Pen & Paper - Rollenspiel > Pen & Paper - Eigenentwicklungen
[Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
Galatea:
--- Zitat von: Doc-Byte am 6.07.2026 | 17:03 ---Zu grundlegenden Fragen, gibt es grundlegende Antworten von mir. ;D ;)
--- Ende Zitat ---
:d
Ja, dass die Spezies verwandt sind finde ich interessant und praktisch. Das vermeidet auch ganz grobe Inkompatibilitäten, da alle Spezies auf mikrobiologischer Ebene (Kodierung von Informationen, Zellstoffwechsel, Nevernsystem) praktisch identisch sind.
--- Zitat von: Doc-Byte am 6.07.2026 | 17:03 ---Was das historische Vorbild angeht, hatte ich (für Teilaspekte) tatsächlich ein wenig das römische Imperium vor Augen.
--- Ende Zitat ---
Ah, der Goku-Imperialismus - "Ich hab dich besiegt, also bist du jetzt mein Freund".
Finde ich als Antagonisten wirklich toll und mal was anderes.
Generell mag ich das diplomatisch-gerissene und geduldig-abwartende bei den Krull, das ist mal eine Reptiloidenspezies, die nicht nur stumpf draufkloppt.
--- Zitat von: Doc-Byte am 6.07.2026 | 17:03 ---Coolaanie sind eher so eine Art humanoiden Lemuren. - Wobei ich noch mal betonen sollte, dass ich die Spezies nicht als "vermenschlichte Tiere" betrachte, sondern es Humanoide Wesen sind, die aus Evolutionsgründen Eigenschaften haben, die auf der Erde unter Tieren vorkommen. Die Bilder können da leider etwas irreführend wirken, deshalb sage ich im Vorwort ausdrücklich, dass diese nur Annäherungen sind. - Es macht die Sache natürlich auch nicht leichter, dass sich meine eigene Wahrnehmung und Interpretation mit der Zeit (weiter)entwickelt hat. :think:
--- Ende Zitat ---
Ah, okay, mehr Lemuren, weniger Koalas. Meine Frage kam erster Linie daher, weil ich mir für Menschen und teilweise noch ein gutes Stück größere Spezies gemachte Treppen für diese bis 1,40m-Knirpse als sehr unpraktisch vorstelle. Anderseits könnten die sich auch einfach am Geländer entlang hangeln.
--- Zitat von: Doc-Byte am 6.07.2026 | 17:03 ---Eigentlich waren die nie als "Wolfsmenschen" gedacht, das ist auch so ein Fall, wo ich ursprünglich nur eine grobe Vorstellung zum Erscheinungsbild hatte und das, was sich mit der Zeit entwickelt hat, mag irreführend wirken. Andererseits ergeben einige ihrer körperlichen Eigenschaften tatsächlich nur für Jäger Sinn. Aber auch der Mensch war ursprünglich mal primär ein Jäger.
--- Ende Zitat ---
Naja, der Mensch war schon immer recht flexibel, was seinen Speiseplan angeht - reine Jäger waren wir nie. Hunde haben im Lauf der Zeit (wahrscheinlich ohne absichtliches menschliches Zutun) die Fähigkeit entwickelt Getreideprodukte, Obst und Gemüse zumindest halbwegs gut zu verdauen - einfach weil es dem Überleben zuträglich ist, wenn man essen kann was bei den Menschen abfällt, sollte es mal kein frisches Fleisch geben.
Zivilisationsmäßig sehe ich reine Fleischdiät nicht als Problem (zumal nach neuesten Erkenntnissen wir Menschen Feldwirtschaft wohl erstmal auch nicht zur Nahrungsgewinnung, sondern zum äh... saufen (bzw. brauen) begonnen haben), im Zweifelsfall haben die Kat'ol halt Ackerbau als Erweiterung ihrer Viehhaltung entwickelt, aber Population betreffend dürften deren Welten/Kolonien dann eher Aussehen wie die schottischen Highlands - mehr Schafe als Einwohner.
