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Herr der Ringe - Die Serie - Die Ringe der Macht

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Arldwulf:

--- Zitat von: Darius der Duellant am 15.02.2022 | 09:31 ---
Es gab keinen erzählerischen Mehrwert, der Film wurde nicht interessanter.

--- Ende Zitat ---

Ist Ansichtssache, oder?

Ehrlich gesagt empfand ich diese Romanze als eine der interessantesten Konstellationen im Film und ein gutes Stilmittel um die Charaktere der Zwerge besser auszuleuchten.

JollyOrc:

--- Zitat von: Douglas Adams, Introduction, The Ultimate Hitchhiker's Guide to the Galaxy ---It was a substantially expanded version of the first four episodes of the radio series, in which some of the characters behaved in entirely different ways and others behaved in exactly the same ways but for entirely different reasons, which amounts to the same thing but saves rewriting the dialogue.
--- Ende Zitat ---

https://www.makeuseof.com/tag/hitchhikers-guide-changing-stories-mediums/

Will sagen: Jede Adaption verändert zwangsläufig Inhalte, insbesondere wenn sie das Medium wechselt. Das ist IMHO eine Gute Sache [tm]! Denn nur so entwickelt sich unsere Kultur weiter.

Diese oder jene Adaption kann einem gefallen, aber ich halte sie nie objektiv aufgrund von irgendwelchen Interpretationen des Inhaltes falsch. Mir persönlich haben die Hobbit-Filme weitgehend nicht gefallen, und ich weine immer noch bittere Tränen, dass Jackson "the scouring of the shire" aus der Ring-Trilogie entfernt hat, aber ich würde nie auf die Idee kommen, zu sagen "Jackson hätte das nicht tun dürfen, weil es in der Geschichte nun einmal anders war!" In Jacksons Version ist es halt anders, und die einzige Wahrheit, an die er sich halten musste, ist die, die er in seiner Version aufbaute.

Es ist also völlig egal, was nach Tolkiens Büchern in Mittelerde vorkommen kann - eine Adaption kann einzelne Elemente fröhlich ignorieren, und immer noch eine gute Adaption sein. Es gibt sicherlich einen Grenzwert, irgendeinen Moment, wo die Adaption zu viel geändert hat, und sie dann nicht mehr als solche erkennbar oder akzeptabel ist. Wo der liegt ist aber nicht objektiv festlegbar und ein sehr fließender Bereich.

Meine liebsten Batman-Geschichten sind die Elseworlds, wo geschaut wird, wie man den dunklen Ritter anders interpretieren kann, um zu erforschen, was der Kern von Batman ist. Nicht alle funktionieren, aber genügend davon, und der Batman-Kosmos wird reicher. Warum sollte man das nicht auch mit Mittelerde machen können?

Jiba:

--- Zitat ---Ihr könnt es echt nicht lassen überall eure Politik reinkoten zu müssen, selbst wenn's explizit nicht gewünscht ist.
Und dann wieder rumheulen dass "die anderen" alles politisieren würden, weil man diesen Schwachsinn nicht unkommentiert stehen lassen mag.
--- Ende Zitat ---
Was für einen Schwachsinn? Dass ich sage: Jeder darf jede Rolle spielen, wenn er oder sie dafür besetzt wird – ist völlig okay? Das ist doch nun wirklich der Minimalkompromis! Ich spreche mich hier dafür aus, dass wir grundsätzlich keine Menschen aus welchen Gründen auch immer von Rollen ausschließen sollten: Weder weil es "solche Menschen" nicht in der Realhistorie oder in der Quelle der Adaption "dort" oder "so" gegeben haben mag, noch weil die Zugehörigkeit zu einer bestimmten realen Bevölkerungsgruppe es "verbieten" sollte, dass so jemand besetzt wird (ergo: den hyperwoken Ruf danach, dass z.B. nur lesbische Frauen lesbische Frauen spielen sollten, lehne ich auch ab).
Also wenn dir das nicht passt, dann weiß ich auch nicht mehr.

Aber ich entschuldige mich. Ich sehe ein, dass das ein politisches Beispiel war und habe es oben entfernt.


--- Zitat ---Es gab keinen erzählerischen Mehrwert, der Film wurde nicht interessanter.
Ganz im Gegenteil, es war super offensichtlich dass da jemand was dazugedichtet hat, dem die Kompetenzen des ursprünglichen Autors fehlen.

--- Ende Zitat ---
Das bedeutet aber vor allem eins: Die Romanze war schlecht gemacht, schlecht erzählt. Da stimme ich zu. Das bedeutet aber nicht per se, dass irgendeine, wie auch immer erzählte Romanze im Film keinen Platz hätte finden können.

caranfang:
@JollyOrc
Du kannst die Unterschiede zwischen Hörspiel und Buch bei THHGTTG nicht als Maßstab verwenden, da beides aus der Feder des gleichen Autors stammen. Auf die meisten Adaptionen trifft dies aber nicht zu. Man muss bei der Adaption zwar Änderungen machen, aber man sollte dabie nicht übertreiben oder Element hinzudichten, die Original nicht vorhanden sind. Schau Dir doch einmal das Regietheater an, wo die Regiesseure die Strücke zum Teil bis zur Unkenntlichkeit verstümmeln, was beim Publikum oft auf totale Ablehnung stößt.

Waldviech:

--- Zitat ---Was für einen Schwachsinn? Dass ich sage: Jeder darf jede Rolle spielen, wenn er oder sie dafür besetzt wird – ist völlig okay? Das ist doch nun wirklich der Minimalkompromis! Ich spreche mich hier weder dafür aus, dass wir grundsätzlich keine Menschen aus welchen Gründen auch immer von Rollen ausschließen sollten: Weder weil es "solche Menschen" nicht in der Realhistorie oder in der Quelle der Adaption "dort" oder "so" gegeben haben mag, noch weil die Zugehörigkeit zu einer bestimmten realen Bevölkerungsgruppe es "verbieten" sollte, dass so jemand besetzt wir
--- Ende Zitat ---
Würde ich so unterschreiben - mit gewissen Abstrichen, etwa wenn ein bestimmtes Aussehen oder eine bestimmte Herkunft für die Rolle wichtig ist oder wenn es sich um die Darstellung realer historischer Persönlichkeiten handelt. Sprich: Ob es jetzt auch dunkelhäutige Elben gab ist IMHO eher minderwichtig. Setzt man mir hingegen John Wayne als Dschingis Khan vor, wird es albern. Da letzteres in einer Tolkien-Adaption aber nicht vorkommen wird, ist meines Erachtens durchaus die Möglichkeit zur Varianz gegeben. Es sieht ja momentan so aus, als wären die vorgenommenen Abwandlungen entweder verständlich (die zeitliche Stauchung einer Handlung die sich in der Vorlage über Jahrtausende zieht) oder echt moderat. Es ist ja nicht so, als wäre jetzt der gesamte Figurencanon umgegendert worden und kettenrauchende Ents auf Motorrädern würden die Hauptrolle spielen.

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