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Herr der Ringe - Die Serie - Die Ringe der Macht

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Lichtschwerttänzer:

--- Zitat von: Issi am 20.02.2022 | 11:10 ---Glaube, es gibt mehrere Weg damit umzugehen.
1. Parallelwelt.
Man schafft, wie du schon erwähnt hast, eine Welt, in der alles Möglich ist. Nach dem "Warum" wird nicht gefragt.
Dann hat Artus eine bunte Tafel,

--- Ende Zitat ---
Arthur hatte sarazenische Ritter in seiner Runde, Palamedes und seine Brüder Sagir und  Segwarides,  Priam of Tuscany
 Parzivals Halbbruder Feirefiz war ihm ebenbürtig

Eismann:
Bei Schauspielern ist es sicher nicht einfach ohne Ansehen der Person die schauspielerische Qualität zu beurteilen. Bei Orchestern werden Musiker anscheinend oft nach rein musikalischer Qualität eingestellt, indem das Vorspielen hinter einem Vorhang stattfindet. Scheint beim Thema Diversität aber wohl zumindest für manche auch nicht zufriedenstellend zu funktionieren: https://www.zeit.de/kultur/musik/2020-08/blind-auditions-klassische-orchester-probespielen-vorhang-diversitaet-frauenanteil

Achamanian:

--- Zitat von: Lichtschwerttänzer am 20.02.2022 | 14:27 ---Arthur hatte sarazenische Ritter in seiner Runde, Palamedes und seine Brüder Sagir und  Segwarides,  Priam of Tuscany
 Parzivals Halbbruder Feirefiz war ihm ebenbürtig

--- Ende Zitat ---

Zur "historischen Genauigkeit" auch noch meine Anmerkung: Ich bin zwar kein Anthropologe, habe jetzt aber schon oft die These gelesen, dass die Mobilität der Menschen in vormodernen Zeiten i.d.R. stark unterschätzt wird. Der an die Scholle gebundende Lebensstil war eine historisch und sozial wohl sehr spezifische Sache, abseits dieses speziellen feudalen Arrangements waren Menschen überall in der Welt wohl durchaus ziemlich viel am Reisen, auch über längere Zeiten und weitere Strecken (soweit man das anhand von Besitztümern und Handelswaren nachvollziehen kann, die offenabr über viele Tausende von Kilometern transportiert wurden).

Die Vorstellung einer ethnischen Homogenität der Regionen dürfte viel eher eine Rückprojektion sein, die mit den Gründungsmythen moderner Nationalstaaten zu tun hat.

Insofern waren Exoten nicht unbedingt so exotisch, wie man sich das heute vorstellt (und dass manche Leute sich damals bei den Hobbit-Verfilmungen über schwarze Statisten in Seestadt aufgeregt haben, war vor dem Hintergrund echt dreifach bescheuert - erstens mal, weil es sowieso Fantasy ist, zweitens, weil es vielleicht sogar zu historischen Bezugspunkten für Seestadt gepasst hätte, drittens weil alles mögliche andere an den Hobbit-Verfilmungen unsäglich war und man sich darüber hätte genug aufregen können).

Ich bin da jetzt wie gesagt auch nicht vom Fach, aber ich habe in letzter Zeit mindestens zwei populärwissenschaftliche Bücher gelesen ("SPQR" von Mary Beard und "Anfänge" von David Graeber und David Wengrove), die unter anderem diese These stark machen.

Arldwulf:
Letztlich gibt es (rein historisch betrachtet) die grobe Feststellung: Exoten gab es immer, aber natürlich wurden sie dennoch als Exoten wahrgenommen.

Trotzdem ist es schwer "unseren" Maßstäbe an Fantasywelten anzulegen. Tolkiens Elfen und Halbelfen leben z.B. so lange, dass sie nicht einmal aus verschiedenen Regionen stammen müssen um unterschiedlich auszusehen, da würden schon unterschiedliche Zeiten ausreichen.

Aber natürlich sind sie auch was die Regionen angeht eher dafür bekannt "viel rumgekommen" zu sein.

Issi:

--- Zitat von: Lichtschwerttänzer am 20.02.2022 | 14:27 ---Arthur hatte sarazenische Ritter in seiner Runde, Palamedes und seine Brüder Sagir und  Segwarides,  Priam of Tuscany
 Parzivals Halbbruder Feirefiz war ihm ebenbürtig

--- Ende Zitat ---
Zum Beispiel

Durch die Kreuzzüge hat mW. auch viel kultureller Austausch stattgefunden.
Im Vergleich zum Orient war der Okzident teilweise wirklich noch im Mittelalter.
Oder anders -viele kulturelle, medizinische, wissenschaftliche Errungenschaften kamen dadurch erst nach Europa.

Also Erklärungen ließen sich schon finden, sie müssen nur halbwegs nachvollziehbar verkauft werden.
Beim Robin Hood (Kevin Costner, Morgan Freeman) hat man das z.B. super hinbekommen.

Im mitteralterlichen Spanien wäre eine bunte Gesellschaft z.B. sogar relativ leicht möglich. Weil die dort wirklich so war.
Da haben m.W. verschiedene Kulturen zeitgleich nebeneinander gelebt.

Edit. Aber zurück zur Serie-
Wenn die das gut verkaufen können, warum z.B. auch Elben und Zwerge bunt sind, werden vielleicht auch die "Historienfreunde" /"Worldbuildingfreunde" glücklich.
Ich bin gespannt ob sie einen Erklärungsversuch unternehmen, oder nicht.

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