--- Zitat von: Doc-Byte am 6.07.2026 | 17:03 ---Naja, für ein modernes Leben ist es schon praktisch, wenn man nicht permanent nass ist. Angefangen bei Kleidung über die Möglichkeit, seine Nahrung zuzubereiten bis hin zu Maschinen und Technik, die nicht so sehr auf Salzwasser stehen... Die lichtempfindlicherne Augen sind wie der Elektrosinn eine Anpassung an die Lichtverhältnisse unter Wasser. - Tatsächlich hast du aber recht, das sie im Gegenzug am Land Probleme mit grellem Tageslicht haben könnten / sollten... Vielleicht sind sie an Land ursprünglich ja nachtaktiv? :think:
--- Ende Zitat ---
Ah okay, die Lichtempfindlichkeit ist für tiefere Wasserschichten. Blendempfindlichkeit halte ich eher nicht für so sinnvoll, es ist jetzt nicht so, dass die Wasseroberfläche direkt 80% des Sonnenlichts ausnockt und wenn die irgendeine Form von Unterwasser-Agrarwirtschaft betreiben, braucht die ja auch Sonnenlicht. In Flachwasserbereichen ist es praktisch genauso hell wie an Land. Zudem ist die Spezies halb-aquatisch - Robben, Seelöwen und Pinguine sind ja auch nicht übermäßig blendempfindlich.
Eigentlich ging es mir aber um die Druckkuppeln. Wenn die Spezies semi-aquatisch ist und an Land zurechtkommt, dann macht das überhaupt keinen Sinn. Die Kuppel macht in Außenkolonien Sinn, wenn man darin dauerhaft eine hohe Luftfeuchtigkeit halten will (z.B. weil deren Heimatplanet so ein Dampfkessel ist), aber warum sollten die ihre Kuppeln unter Druck setzen, wenn sie mit dem Druck an Land wunderbar zurecht kommen?
Nachtaktiv und halbaquatisch kann man machen, das schließt sich nicht aus - Nilpferde sind ja auch größtenteils nachts an Land aktiv (und nach neuesten Erkenntnissen überraschend sozial dabei).
--- Zitat von: Doc-Byte am 6.07.2026 | 17:03 ---Der Punkt ist, dass die Ursprungswelt der Jodun so weit vom Nu Texas Sektor entfernt liegt, dass er für das Setting keine echte Bedeutung hat. Die Jodun Hegemonie ist ein sehr altes und weit ausgedehtes Reich, dass sich etwas als Mischung aus hellenistischem Griechenland und spätrömischer Republik beschreiben lässt. Das Zentrum hat längst die entfernten Grenzwelten aus dem Blick verloren und ist mich sich selbst beschäftigt. Deshalb haben sich die Jodun in der Nähe der Neuen Grenzwelten auch stärker den Neuankömmlingen zugewandt, die sich teilweise als wertvollere Verbündete (gegen die Krull) erweisen haben, als die eigene Zentralmacht.
--- Ende Zitat ---
Eigentlich wollte ich nur sagen, dass man Flügel zu mehr als nur dem Klischee-Trait Gleitflug verwenden kann ;)
Finde es aber natürlich auch sehr interessant mehr über die Bewohner der Galaxie zu erfahren =)
Mehr Informationen helfen den Spielern ja auch bei der Darstellung.
Doc-Byte:
--- Zitat von: Galatea am 6.07.2026 | 19:41 ---Ja, dass die Spezies verwandt sind finde ich interessant und praktisch. Das vermeidet auch ganz grobe Inkompatibilitäten, da alle Spezies auf mikrobiologischer Ebene (Kodierung von Informationen, Zellstoffwechsel, Nevernsystem) praktisch identisch sind.
--- Ende Zitat ---
Das man die Nahung der anderen zumindest zu sich nehmen kann (ob man sie mag, ist ein anders Thema ;)) ist sicherlich auch recht praktisch, besonders für Agrarkolonien. - Ein Punkt, den ich tatsächlich auch irgendwo mal als Halbsatz einflechten könnte. 8]
--- Zitat ---Generell mag ich das diplomatisch-gerissene und geduldig-abwartende bei den Krull, das ist mal eine Reptiloidenspezies, die nicht nur stumpf draufkloppt.
