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Herr der Ringe - Die Serie - Die Ringe der Macht
Grubentroll:
--- Zitat von: Bilwiss am 14.02.2022 | 18:48 ---Deswegen ersetzt ja auch Peter Jackson Glorfindel durch Arwen und ändert auch sonst noch einige Charactere. Ein anderes Medium erfordert ein anderes Vorgehen.
--- Ende Zitat ---
ich finde gewiss nicht alles "Goldstandard" was Peter Jackson da veranstaltet hat.
Aber ein paar Sachen hat er auf jeden Fall richtig gemacht.
Wo der Mehrwert für die erzählte Geschichte davon ist dass Galadriel jetzt persönlich Orks abschlachten geht oder ein Hobbit oder eine Zwergenprinzessin schwarz sind will mir aber nicht ganz eingehen. Ich denke auch nicht, dass versucht wird es zu erklären wird mit Zwergen und Hobbits aus Harad oder ähnlichem. Letzten Endes wird es wieder diese "Ist halt so!"-Sache wie in allen Fantasy-Produktionen der letzten Jahre wo Leute jedweger Ethnie in nordeuropäischen Settings auftauchen ohne dass erklärt wird warum und wieso. Was ja eigentlich dem ganzen wirklich einen schönen Touch geben täte wenn. Siehe Nasir bei Robin of Sherwood, der aufgrund seiner Herkunft ja einer der spannendsten Charaktere ist.
Oder warum es überhaupt Hobbits gibt in jenem Zeitalter. Außer aus kommerziellen Gründen weil man das LotR-Publikum haben will.
Ach keine Ahnung. Glaub ich werde langsam zu alt für diese Sachen und geh jetzt wieder auf meine Veranda und Kinder auf meinem Rasen anschreien.
Bilwiss:
Einen Gegenwert wird man aus einem Trailer schwer rauslesen können. Da kann man nur spekulieren aber das ist ziemlich müßig.
Hier übrigens der erste Trailer zu Die Gefährten.
https://www.youtube.com/watch?v=P-XoEGlvlp0
So toll ist der finde ich auch nicht.
Mr. Ohnesorge:
Hobbits soll es doch auch gar nicht geben, sondern Harefoot oder sowas. ;D
caranfang:
--- Zitat von: Sosthenes am 14.02.2022 | 18:05 ---Bisschen eine Henne-Ei Situation wenn ich mich recht erinnere. ICE hatte Geldprobleme, die Entwicklung sah aber nicht schlecht aus. Aber da die Tolkienistas waren nicht sehr kompromissfreudig, was die Firma dann in die Insolvenz zwang -> Lizenz futsch -> Rechteverwalter haben alles in den Händen kurz bevor der Film an steht.
(Und auch als das schon passiert ist, haben die Anwälte gierig und tief gegraben.)
--- Ende Zitat ---
Es wird zwar gerne behauptet, das Tolkien Enterprises wegen der Filme ICE in die Konkurs zu treiben. Das Thema ist aber um einiges komplexer. da ist zum einen das Drama um die Spielbücher, welches für ICE sehr teuer wurde und an dem nicht Tolkien Enterprises Schuld war, sondern George Allen & Unwin, der Verlag bei dem die Romane erschienen sind. Da mussten Bücher zurückgerufen und vernichtet werden. Und das waren Gelder, die ICE später fehlten, als dann das Vertriebsnetz, welches ICE benutze zusammenbrach. Am Ende konnte ICE seine Autoren und Illustratoren nicht mehr bezahlen.
Man sollte nicht vergessern, dass die späten 1990er für die Rollenspielbranche er sehr schwere Zeit waren. So ziemlich alle großen Rollenspielverlage gingen damals unter.
--- Zitat von: Bilwiss am 14.02.2022 | 18:48 ---Klar kann man der Meinung sein. Allerdings geht man dann an Adaptionen mMn völlig falsch ran. Dabei kann man sich einfach nicht sklavisch an Kanon halten.
Deswegen ersetzt ja auch Peter Jackson Glorfindel durch Arwen und ändert auch sonst noch einige Charactere. Ein anderes Medium erfordert ein anderes Vorgehen.
Kommt am Ende darauf an obs gut gemacht ist. Wenn es funktioniert hat man so was wie The Expanse wo auch einiges geändert wird. Wenn nicht kriegt man halt Wheel of Time.
--- Ende Zitat ---
Aber auch Peter Jackson hat erkannt, dass Arwen nicht unbedingt eine Kriegerprinzessin sein muss, um interessant zu sein, und hat deshalb den Plan sie als Ersatz für Elladan und Elrohir mit dem Elben von Lorien in Helms Klamm kämpfen zu lassen, dann doch aufgegeben.
Wheel of Time ist nicht der einzige "Reinfall" auf dem gebiet. Zuvor sind auch Legend of the Seeker und The Shannara Chronicles an zu vielen Änderungen gescheitert und wurden nach zwei Staffeln eingestellt. The Expanse kann man da eher mit GoT vergleichen, wo man die Geschichte verkürzt und komprimiert hat, um sie besser Verfilmen zu können. Das sieht man z.B. auch bei The Legend of Vox Machina. Hier wurde auch viel gekürzt und verändert, um die Stunden an gestreamten Rollenspielsitzungen in in einem dutzend halbstündiger Episoden unterzubringen.
Wir können uns über die Bestzungspolitik der Produzenten streiten. (Es gibt zwar auf Youtube ein gutes englischsprachiges Video zu diesem Thema in bezug auf historische Filme, da dies dann doch politisch wir, gibt es keinen Link). Ändern können wir nichts. Wir benötigen mehr als nur einen Trailer, ein paar Fotos und einer doch recht vagen Zusammenfassung, um zu wissen, wie gut oder schlecht die Serie ist und wie gut oder schlecht sie zur Vorlage passt.
--- Zitat von: Mr. Ohnesorge am 14.02.2022 | 19:21 ---Hobbits soll es doch auch gar nicht geben, sondern Harefoot oder sowas. ;D
--- Ende Zitat ---
Sind das keine Hobbits?
Darius der Duellant:
--- Zitat von: Bilwiss am 14.02.2022 | 18:48 ---Klar kann man der Meinung sein. Allerdings geht man dann an Adaptionen mMn völlig falsch ran. Dabei kann man sich einfach nicht sklavisch an Kanon halten.
Deswegen ersetzt ja auch Peter Jackson Glorfindel durch Arwen und ändert auch sonst noch einige Charactere. Ein anderes Medium erfordert ein anderes Vorgehen.
Kommt am Ende darauf an obs gut gemacht ist. Wenn es funktioniert hat man so was wie The Expanse wo auch einiges geändert wird. Wenn nicht kriegt man halt Wheel of Time.
--- Ende Zitat ---
Das ist mal reiner Spekulatius.
Natürlich kann man sich an den Kanon halten.
Wird nur häufig nicht gemacht weil irgendwelche ominösen target audience analysing evangelists der Meinung sind, XYZ müsste jetzt rein oder raus. Ist in der Regel aber unnötig wie ein Kropf. Der Hobbit hätte genauso "gut" ohne diese Zwerg+Elf Romanze gewirkt. Bei vielen dieser Änderungen merkt man einfach direkt dass sie nicht dem Quellmaterial entstammen und nicht harmonisch ins Gesamtgefüge passen.
/edit: "gut" in Anführungszeichen gesetzt, die Trilogie hat an ziemlich vielen Dingen gekrankt. Das was aus dem ursprünglichen Quellenmaterial kam, gehört aber tendenziell eher weniger dazu.
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