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Herr der Ringe - Die Serie - Die Ringe der Macht

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tartex:

--- Zitat von: Jiba am 21.02.2022 | 09:37 ---Und zu Bridgerton muss ich auch fragen: Hast du das überhaupt gesehen?
Ich sagte es schon und ich sage es nochmal: Bridgerton ist eine alternate history-Geschichte!

--- Ende Zitat ---

Vor allem ist es die Verflimung einer archetypischen Nackenbeißer-Wegwerf-Taschenbuch-Romanzen-Serie. Wußte gar nicht, dass das Genre hier im Tanelorn Anklang findet und dann auch noch zu einer schützenswerten Art erklärt wird.



 ~;D

Aber am Cover hier sind natürlich schon alle artig weiß.

Swafnir:

--- Zitat von: caranfang am 21.02.2022 | 08:36 ---Dein Vergleich hinkt.
Münchhausen hat sich diese Geschichten ausgedacht, um damit die Heldentaten anderer als das bloß zustellen was sie waren, nämlich erfundene Geschichten.
Dan Brown behauptet in seinen (grob immer nach den gleichen Muster geschriebenen) Romanen, dass die Fakten der Wahrheit entsprechen, was aber nicht stimmt, wie man nach einer kurzen Recherche feststellen könnte.
--- Ende Zitat ---

Ich glaube du hast nicht verstanden was ich damit sagen wollte.
Bloß weil in einem Buch real existierende Figuren und Orte vorkommen, heißt das noch lange nicht, dass es sich um Non-Fiktion handelt.
Man verwendet sowas um eine "Referenzillusion" zu erschaffen. Mit der kann sich der Leser besser einfinden. Nehmen wir mal Manhattan. Jeder von uns kann sich Manhattan vorstellen (aus einer Reihe von Referenzillusionen, die wir in unserem Leben bisher gesehen haben).
Verpflanze ich meine Handlung da hin, kann sich jeder das direkt vorstellen. Oder bei Dan Brown eben Rom. Der treibt es mit den vielen beschriebenen Orten sogar noch auf die Spitze. Sie dienen als Referenz um beim Leser eine Illusion zu erschaffen.
Trotzdem bleibt das alles Fiktion.

Daher kann ich nicht sagen "Der Medikus" sein teilwiese keine Fiktion, nur weil da eine Person vorkommt, die es wirklich gegeben hat und eine Stadt die es gibt.

Kleines unnützes Wissen: Isfahan gibt es heute noch und ist die Partnerstadt von Freiburg. Daher gibt es dort auch die Isfahanallee  ;)

Und deine Sicht auf historische Romane ist wirklich etwas sehr naiv. Wissenschaftlich ist das weder beleg- noch haltbar. Auch hier dient das historische rein als Setting um dorthin eine rein fiktionale Handlung zu verpflanzen.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Als Kulturwissenschaftler mit Schwerpunkten Geschichte und Literaturwissenschaft sind historischen Romane so ziemlich genau meine Baustelle  ;)

tartex:

--- Zitat von: caranfang am 21.02.2022 | 09:12 ---Aber man sollte nicht vergessen, woher diese Sklaven stammten. Nämlich aus den Regionen, die sie überfallen haben. Folglich wirst Du dort keine PoC finden. Es waren alles weiße.

--- Ende Zitat ---

Sorry, ich wusste nicht, dass die Wikinger die Hautfarbe beachteten, bevor sie plünderten, vergewaltigten und Sklaven nahmen.

Nachdem sie bekanntlich auch im Mittelmeer unterwegs waren, ist es schon eine beachtliche Leistung in Sachen Rassenhygiene.

Andererseits liest man:


--- Zitat ---Es gelang ihnen wohl, eine Anzahl schwarzer Sklaven (bei den Wikingern blámaðr, also Blaumänner genannt) zu ergreifen, die sie als eine Art Souvenir in die Heimat mitnahmen. So berichten es zumindest irische Quellen.
--- Ende Zitat ---

Wer Lust auf ein wenig vertiefende Lektüre hat: Racial Thinking in Old Norse Literature

Darius der Duellant:
Wenn historische Romane das Setting vorgeben, sollte die Handlung trotzdem dazu passen.
Ein Roman über Stauffenberg und sein Leben, das mit dem Attentat kulminiert, wäre mMn leicht als "historisch" zu bezeichnen, solange er sich an die zeitgenössische Gegebenheiten hält.

Wenn ich den nun verfilme und Hitler mit einer farbigen Transperson besetze die sich als Fluid definiert (bewusst überspitztes Beispiel), würde doch niemand mehr von einem historischen Werk reden.

Ein Dämon auf Abwegen:

--- Zitat von: Arldwulf am 21.02.2022 | 09:43 ---Das Problem ist halt: Händler, Botschafter und Abenteurer auf Reisen tendieren dazu irgendwann genauso wie alle anderen ein paar Kinder zu haben. Oder gar sich niederzulassen.
--- Ende Zitat ---
Aber auch dass wären dann ehr Ausnahmefälle, und auch dann würde ich sie ehr in einer Großen Handelsstadt oder am Hofe irgendeines wichtigen Adligen o.ä. erwarten.

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