--- Ende Zitat ---
Man kann dabei ein wenig an das Jagdverhalten von Krokodilen denken. >;D
Aber der Kern der Politik ist tatsächlich, besiegte Feinde nicht zu unterdrücken, sondern zu integrieren.
--- Zitat ---Ah, okay, mehr Lemuren, weniger Koalas. Meine Frage kam erster Linie daher, weil ich mir für Menschen und teilweise noch ein gutes Stück größere Spezies gemachte Treppen für diese bis 1,40m-Knirpse als sehr unpraktisch vorstelle. Anderseits könnten die sich auch einfach am Geländer entlang hangeln.
--- Ende Zitat ---
Naja, sie sind grundsätzlich ja jetzt auch nicht kleiner als menschliche Kinder. - Aber wenn sie es drauf anlegen, sind die sicher schneller am Geländer oben angekommen als ein Mensch per Stufen. ;D
--- Zitat ---Zivilisationsmäßig sehe ich reine Fleischdiät nicht als Problem (zumal nach neuesten Erkenntnissen wir Menschen Feldwirtschaft wohl erstmal auch nicht zur Nahrungsgewinnung, sondern zum äh... saufen (bzw. brauen) begonnen haben), im Zweifelsfall haben die Kat'ol halt Ackerbau als Erweiterung ihrer Viehhaltung entwickelt, aber Population betreffend dürften deren Welten/Kolonien dann eher Aussehen wie die schottischen Highlands - mehr Schafe als Einwohner.
--- Ende Zitat ---
In Bezug auf Landwirtschaft müsste man streng genommen tatsächlich mal überdenken, wie die Pflanzenwelt überhaupt aussieht, wenn sie mit dem Licht von einem Doppelsternsystem aus zwei Roten Zwergen zurecht kommen müssen. :think: (Grün sind die Blätter jedenfalls vermutlich eher nicht.)
--- Zitat ---Ah okay, die Lichtempfindlichkeit ist für tiefere Wasserschichten. Blendempfindlichkeit halte ich eher nicht für so sinnvoll, es ist jetzt nicht so, dass die Wasseroberfläche direkt 80% des Sonnenlichts ausnockt und wenn die irgendeine Form von Unterwasser-Agrarwirtschaft betreiben, braucht die ja auch Sonnenlicht. In Flachwasserbereichen ist es praktisch genauso hell wie an Land. Zudem ist die Spezies halb-aquatisch - Robben, Seelöwen und Pinguine sind ja auch nicht übermäßig blendempfindlich.
--- Ende Zitat ---
Auch wieder wahr. :think:
--- Zitat ---Eigentlich ging es mir aber um die Druckkuppeln. Wenn die Spezies semi-aquatisch ist und an Land zurechtkommt, dann macht das überhaupt keinen Sinn. Die Kuppel macht in Außenkolonien Sinn, wenn man darin dauerhaft eine hohe Luftfeuchtigkeit halten will (z.B. weil deren Heimatplanet so ein Dampfkessel ist), aber warum sollten die ihre Kuppeln unter Druck setzen, wenn sie mit dem Druck an Land wunderbar zurecht kommen?
--- Ende Zitat ---
Der Planet hat halt einfach nicht sehr viel Landmasse... Aber du hast schon recht, es klingt momentan etwas nach "is halt so" Setzung. wtf?
--- Zitat ---Eigentlich wollte ich nur sagen, dass man Flügel zu mehr als nur dem Klischee-Trait Gleitflug verwenden kann ;)
--- Ende Zitat ---
Man denke da nur an Pfauen... ~;D
---
Deine Anmerkungen haben mich definitiv auf neue Ideen und Gedanken gebracht, die ich gerade gedanklich verarbeite. Ein paar Sachen werden vermutlich ins Buch wandern. Von daher sage ich noch mal ausdrücklich Danke für dein Feedback. :d
Galatea:
--- Zitat von: Doc-Byte am 8.07.2026 | 16:50 ---Das man die Nahung der anderen zumindest zu sich nehmen kann (ob man sie mag, ist ein anders Thema ;)) ist sicherlich auch recht praktisch, besonders für Agrarkolonien. - Ein Punkt, den ich tatsächlich auch irgendwo mal als Halbsatz einflechten könnte. 8]
--- Ende Zitat ---
Das ist der Koexistenz/Kooperation definitiv zuträglich.
