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Gibt es für euch irrationale Regelwerks-Abtörner?

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Jiba:
Naja, bei Engel können es auch Jugendliche sein.  :)

Grandala:
- Also verschiedene Würfel auf einmal die einzelne Substraktionen erfordern z.B. 3W20 bei DSA. Ich bekomm es einfach nicht runter. Ich hab bisher noch nichts gelesen oder gespielt, was ich weniger sexy (im sinne von ansprechend) fand.

- Klare Stufensysteme. D&D würde ich inzwischen wieder spielen aber nur weil man dafür am leichtesten Spieler findet und mich die klassischen Tropes inzwischen wieder verführen können. Die Stufen nehme ich dabei höchstens in kauf, voll anfreunden kann ich mich mit ihnen jedoch nicht mehr. Die Grade bei Midgard z.B. sind grade so an der Schmerzgrenze.

- Postapokalypse als Thema. Dabei ist sowas wie Fallout gemeint. Das ganze bockt mich einfach nicht an. Mit einem Twist wie in Engel z.B. geht das dann wieder. Mutant Year Zero ist z.B. schon beim Anblick des Covers raus. Liegt nicht an dem Spiel sondersn am Thema.

Mutifu:
Regelwerke, die nicht mit der Charaktererschaffung anfangen. Eine Einleitung und eine kurze Regelübersicht dürfen und sollen noch davor stehen, aber dann will ich wissen, wen man spielt und wie.

Rational gesehen kann ich immer blättern und es hat vermutlich auch andersrum Vorteile, aber ich will das nicht, ich will von Deckel zu Deckel lesen und dabei nicht Regeln und andere Inhalte lesen müssen, von denen ich noch gar nicht weiß, was ich damit spielen soll.

Bildpunkt:

--- Zitat von: Jiba am 11.12.2017 | 13:25 ---
- Der größte Abtörner: Regelwerke mit mehr als 150 Seiten Regeln sind schon No-Gos... Regelwerke mit 50 Seiten Regeln sind ideal...
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)...weil ernsthaft, Leute: Wer hat dafür denn überhaupt die Zeit?!? Erkärt's mir, gerne auch in einem anderen Faden! Was ist der Vorteil daran, ein derart komplexes Regelwerk voller Zahnräder zu spielen, an denen man nach Belieben justieren kann? Und die man ständig alle ölen muss?

Das mag vielleicht noch gehen, wenn man Schüler ist, oder einen Halbtags-Job, keine anderen Hobbies der sozialen Verpflichtungen oder den Drang von uns Normalsterblichen, sich Nahrungsaufnahme und Ruhephasen zu ergehen, hat.

Ich bin vollzeit berufstätig, Pendler, habe einen Haushalt zu führen, eine Frau und eine Familie, die mich auch mal sehen wollen, plus die obligatorische Online-Kommunikation (ich tweete nicht und Facebook mache ich auch nur sporadisch). Außerdem schaue ich auch gerne mal einen Film oder eine Serie, so abends. Oder lese ein Buch (dazu komme ich schon nicht mehr, mit dem Profil).
Ich behaupte, das ist ein ziemlich gewöhnlicher Stil der Lebensführung in unserer Zeit.

Und mit dieser Lebensführung komme ich überhaupt nur dazu, Kampagnen etc. für Rules Light-Systeme vorzubereiten. Allein der Charakterbau und Verwaltungsaufwand steht diametral gegen das, was ich überhaupt leisten kann. Und das OBWOHL ich viel Freizeit habe. Also, Frage bleibt,
 gliedert das gerne aus: Wer kann denn sowas überhaupt machen? Ich meine, alles dauert länger: Die Vorbereitung, das Spiel, das Lesen der Bücher? Warum tut man sich das an?
--- Ende Zitat ---

Bin in der gleichen Situation und geht mir mittlerweile genauso. Bin gerade Teilzeitspielleiter (ca 2-3mal im  Jahr) in einer Pathfinderrunde.Obwohl wir eher narrativ spielen, ist es doch immer sehr aufwendig.
Wenn ich wieder regelmäßig leite sollte werde ich das Regelsystem vom Barbarians of Lemuria nehmen.

Was mich auch abtörnt sind:
- Feats (DnD/Pathfinder) oder analog in anderen Regelwerke Extra-Eigenschaften mit Crunch Vor/Nachteilen für SC die lose neben den Kernregeln schweben
-  Inflation spielbare Rassen derer kultureller Hintergrund oft kaum durchdekliniert ist . Es reichen doch schon verschiedene Kulturen einer oder zwei Rassen für gesellschaftliche Konflikte (siehe Erde) aus.

tartex:

--- Zitat von: Jiba am 11.12.2017 | 13:25 --- (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)...weil ernsthaft, Leute: Wer hat dafür denn überhaupt die Zeit?!? Erkärt's mir, gerne auch in einem anderen Faden! Was ist der Vorteil daran, ein derart komplexes Regelwerk voller Zahnräder zu spielen, an denen man nach Belieben justieren kann? Und die man ständig alle ölen muss?

[...]

Und mit dieser Lebensführung komme ich überhaupt nur dazu, Kampagnen etc. für Rules Light-Systeme vorzubereiten. Allein der Charakterbau und Verwaltungsaufwand steht diametral gegen das, was ich überhaupt leisten kann. Und das OBWOHL ich viel Freizeit habe. Also, Frage bleibt,
 gliedert das gerne aus: Wer kann denn sowas überhaupt machen? Ich meine, alles dauert länger: Die Vorbereitung, das Spiel, das Lesen der Bücher? Warum tut man sich das an?
--- Ende Zitat ---

Tja, ich denke ein Großteil der Rollenspieler lebt in einer Monokultur. Die wollen genau ein System und schauen dann auch nicht über den Tellerrand. Wer 10 Jahre oder mehr nur D&D, Pathfinder oder DSA spielt, und dann statt in Foren zu posten seine Hobbyzeit lieber in Charakterbasteln steckt, dem mag das lieber sein.

Zumindest aus Spielerperspektive kann ich für solche Leute schon nachvollziehen, dass sie viele Charakteroptionen wollen.

Wie man als Spielleiter mit Systemen wie Pathfinder zurecht kommt, weiß ich selber nicht. Naja, ich nehme an, wenn man hauptsächlich Kaufabenteuer(pfade) spielt, dann funktioniert es vielleicht.

(Ich weiß, ich weiß, das waren nur rhethorische Fragen...)

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