeln kein "Tolkiengefühl (TM)" einstellen, aber nach einem "Drei Plus"-Aufschlag (meine Wertung) kann es noch eine gute oder sehr gute Fantasyserie werden.
"Das Rad der Zeit" hat in meinen Augen weit schwächer gestartet.
Jiba:
--- Zitat von: Zed am 17.10.2022 | 19:57 --- Ich stimme voll zu! Um analog zum 1. Buch und zum 1. Film des HdR zu bleiben: Da wird sich auch viel Zeit genommen, bevor es "richtig" losgeht.
--- Ende Zitat ---
Nee, da stimme ich nicht zu. "Der Herr der Ringe – Die Gefährten" ist vielleicht langsam, aber doch ziemlich nahe dran an einem perfekten Film. Die Charaktermomente sitzen und wackeln nicht, die Dialoge sind schmissig und auch heute noch zitierbar. Die Atmosphäre kriecht den Zuschauer:innen unter die Haut. Und die Szenen um die Hobbits zu Beginn, der Rat in Bruchtal, Gandalfs "Tod" in Moria als Midpoint (IIRC), etc... darin zeigt sich große Handwerkskunst. Alle, wirklich alle, Schauspieler haben Chemie miteinander. Alle Interaktionen sitzen. Alles an diesem fiktiven Mittelerde auf der Leinwand fühlt sich organisch gewachsen und weit und durchlebt an.
Und, seien wir ehrlich: "Die Ringe der Macht" hat nichts davon. Denn genau diese Kleinigkeiten, diese Charaktermomente, diese geschliffenen Gespräche, die den ersten Peter Jackson-Film tragen, die fehlen bisher völlig. Ich bin nicht so kritisch wie manche anderen hier im Board. Und ich mochte auch die letzte Episode insgesamt, weil sie darauf verweist, was die Serie sein könnte, wenn sie sich etwas mehr bemüht hätte.
Auf das Argument, dass sehr viele Serien ja miese erste Staffeln haben, möchte ich erwidern: Ja, aber meist doch erst in der Nachbetrachtung.
Das Gros der "schlechten" ersten Staffeln ist nicht wirklich schlecht. Vielmehr wirken die Staffeln im direkten Vergleich mit dem, was die Serie geworden ist, unausgegoren. Aber: Für sich selbst stehend, zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung, waren sie trotzdem toll. Sie haben die Zuschauer:innen mit etwas Neuem, etwas Frischem, zumindest aber etwas sehr Schmackhaftem angefüttert – noch nicht auf den Punkt zubereitet, aber man konnte Größe erkennen.
Die erste Staffel "Scrubs" ist unterbeleuchtet und zusammenimprovisiert... aber sie gibt uns die Charaktere und Geschichten, die wir über 8 weitere Staffeln erwarten können und die Aussicht auf viel Spaß. Die erste Staffel "Sex and the City" ist sich keiner einzigen Sache sicher, außer seines Themas... und das war neuartig und erfrischend. In der ersten "Big Bang"-Theory-Episode geht Sheldon Cooper zur Samenspende und Jim Parsons hat eindeutig noch nicht in die Rolle gefunden (man könnte auch sagen, Sheldon war noch nicht "flanderized") – und das dauert auch viele Episoden, bis er die gefunden hat. Die erste "Breaking Bad"-Folgen zeigen uns einen Walter White, von dem man nie gedacht hätte, dass er mal so ein Edgelord-Icon werden würde... aber siehe da, die Serie wird mit der Zeit dichter und besser. Aber sie war schon vorher interessant. Und hat jemand von euch schon einmal die allererste Staffel der "Simpsons" gesehen? Die ist wirklich nicht in Form im Vergleich zu dem, was folgte. Aber sie war doch etwas völlig Anderes als alles, was man zuvor an Trickfilm im Abendprogramm gesehen hat.
Die Aussage "Die erste Staffel ist aber nicht so gut wie die folgenden" funktioniert eigentlich nur dann, wenn die erste Staffel streng genommen dann doch gut war. 3+ reicht da eben nicht.
caranfang:
--- Zitat von: Jiba am 18.10.2022 | 06:53 ---Auf das Argument, dass sehr viele Serien ja miese erste Staffeln haben, möchte ich erwidern: Ja, aber meist doch erst in der Nachbetrachtung.
--- Ende Zitat ---
Falsch. Siehe Dir zum Beispiel Star Trek an. Bei fast allen Star Trek-Serien waren die ersten zwei, drei Staffeln wirklich schwach, und die Serien wurden deshalb damals von den Fans regelrecht verrissen. Das gilt nicht nur für DIS, sondern für fast alle Serien (außer TOS, TAS, PIC und LD). Und Star Trek ist da kein Spezialfall. Dies kann man auch in anderen Franchises beobachten.
Loduanor:
Ich glaube, ich hätte die Staffel nicht zu Ende geguckt, wenn es keine Herr der Ringe Serie wäre. Wheel of Time kannte ich nicht vor der Serie, und da bin ich nach der ersten Folge raus gewesen.
Inhaltlich ist die Serie einfach unausgegoren, nach mehr als 8 Stunden sind die meisten Charaktere blass und seltsam unmotiviert, ein Spannungsbogen ist nirgendwo zu finden und die Serie hat ein schweres Pacing Problem, sowohl innerhalb der einzelnen Folgen als auch übergreifend.
Ich bin kein Tolkien Kenner, daher kann ich da nichts zur Umsetzung sagen, aber rein handwerklich ist das dünn.
Es gab vereinzelt starke Szenen (Elrond fordert Durin zum Wettkampf und bringt ihn mit zum Essen, Halbrand und Galadriel als sie ihn zur Rede stellt in der letzten Folge am FLuss, die Szene mit Durin und dem Tisch bei den Elben :), das Gespräch zwischen Adar und Galadriel), aber sonst bleiben bei mir vor allem ein paar Monumentalbilder hängen, wie der Überflug Shot von Numenor, der Zusammenbruch des Wachturms mit dem folgenden Vulkenausbruch und die Anfangsszene in der ersten Folge als sie die vereiste Steilwand hochklettern und die dunkle Feste betreten.
Ich würde Geld drauf wetten, da gäbe es ohne den Riesen Invest und die Marke Tolkien keine zweite Staffel, und wenn sich in der zweiten Staffel nicht massiv was tut glaube ich selbst mit den dicken Pfunden an keine Dritte.
Die Serie ist nicht gruselig schlecht, also "Waterworld-schlecht", aber in weiten Teilen einfach meh.
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