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Scheibenwelt - Die Nachtwache als Serie

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Megavolt:
Sehe ich ähnlich wie Sashael.

Ist aber nicht so schlimm, denn ich denke, es gibt so eine Art Pratchett-Alter (15 - 25 Jahre?) Danach sieht man auch die Macken deutlicher, z.B. dass der Pratchett gerne schlaumeiert aber nicht immer Ahnung von den Dingen hat, die er sich vornimmt. Oder wie bodenlos sein Spätwerk ist (wenn er es denn noch selber geschrieben hat).

Dann kann man den Pratchett auch gut wieder beiseite legen. Es bleibt ja der Genuss, den man zB bei der Erstlektüre von alles Sense gehabt hat. Das kann einem keiner nehmen, aber die Serie kann man sich auch gut sparen, vor allem, wenn sie schon so krumm aufgestellt ist.

Ludovico:

--- Zitat von: Sashael am  1.05.2020 | 09:16 ---Pratchett hat bei den Zwergen die Sinnlosigkeit und Absurdität von Patriarchat ja ins Groteske getrieben, da man bei den Zwergen Frauen erst bei genauerer Untersuchung entdecken kann und sie ansonsten männlichen Zwergen absolut gleichen, was die bei scheibenweltlerischen Zwergen tatsächlich vorhandene Unterdrückung der Frauen (und damit als Gleichnis bei allen Humanoiden) vollkommen sinnlos werden lässt.

Dagegen finde ich die zwangsweise Einführung einer nicht-binären Person unsinnig.

--- Ende Zitat ---

Sie ist im Film ein Mensch, der bei Zwergen aufgewachsen ist.

Sashael:

--- Zitat von: Ludovico am  1.05.2020 | 17:26 ---Sie ist im Film ein Mensch, der bei Zwergen aufgewachsen ist.

--- Ende Zitat ---
Ein Posten, der in den Büchern bereits von Karotte besetzt ist. Muss dann davon ausgehen, dass man das bei Karotte zwecks Vermeidung von Doppelungen ebenfalls geändert hat?

Falls ja: Was zur Hölle bleibt da noch von der Wache von Pratchett übrig?

Ludovico:

--- Zitat von: Sashael am  1.05.2020 | 19:59 ---Falls ja: Was zur Hölle bleibt da noch von der Wache von Pratchett übrig?

--- Ende Zitat ---

Namen und Titel

Maarzan:
Ich finde das schwer bescheuert, aber es ist ja kaum etwas so schlecht, dass nichts draus gelernt werden kann.

Mich hat es jetzt zu neuen Gedanken bezgl. "kulturelle Aneignung" gebracht, den letztlich ist das ja eine Reaktion auf ähnliche Umstände - jemand nimmt dein Spielzeug, verändert es ohne Ahnung und Achtung und erklärt ggf., auch noch, dass es jetzt "besser ist".

Da frage ich mich gerade, wo würde ich jetzt selbst die Grenze zu angemessen "verletzten Gefühlen" ziehen.
Und da würde ich die Grenze da ziehen, wo die Adaption behauptet das Original zu sein und nicht wenigstens erkennbar versucht hat nach bestem Willen und Können am Original zu bleiben.
Fehler oder Anpassungen für ein anderes Medium sind bei so etwas unvermeidbar und wären verzeihbar und wenn die Seriennummer abgefeilt ist und ein eindeutiges neues Label darauf steht, muss man die verhunzte Kopie immer noch nicht mögen, aber dann wäre die Trennung in "meins und deins" eben erhalten.


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