Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Gibt es für euch irrationale Regelwerks-Abtörner?
alexandro:
--- Zitat von: Megavolt am 11.12.2017 | 21:55 ---Interessant, ich bin ein passionierter Kreuz- und Querleser.
--- Ende Zitat ---
+1
Zumal sich in Rollenspielbüchern auch viel wiederholt (ich will nicht die x-te Version von "Was ist eigentlich Rollenspiel?" lesen, sofern der Autor nichts wesentlich neues zu sagen hat). Ebenso SL-Kapitel (ich weiß mittlerweile, wie ich gerne leite - evtll. lese ich das irgendwann mal als Kuriosität, aber erstmal will ich wissen, ob das Spiel mit meinem SL-Stil harmoniert. Besonders schlimm fand ich das Doctor Who-Rollenspiel - da habe ich den Fehler gemacht erst den Players Guide zu lesen, nur um dann festzustellen, dass der GMs Guide nochmal dasselbe ist, nur mit minimalen Anpassungen (die nicht kenntlich gemacht wurden, so dass man den bekannten Stuff nochmal gründlich lesen muss, um alles zu finden) - selten ein schlechter organisiertes Rollenspiel gelesen, kam mir vor wie bei einem dieser Wimmelbild-Bücher.
YY:
Klassen- und Levelsysteme, am Schlimmsten in Kombination.
Das hat irgendwann mal rational angefangen, aber mittlerweile muss ziemlich viel passieren, dass so ein System bei mir auch nur ansatzweise eine Chance bekommt.
OT der Übersichtlichkeit halber in Spoiler (Abtrennungsantrag ist gestellt):
--- Zitat von: Jiba am 11.12.2017 | 13:25 --- (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)...weil ernsthaft, Leute: Wer hat dafür denn überhaupt die Zeit?!? Erkärt's mir, gerne auch in einem anderen Faden! Was ist der Vorteil daran, ein derart komplexes Regelwerk voller Zahnräder zu spielen, an denen man nach Belieben justieren kann? Und die man ständig alle ölen muss?
...
Und mit dieser Lebensführung komme ich überhaupt nur dazu, Kampagnen etc. für Rules Light-Systeme vorzubereiten. Allein der Charakterbau und Verwaltungsaufwand steht diametral gegen das, was ich überhaupt leisten kann. Und das OBWOHL ich viel Freizeit habe. Also, Frage bleibt,
gliedert das gerne aus: Wer kann denn sowas überhaupt machen? Ich meine, alles dauert länger: Die Vorbereitung, das Spiel, das Lesen der Bücher? Warum tut man sich das an?
--- Ende Zitat ---
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Aus meiner Perspektive betrifft das hauptsächlich simulationistische oder ordentlich durchgerechnete gamistische Systeme, die Langzeitmotivation liefern sollen.
Bei beiden kommt man um einen gewissen Umfang nicht herum, damit die überhaupt ihre Zielsetzung auch nur ansatzweise erfüllen können; alle anderen stehen in Sachen notwendiger Umfang mMn schon deutlich wackliger da.
Das bedeutet natürlich nicht, dass jedes umfangreiche Regelwerk automatisch gut oder auch nur für obiges geeignet oder sonstwas ist und erst recht nicht, dass umfangreicher automatisch besser bedeutet.
Vor Allem gibt es aber sehr unterschiedliche Schwerpunkte, wo das Regelwerk seinen Umfang her nimmt.
Liefert es z.B. ausufernde Charaktererschaffung und viele Subsysteme für die obskursten Dinge, kann das durchaus bedeuten, dass es in der Spielpraxis ziemlich flott von der Hand geht, weil man diese Subsysteme oft nicht braucht und die Charaktere im Vorfeld erstellt wurden.
Hat man umgekehrt einen gigantischen Berg an z.B. kampforientierten Talenten, Sonderfertigkeiten usw. und spielt auch entsprechend kampflastig, muss man das alles drauf haben oder mehr oder weniger clevere Abkürzungen nutzen.
Das ist dann wohl nur in brauchbarer Weise möglich, wenn man sich auf ein System fokussiert.
Ich selbst mag komplexe Regelwerke und scheue mich nicht vor einer gewissen Einarbeitungszeit, wenn das System mir grundsätzlich taugt und der Autor in ähnlichen Bahnen denkt wie ich. Dann fällt es mir nämlich relativ leicht, mir so ein System draufzuschaffen und es zumindest in Grundzügen so weit zu behalten, dass ich in kurzer Zeit wieder "leitfähig" bin.
Riesige Regelbrocken, die mir gegen den Strich gehen, vermeide ich natürlich - aber nicht wegen ihres Umfangs, sondern wegen der zugrundeliegenden Konzepte.
An der Vorbereitungszeit merke ich selbst kaum, ob ein Regelwerk umfangreich oder schlank ist. Ich bereite immer so wenig wie möglich vor...
Natürlich ist an dem Punkt schon eine Vorauswahl getroffen, weil ich mir ein System erst gar nicht anfange, wenn es mich zu langwierigem und geistlosem Rausschreiben von Regelkleinkram u.Ä. zwingt.
Ich habe aber auch einfach Spaß dran, mir ein neues oder lange ungespieltes Regelwerk wieder zu erschließen.
Meist mache ich zumindest das Wiedereintauchen nur anlassbezogen, aber ich würde jetzt nicht sagen, dass das für mich in Sachen Unterhaltungswert sonderlich weit hinter dem üblichen Netflix-Gedöns oder der meisten Unterhaltungsliteratur zurücksteht, wenn überhaupt.
Moonmoth:
Wenn der Ton des Regelwerkes sich ganz erheblich mit dem eigentlichen Gameplay beißt. Beispiel: Ein sehr heroischer und cinematisch beschriebener „Fluff“ und dazu Regeln, in deren simulationistischem Ansatz kaum Raum für ähnliche Taten der Spieler bleibt.
Luxferre:
Mir fehlt hier zu 90% der Faktor "irrational" !!
Traut sich keiner, was? >;D würde wohl das Bild des Übermenschenrollenspieler zerrütten ~;D
gilborn:
Ich mag keine Proben mit Würfel + Fähigkeit muss höher als ein bestimmter Mindestwert sein.
Keine Ahnung warum.
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