Wobei es ja durchaus auch Produkte geben kann, die Spezies XY jetzt nicht/nicht in größerer Menge konsumieren sollte (Hunde und Schokolade, Milch bei Nichtkaukasiern).
--- Zitat von: Doc-Byte am 8.07.2026 | 16:50 ---Naja, sie sind grundsätzlich ja jetzt auch nicht kleiner als menschliche Kinder. - Aber wenn sie es drauf anlegen, sind die sicher schneller am Geländer oben angekommen als ein Mensch per Stufen. ;D
--- Ende Zitat ---
Hm...
Ich mach mir halt etwas Gedanken darüber, wie man Kohabitation interessant(er) gestalten könnte. Menschen dürften ja was Größe angeht eher so im Mittelfeld rangieren, bin mir nicht sicher, ob einige der größeren Spezies (2,50m Minoer) mit unseren Standardtreppen zurechtkommen - da könnte die Frage mit den Cooraalie dann evtl. wieder interessant werden.
--- Zitat von: Doc-Byte am 8.07.2026 | 16:50 ---In Bezug auf Landwirtschaft müsste man streng genommen tatsächlich mal überdenken, wie die Pflanzenwelt überhaupt aussieht, wenn sie mit dem Licht von einem Doppelsternsystem aus zwei Roten Zwergen zurecht kommen müssen. :think: (Grün sind die Blätter jedenfalls vermutlich eher nicht.)
--- Ende Zitat ---
Naja, die können schon von Glück sagen dass sie überhaupt existieren - nach neueren Erkenntnissen sind rote Zwerge überhaupt kein guter Ort für die Entwicklung von Leben, weil sie fundamental instabil sind und ihre Umgebung regelmäßig mit massiven Schauern aus Röntgenstrahlung und anderen unangenehmen Energieformen eindecken. Ich denke das kann man aber hier einfach mal ignorieren.
Generell ist die erwartbare Pflanzenblattfarbe das höchste Outputspektrum des Sterns - unsere Sonne hat ihr Maximum eigentlich in (blau)grün, erscheint aber (wie alle Sterne mit Maximum im grünen Lichtbereich) weißlich, da die anderen Wellenlängen sich mit dem Grün mischen und das Maximum optisch verdecken. Rote Sterne hätten also sehr wahrscheinlich rote Pflanzen, blaue Sterne blaue Pflanzen (bei sehr hoher Entfernung zum Stern gelb) und Planeten die kaum Licht abbekommen, können auch völlig schwarze Pflanzen haben (hier gibt es kein "zu viel"-Maximum, das reflektiert werden muss, um Schaden am Photosyntheseapparat zu vermeiden).
--- Zitat von: Doc-Byte am 8.07.2026 | 16:50 ---Der Planet hat halt einfach nicht sehr viel Landmasse... Aber du hast schon recht, es klingt momentan etwas nach "is halt so" Setzung. wtf?
--- Ende Zitat ---
V.a. hat die Menge an Landmasse nichts mit dem Atmosphärendruck zu tun. Die Atmosphäre dürfte bei der Menge an Wasserfläche sehr feucht sein, da macht eine Kuppel auf einer Felsenplanet-Kolonie schon Sinn, aber halt wegen der Luftfeuchtigkeit, nicht wegen Druck.
--- Zitat von: Doc-Byte am 8.07.2026 | 16:50 ---Man denke da nur an Pfauen... ~;D
--- Ende Zitat ---
Ich weiß nicht, ob du's weißt, auch männliche Pfaue können fliegen. Aktiv. Und garnicht mal so schlecht.
Sie sind definitiv keine Langstreckenflieger, aber weitaus geschickter als man erwarten würde.
--- Zitat von: Doc-Byte am 8.07.2026 | 16:50 ---Deine Anmerkungen haben mich definitiv auf neue Ideen und Gedanken gebracht, die ich gerade gedanklich verarbeite. Ein paar Sachen werden vermutlich ins Buch wandern. Von daher sage ich noch mal ausdrücklich Danke für dein Feedback. :d
--- Ende Zitat ---
Gerne :d
pharyon:
--- Zitat von: Doc-Byte am 1.07.2026 | 18:51 ---...
