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Herr der Ringe - Die Serie - Die Ringe der Macht

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Jiba:

--- Zitat von: caranfang am 15.02.2022 | 09:19 ---Man sollte ich vergessen, dass man oft mehr in eine "Beziehung" hineininterpretiert als da ist. Die Beziehung zwischen Gimli und Galadriel ist keine Romanze sondern hat in meinen Augen eher etwas von höfischer Minne, wenn überhaupt.

--- Ende Zitat ---
Und du willst mir wirklich erzählen, dass die Minne keine sexuelle oder erotische Komponente hat?
Es stimmt, dass sie das nicht haben muss, aber es ist nicht gesagt, dass sie das nicht haben kann. In der Minnedichtung stehen die Minnedienste und die Erhörung durch die Frau auch immer wieder für den Austausch sexueller Handlungen.

Mit anderen Worten: Wir sind genauso weit wie vorher. Beide Annahmen sind mit gleichem Recht als valide zu betrachten.

Arldwulf:
Die Romanze im Hobbit wäre doch eigentlich ein sehr schönes Beispiel für die in obigem Artikel angesprochene "hohe Liebe" welche sich der Autor statt so mundanen Dingen wie Sex & Co. wünscht. Der Protagonist verehrt die unerreichbare hohe Dame, glaubt er kann ihre Gunst niemals erlangen, doch auf dem Sterbebett kommt sie zu ihm.

Die Konstellation könnte quasi aus einem mittelalterlichen Minnelied stammen, natürlich passt das prinzipiell zu Tolkiens Ton.

Darius der Duellant:
Ja, genau, rassistisch...
Ihr könnt es echt nicht lassen überall eure Politik reinkoten zu müssen, selbst wenn's explizit nicht gewünscht ist.
Und dann wieder rumheulen dass "die anderen" alles politisieren würden, weil man diesen Schwachsinn nicht unkommentiert stehen lassen mag.

Konkret wieder auf diese Romanzenscheisse im Hobbit:
Es stellt doch gar niemand in abrede dass es romantische Plots in Mittelerde gibt.
Woran ich (und vermutlich andere) sich stören sind dazugedichtete Romanzen die im Quellenmaterial nicht waren. Wenn das in unkarthographierten Wassern wie der Serie passiert ist mir das relativ wurscht.
Aber in kanonisch ausgefülltem Quellenmaterial braucht's das nicht.
Es gab keinen erzählerischen Mehrwert, der Film wurde nicht interessanter.
Ganz im Gegenteil, es war super offensichtlich dass da jemand was dazugedichtet hat, dem die Kompetenzen des ursprünglichen Autors fehlen.


Mr. Ohnesorge:
Also quasi Schrödingers Romanze? Herrje. Shakespeare, Schrödinger.... was kommt als nächstes? ;D

Isegrim:

--- Zitat von: Jiba am 15.02.2022 | 09:06 ---Unsere Vorstellung von "Realismus" in Fantasywelten (= "es darf dies und das und jenes in Mittelerde nicht geben, weil es das im nordeuropäischen Hochmittelalter unserer Welt auch nicht gab, auch wenn Tolkien das mit keiner Silbe ausgeschlossen hat") oder nur das, was Tolkien explizit in seine Bücher schreibt ( = "Eriador ist entvölkert, Punkt! Das steht so in den Büchern! Völlig egal, ob das die Frage aufwirft, wo die ganzen Leute, die später im Königreich Arnor leben dann eigentlich herkommen, und realistisch gar nicht zu erklären ist")?

--- Ende Zitat ---

Das ist letztendlich eine Frage von Geschmack & Stil, ja. Realistisch ist es auch, dass einer der acht Gefährten während der Vorstellung Galadriels & Celeborns dringend kacken musste. Will ich das aber als erwähnter/dargestellter Punkt in meiner Geschichte? Kann man halt so oder so beantworten.

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