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Scheibenwelt - Die Nachtwache als Serie

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Flamebeard:
Es hätte ja gelangt, wenn sie gesagt hätten: "Spielt halt nach den Büchern. Einige Charaktere kommen in der Serie vor, der Rest ist ein neuer Cast." Damit hätte man das geschickt transportieren können. Und hätte auch noch Zukunftssicherheit, falls da noch was nach kommen soll. (Es kann natürlich sein, dass sie den 8-Teiler nur rein drücken, um irgendwelchen Verträgen nach zu kommen, damit die Rechte nicht zurück ans Estate gehen...)

Megavolt:

--- Zitat von: Sashael am  3.05.2020 | 17:45 ---Die Bücher von Pratchett wurden millionenfach verkauft. Dann die Charaktere, von denen die Bücher leben, komplett zu ändern ist beknackt.

--- Ende Zitat ---

Mir schwirrt im Hinterkopf herum, dass der Pratchi zeitweise mal für 3% aller Buchverkäufe in England verantwortlich war. Irgendwie sowas.

WulfBorzagh:

--- Zitat von: Sashael am  3.05.2020 | 17:45 ---Die Bücher von Pratchett wurden millionenfach verkauft. Dann die Charaktere, von denen die Bücher leben, komplett zu ändern ist beknackt. Ausgerechnet die Zielgruppe einer Pratchettserie als nicht relevant zu sehen, finde ich zudem äußerst merkwürdig.

Hätten sie doch was eigenes machen können, wenn sie die Bücher inadequat für den heutigen Serienmarkt finden.

--- Ende Zitat ---
Die Zielgruppe ist für Produzenten zu gering. Die Zahl der Leute, die von der Schiebenwelt gehört haben aber umso größer, zumindest in Großbrittanien.
Wir dürfen abe rnicht vergessen, dass es BBC America ist, die dran rumdoktort. Das bedeutet, dass wir paar dusseligen Europäer noch weniger ins Gewicht fallen werden. Die wollen erstmal Ihre knapp 330 Millionen Leute bespaßen.

Es sind zwar 80 Millionen Bücher gewesen, die verkauft wurden (Weltweit) und Pratchett hat über 40 Bücher geschrieben. Das heisst weniger als 2 Millionen Leute haben weltweit die Bücher gekauft. Das ist zwar ein geiler Wert, aber immer noch gut 6 mal weniger als von Harry Potter verkauft wurde und das waren weitaus weniger Bücher.

Mit den Zahlen die ich reingeworfen habe ist es zwar eine zu vereinfachte Rechnung, aber das soll als einfacher vergleich genügen, da mir exakte Zahlen und die Zeit um mich näher reinzuknien fehlen.

Laut Netfilx haben deren besten Serien irgendwas zwischen 20 und 50 Millionen Zuschauer. Nehmen wir mal den Mittelwert, also 35 Millionen Leute. Das soll als Benchmark für einen RIESEN Erfolg stehen.
Rechnen wir bei Pratchett noch mal 1 bis 2 Millionen extra zur Ziekgruppe dazu, da die Scheibenwelt populärer war, als seine anderen Bücher. Also sind wir bei gut 3 Millionen "Fans" der Scheibenwelt.
Das bedeutet, die Fanbase ist nur ca. 10% der Zielgruppe. Für ein Studio also viel zu wenig um sich an denen zu orientieren, wenn es sich lohnen soll eine zweite Staffel zu produzieren.

Als weiteres Beispiel einer, wie ich finde, gelungenen Adaption ist Good Omens. Warum ist die Serie so nah am Buch ?
Weil Neil Gaimen dafür verantwortlich war. Der konnte als Showrunner Einfluss nehmen. Die Rechte für die Scheibenwelt sind ja bei den Studios und die können das so verändern wie sie wollen. Sie könnten auch einen Cyborg Detritus einbauen, wenn Sie wollten.

Um zum Kern zu kommen: Der Kapitalismus, der dahinter steckt lässt viele (zurecht) davon abschrecken sich die Serie anzuschauen. Vielleicht ist das ganze auch nur ein Clou um die Rechte zu behalten (Wie die Fantastic Four Filme oder Spiderman). Nicht zu schauen ist das gute Recht eines einzelnen. Ich persönlich warte oftmals auf das fertige Produkt und entscheide dann. Ich selbst war beim Casting von Henry Cavill als Hexer eher unbegeistert, aber da wurde ich auch eines besseren belehrt.


Wulfi nun mal was futternd

Irian:
Persönlich ist ein großer Teil meiner anfänglichen Begeisterung auch eher verflogen. Werde sicher reinschauen, aber ich rechne nicht damit, dass es mehr als 1-2 Episoden werden - aber vielleicht werde ich ja positiv überrascht.

Das Argument, dass die Scheibenwelt-Leser so wenig Zielgruppe sind, mag ja gut klingen, aber praktisch gesehen heißt es ja nicht, dass, wenn die Zielgruppe 35 Millionen sind, die Scheibenwelt-Leser aber nur 2 Millionen, dass dann die 33 Millionen Leute Unterschied automatisch total begeistert von den Änderungen sein müssen. Das kann genauso gut nach hinten losgehen, wenn den 33 Millionen ein Pratchett besser gefallen hätte (selbst ohne das Original zu kennen) als ein "inspired losely by ...". Aber das muss man natürlich erstmal sehen, wie es ankommt, aber Pratchett hat halt nunmal den Vorteil, dass er schon bewiesen hat, dass es 2 Millionen gefällt, während die Autoren der Änderungen in der Richtung erstmal gar nix vorweisen können, die spekulieren also nur darauf, dass es massentauglicher wäre.

Mein Problem mit sowas ist, dass ich halt eine Verfilmung will und deshalb Probleme haben könnte, ein "inspired by" zu würdigen, selbst wenn es für sich genommen gar nichtmal schlecht wäre, einfach, weil ich in meinem Kopf nicht abschalten kann, es als schlechte Verfilmung zu sehen und nicht als gutes, eigenständiges Werk. Vermutlich wäre es am einfachsten, wenn es einfach schlecht ist, weniger anstrengend ;-)

Die Sky Filme fand ich ganz angenehm und scheinbar sollten jetzt mehr Filme in der Pipeline sein (iirc aber nicht von Sky), wenn das wirklich Verfilmungen werden (und nicht "Inspired by"), bin ich da ehrlich gesagt etwas mehr gespannt drauf.

Ludovico:
Hier eine inoffizielle Reaktion zu The Watch:
Pratchetts Tochter will werkgetreue Adaptionen drehen.
http://www.filmstarts.de/nachrichten/18530745.html

Schade, dass Guards Guards nicht dabei sein wird.  :(

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