Pen & Paper - Spielsysteme > D&D - Dungeons & Dragons
Warum beeinflusst Rüstung eigentlich die Rüstungsklasse?
YY:
IIRC war es zumindest in Teilen so gewollt, dass Schwerter und speziell das Langschwert so gut waren.
Das haben die allermeisten Fantasy-Rollenspiele ja auch nie so ganz abgelegt und Schwerter sind rein "technisch" in den meisten Fällen immer noch überbewertet, weil man entweder bewusst eher ihrer sozialen und symbolischen Bedeutung folgt oder ganz einfach deshalb, weil sich das so eingeschliffen und verselbständigt hat.
Zur Waffengeschwindigkeit:
Solche Konzepte sind immer ein Stück weit daneben, weil der Knackpunkt eigentlich Timing ist und nicht reine Geschwindigkeit - und das hängt wiederum an anderen Sachen viel mehr als an der Waffe.
Als reines Spielelement ist es noch ok, aber zu genau hinschauen darf man da nicht.
Rhylthar:
Selbst die 5E hat immer noch das 2d6 Greatsword drin, welches aufgrund verschiedener Regelmechaniken weiterhin die beste Waffe ist in jener Kategorie.
Thandbar:
Welches System macht es denn "richtig", also stellt Waffen sowohl einigermaßen realistisch als auch taktisch vielfältig dar und überzeugt auch in der spielmechanischen Wirkung, die Rüstungen haben sollten?
Rhylthar:
--- Zitat von: Thandbar am 17.02.2018 | 23:27 ---Welches System macht es denn "richtig", also stellt Waffen sowohl einigermaßen realistisch als auch taktisch vielfältig dar und überzeugt auch in der spielmechanischen Wirkung, die Rüstungen haben sollten?
--- Ende Zitat ---
Ich rate mal: GURPS. ;)
YY:
--- Zitat von: Rhylthar am 17.02.2018 | 23:28 ---Ich rate mal: GURPS. ;)
--- Ende Zitat ---
Ja, wenn auch grad in dem Kontext mit ein paar kleinen Schönheitsfehlern (die aber in Low-Tech großteils behoben werden).
Jedenfalls ist es schwer auf dem richtigen Weg und die Frage, welche Waffe man gegen welchen Gegner verwendet, ist allemal relevanter als in vielen anderen Systemen.
Mit einem Schwert gegen schwer Gerüstete ist halt eine sehr undankbare Sache, wenn man es nicht schafft, verwundbare Stellen zu treffen - da sind andere "Lösungswege" schnell interessanter.
Das ist nebenbei eine der Stellen, an denen The Riddle of Steel sich im Vergleich zu GURPS wesentlich schlechter geschlagen hat.
Anderes Beispiel:
Die Axt ist in GURPS nicht grundsätzlich langsamer als das Schwert, aber mit der Axt kann man nicht in der gleichen Runde angreifen und parieren.
D.h. entweder nutzt man einen Schild zur Einhandaxt oder man muss entsprechend agieren, um diesen Umstand in seinen Auswirkungen zu reduzieren - das läuft dann auf das Thema Timing hinaus.
Im Gesamtbild führt das dazu, dass mittelalterliche (o.Ä.) Kämpfe in GURPS teils spürbar anders ablaufen als in anderen Systemen. Damit tun sich viele schwer, wenn sie schon feste Vorstellungen entwickelt haben - andererseits braucht man auch das System erst gar nicht wechseln, wenn doch alles so laufen soll wie gewohnt ;)
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