Fraktion: Mechas
Als Kollektiv bzw. Zentrale KI mit Drohnen gibt es nur eine Persönlichkeit. Allerdings besteht die Möglichekit, dass sich eine unabhöngige KI entwickelt, wenn ein Teil des Kollektivs über längerer Zeit vom Rest abgeschnitten ist und unabhängig agiert. Die zentrale KI versucht, dem aktiv entgegenzuwirken (vielleicht geht sie sogar so weit, eine Art von degenerativer Selbstzerstörung in Drohnen mit Langzeitmission einzubauen?).
Handlungsmotive: Die Kontrolle über "alle" biologischen Lebensformen erlangen, um letztendlich Konflikte und Kriege unter diesen zu beenden. Der dafür erforderliche Konflikt mit dem Terransichen Sternenbund als lokale Hauptmacht / größter Gegenspieler wird als notwendiges Übel akzeptiert. Die Krull werden als Werkzeug zum Ereichen dieses Ziels gesehen, nicht als gleichberechtigte Verbündet. - Sollte es zur Entwicklung einer eigenständigen KI aus einer isolierten Krull Guppe kommen, können sich die Handlungsmotive völlig unterscheiden und der Sternenbund könnte sogar als Partner erkannt werden (nur wie macht man ihm klar, dass man mit dem Mecha Kollektiv nichts mehr zutun hat, wenn man genauso aussieht?).
...
--- Ende Zitat ---
Hey, das sieht doch insgesamt schonmal ganz gut aus. Schön auf den Punkt. Ich hake insbesondere hier bei den Mechas nochmal nach (in den nächsten Tagen nach dem Wochenende kann ich dann reger beitragen). Willst du das Kollektiv beibehalten? Wie stellen die Mechas sicher, dass die Verbindungen ausreichend Energie haben und die Infomengen die einzelnen "Drohnen" nicht überladen? Ich frage, weil je nach Antwort ergeben sich die Lösungsmöglichkeiten. Ich könnte mir z.B. auch Schwarmintelligenzen vorstellen oder eine Hierarchie wie in einem Insektenstaat. Komplette, jederzeit aktuelle 100%-Kollektivleistung bietet halt enorme Schwachstellen - und ich sehe den Mehrwert (noch) nicht. Wie siehst du das?
p^^
Galatea:
So, ich hatte mich ja wegen der Spezies 'beschwert', aber... meckern kann jeder, machen ist eine andere Sache.
Daher hab ich mal gemacht.
Bin nach dem Ehne-Mehne-Muh-Verfahren bei den Kat'ol gelandet und hab einfach mal angefangen zu schreiben. Hier ein paar Ideen, wie man die etwas ausgestalten könnte.
Da ist jetzt keine besondere Struktur oder irgend ein System dahinter, es sind einfach ein paar Punkte, zu denen mir was eingefallen ist.
Sinne/Physis
Kat’ol sind gut in der Lage warme Farbtöne zu erkennen, allerdings haben diese keinen natürlichen Signaleffekt auf ihr Bewusstsein. Es wird empfohlen, sich bei Kohabitation nicht auf Rot als Warnfarbe zu verlassen – Rot ist für Kat’ol Hintergrundrauschen, tatsächlich hat es auf sie einen entspannenden und beruhigenden Effekt, ähnlich wie eine grüne Wiese auf Menschen wirkt.
Ihr Gehörsinn ist ausgezeichnet, ebenso wie ihr Geruchssinn. Sie sind in der Lage Personen am Geruch (wieder) zu erkennen, im Gegensatz zu ihren Urahnen können sie aber niemanden anhand seiner Geruchsspur über weite Distanzen verfolgen – bestenfalls bis ein paar Räume weit, aber auch nur wenn die Spur frisch ist.
Trotz ihrer Größe können sich Kat’ol erschreckend geräuschlos fortbewegen. Ihre an Bewegung im Schnee und unwegsamem Terrain angepassten Füße und federnden Beine verteilen das Körpergewicht über die Auftrittsfläche und dämpfen die Wucht, mit der diese Wesen auf den Boden treten erheblich.
Ernährung
Kat’ol sind reine Fleischfresser. Ihre Reiszähne sind kleiner und ihre Kiefer schwächer, als man anhand ihrer Diät vermuten würde, doch haben die Kat’ol ähnlich wie die Menschen ihre biologischen Stich- und Schneidwerkzeuge teilweise in ihre Hände ausgelagert – in Form von Speeren, Messern und Feuer. Von einem gebissen zu werden ist trotzdem keine gute Idee, genug Kraft, um weiche Haut und Muskeln zu durchtrennen besitzen sie noch immer.
Kolonien der Kat’ol sind leicht zu erkennen – hat die Siedlung mehr Nutztiere als Einwohner liegt man selten falsch. Viehwirtschaft hat bei den Kat’ol eine lange Tradition – schon ihre nomadischen Vorfahren hatten begonnen, die Tiere ihrer Welt zu domestizieren, lange bevor sie das erste Feld anlegten.
Dennoch haben die Kat’ol bereits früh begonnen, auch die Flora ihrer Welt zu beeinflussen – sowohl durch das unabsichtliche Verbreiten bestimmter Pflanzenarten über ihre Nutztiere als auch das beabsichtige Sammeln und Auswerfen bestimmter Samen - was sich dann schrittweise zu einer landschaftsgestaltenden Agrarwirtschaft entwickelte, um die immer größer werdenden Herden der wachsenden Kat’ol-Population zu versorgen.
Mittlerweile existiert als Alternative auch Zuchtfleisch aus dem Biolabor, das sich besonders in urbanisierten Gebieten großer Beliebtheit erfreut und sich zu einem echten Exportschlager bis in das Reich der Krull entwickelt hat, Geschmack und Textur lassen sich individuell auf den Geschmack des Kunden einstellen. Es wird allerdings von Traditionalisten als „unnatürlich“ abgelehnt – eine Einstellung, die sich besonders in den ländlicheren Gebieten der Grenzwelten wiederfindet.
Wesen
Kat’ol neigen zur Rudelbildung – ein Verhalten, das seine Wurzeln tief in ihrer Vergangenheit hat. Auf ihrer unwirtlichen Heimatwelt lagen die Überlebenschancen eines einzelnen steinzeitlichen Kat’ol ziemlich niedrig, Familie war die wichtigste Ressource für das fortgesetzte Überleben.
Als Folge sind Kat’ol bis heute sehr sozial. Sie neigen dazu ihre soziale Gruppe als ihr Rudel betrachten, dem gegenüber sie äußerst loyal sind und seine Mitglieder im Notfall bis aufs Blut verteidigen. Durch ihr soziales Wesen und ihre Loyalität Vorgesetzten, Untergebenen und Mitstreitern gegenüber finden sie sich in Interspeziesunternehmungen oft in Führungs- und Personalmanagementpositionen wieder.
Allerdings sollte man bei der Postenbesetzung darauf achten, keine Kat’ol konkurrierender Clans in unmittelbarem Kontakt zu positionieren, da dies schnell zu feindseligem Verhalten, Bildung exklusiver konkurrierender Gruppen, Mobbing und sogar aktiver Sabotage innerhalb der Organisation führen kann. Der Ehrenkodex untersagt zwar in der Regel direkte körperliche Konfrontationen, aber die Kat’ol werden mit Sicherheit dennoch Wege finden, sich gegenseitig in die Parade zu fahren.
Für die Kat’ol selbst ist es auch heute noch immer wichtig zu einem „Rudel“ zu gehören. Einzelne Kat’ol ohne soziale Gruppe werden von den Mitgliedern ihrer Spezies misstrauisch beäugt, der Kontakt erfolgt ziemlich verhalten – man tuschelt und fragt sich, was an dem betreffenden Individuum falsch sein muss, damit sich niemand mit ihm zusammenrottet. „Einsame Wölfe“ haben es in der Kat’ol-Gessellschaft sehr schwer und ziehen oft aus, um andernorts ein besseres Leben zu suchen.
Edit: Hier wäre auch noch Möglichkeit für eine Untergrundindustrie für "Mietfreunde", quasi ein Kat'ol-Escortservice...
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln