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[Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel

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Doc-Byte:
Naja, es soll eigentlich schon eine einzige KI sein und keine "KI Inflation", da die in dem Setting alles in allem nach wie vor eher selten sind. :think:

Btw, kleines Brainstorming (nicht das finale Bild):



Ich hab so ein paar Ideen, die im Hinterkopf reifen. Als Basis werde ich erst mal die Regelmechaniken für KIs und deren Heimatsystem ausarbeiten, die hier um Zuge des "spontanen Körperwechsels" aufgekommen sind. Dann kann ich die Mechas darauf abstimmen, damit Regelwerk und Setting stimmig zusammen passen.

pharyon:

--- Zitat von: Doc-Byte am 26.07.2026 | 17:15 ---Naja, es soll eigentlich schon eine einzige KI sein und keine "KI Inflation", da die in dem Setting alles in allem nach wie vor eher selten sind. :think:

--- Ende Zitat ---
Da bin ich ganz bei dir. Ich wäre auch vorsichtig mit einer Flut an KIs. Andererseits ist jeder individuelle Androide eine eigene KI - oder nicht? Aber unzählige virtuelle KIs, die wiederum um unzählige Androiden-/Roboter-Körper kämpfen, das übersteigt im Moment meine Vorstellungskraft. Einen der für mich spannendsten Kämpfe dieser Art trugen die beiden KIs in "Person of Interest" aus.


--- Zitat ---Ich hab so ein paar Ideen, die im Hinterkopf reifen. Als Basis werde ich erst mal die Regelmechaniken für KIs und deren Heimatsystem ausarbeiten, die hier um Zuge des "spontanen Körperwechsels" aufgekommen sind. Dann kann ich die Mechas darauf abstimmen, damit Regelwerk und Setting stimmig zusammen passen.

--- Ende Zitat ---
Das klingt gut.


--- Zitat von: Doc-Byte am 23.07.2026 | 18:23 ---Ich glaube, wir haben uns beide ein wenig mit Borg Lore beschäftigt. ~;D

--- Ende Zitat ---
Ähm.... ja.  ;D


--- Zitat ---Was würdest du vom Date-Lore Ansatz aus ST:Picard halten? Sprich, die ursprünglichen Einheiten hatten nur zusammen die nötige Kapazität, um ein eigenes Bewusstsein zu entwickel und in diesem Prozess sind ihre Persönlichkeiten zu einer einzigen verschmolzen, aber nicht völlig verschwunden. Die KI hat quasi mehrere Charakterzüge, die auf unterschiedliche "Ahnen" zurückgehen. Die kämpferische Seite, die mitfühlende Seite, eine zögerlich Seite und den kühlen Strategen... Je nachdem, welche Aufgabe eine Untergruppe oder einzelne Drohne zugewiesen bekommt, wird sie von einem dieser "Aspekte" dominiert.

--- Ende Zitat ---
Können wir gerne so machen. Für mich wäre die Entscheidung halt spannend in Hinsicht auf: können die Spieler einen Teil der KI auf ihre Seite ziehen und so einen größeren bewaffneten Konflikt vielleicht vermeiden?


--- Zitat ---Es müssen ja nicht mal nur 7 Einheiten überlebt haben. Vielleicht haben am Anfang einfach auch nur wenige das "Quantenupgrad" erhalten und dann die übrigen Einheiten assim... ähm, absobiert. 8] Hey, wäre es eigentlich zu sehr bei ST geklaut, wenn Mechas in der Lage wären, Androiden mit ihrem Bewusstsein zu infizieren und in den Schwarm zu integrieren? - Ich meine, es würde sie zumindest schlagartig zu einer deutlich größeren Bedrohung machen. :think: Man kann ja trotzdem beibehalten, dass sie dafür spezielle Ressourcen benötogen und das deshalb (bisher) nur in geringem Umfang / Einzelfällen getan haben... Oder diese Fähigkeit überhaupt erst im Verlauf der Kampagne erlangen.

--- Ende Zitat ---
Müssen nicht, das ist richtig. Ich fände es halt, spannend, wenn die Spieler die "Wurzeln" der Mechas begreifen können. Da sind 7 Einheiten verständlicher als 343. Auf eine konkrete Zahl müssen wir uns aber nicht festlegen. Meine Zahlen dienen nur der Illustration. Btw.: Was die Entstehung der Borg betrifft, fand ich die Star Trek Destiny-Trilogie sehr interessant. Weiß nicht, ob du die kennst (und Kanon dürfte sie nicht mehr werden, schätze ich). Bzgl. der Fähigkeit: Ich würde ja sagen, können tun sie es, machen es aber aus Überzeugung quasi nie (Respekt vor dem individuellen Leben einer KI), ggf. nur dann, wenn ein Android anderweitig schon "hirntot" wäre (so als Beispiel). So herum würden Androiden-NSCe oder -SCe in der Kampagne sehr spannend.


--- Zitat ---Das Konzept mit den "Unteranführern/-gruppen" kann man ja trotzdem ausbauen. Das finde ich durchaus interessant, wir müssten ggf. vielleicht nur darauf achten, dass die Mechas nicht zu mechanischen Doublen der T'siss werden. :think:

--- Ende Zitat ---
Okay, ich schau mit die T'siss nochmal in Ruhe an.  :d

p^^

Galatea:
So, da ich gerade absolut nicht dazu komme, irgendwas geordnet zu schreiben, hier mal meine Ideen zu den T'siss einfach als rohes Sammelsurium.


Trotz ihres Aussehens sind T'siss keine Insekten. Sie besitzen ein Innenskelett, Lungen und einen Blutkreislauf. Ihre "Exoskelett" ist tatsächlich ein System aus verschachtelten Hornplatten und ihre Augen sind von einer Schutzkapsel aus demselben (aber durchsichtigen) Material überzogen - beides Adaptionen an eine Welt, auf der einem Sandstürme das Fleisch von den Knochen reiben können, wenn es einem die Sonne nicht schon vorher runter brennt.

Sie kommen von einem Doppelplaneten. Beide Planeten sind sich in Masse so nah, dass der Punkt um den sie sich bewegen, knapp oberhalb der Oberfläche des größeren Planeten liegt.
Wie das System genau entstanden ist, konnte nicht geklärt werden. Möglicherweise ist es die Folge von zwei Planeten auf einem Orbit, die sich irgendwann "gefangen" haben oder die Folge einer Kollision, die den Ursprungsplaneten in Stücke gerissen und durch blanken Zufall zur Entstehung eines Doppelplaneten geführt hat.

Der Planet ist eine Wüstenwelt - extrem trocken, und nahezu ohne Oberflächenwasser. Es gibt Wasser, sehr viel sogar, das ist aber alles in unterirdischen Ozean, Hunderte Meter unter der Oberfläche. Früher war der Planet einmal wesentlich lebensfreundlicher, aber im Lauf der Zeit ging nahezu das gesamte Oberflächenwasser verloren.

Die beiden Planeten umkreisen sich und bearbeiten sich mit ihren Gravitationskräften dermaßen, dass in der Kruste tiefe Risse entstehen, durch die Wasser in die oberen Schichten gelangt.
Das führt an der betroffenen Stelle zu einer kurzzeitigen explosiven Blüte, bevor alles wieder von Sand und Staub begraben wird.
Hier zu überleben ist unglaublich schwierig und für einzelne Individuen kaum zu schaffen, wenn sie nicht gerade als Dauerstadien bis zur nächsten Blüte überdauern können.


Schon die Vorfahren der T'siss haben daher, noch bevor man sie als Personen bezeichnen konnte, Psikräfte entwickelt, insbesondere Fernsicht und andere "hellseherische" Kräfte, um das Auftauchen der nächsten erreichbaren Blüte vorherzusagen. Zeitgleich hat sich eine merkwürdige Art von Schwarmbewusstsein entwickelt, bei der einige T'siss nicht mehr mit eigenem Bewusstsein geboren wurden, sondern als direkte Erweiterung ihrer Mutter, die durch psionische Verbindung jede bewusste Bewegung ihrer Nachkommen kontrolliert. Mit der Zeit hat sich dieses Konzept für das Leben der T'siss als sehr profitabel erwiesen, so dass mittlerweile heute nur noch ein verschwindend geringer Teil der Spezies mit einem eigenen Bewusstsein geboren wird.
Ursprünglich bestand diese Verhältnis nur zwischen einer Mutter und ihren Nachkommen (sowie den Nachkommen ihrer Nachkommen, usw.), aber irgendwann entstand eine Mutation, die einer T'siss erlaubte, die Nachkommen anderer T'siss zu "übernehmen" (übernehmen ist hier nicht unbedingt das richtige Wort, es ist eher so, dass sich die bewusstseinslosen "Drohnen" zum stärksten Signal hin orientieren).

Die weiblichen sapienten T'siss begannen daher untereinander mit anderen Weibchen (inklusive ihrer Nachkommen) um die Drohnen einer Gruppe zu kämpfen. Früher endete dies üblicherweise im Tod der Verliererin, heute ist Verbannung aus dem Schwarm das übliche Resultat. Einige Verliererinnen wagen es sogar Jahre später zurückzukommen, um erneut ihr Glück zu versuchen - ein Verrat, der nur auf zwei Arten enden kann.
Theoretisch kann jedes Weibchen einen neuen Schwarm bilden, in der Regel verliert es aber seine Drohnen, wenn es sich in Reichweite eines etablierten dominanteren Weibchens mit stärkerem Signal begibt.

Für die männlichen sapienten T'siss sieht die Situation ein wenig anders aus. Seit Ewigkeiten konkurrieren sie um die Gunst der sapienten Weibchen - früher in Kämpfen bis zum Tod oder hellseherischen Wettbewerben, heute in diversen verschiedenen Disziplinen. Dafür verlassen sie nicht selten ihre eigene Gruppe, um bei den Weibchen anderer Gruppen vorstellig zu werden. Um heute erfolgreich zu sein, reicht es allerdings nicht aus, möglichst stark und blutrüstig zu sein, es geht vielmehr darum Skills zu demonstrieren, die dem beworbenen Schwarm als erstrebenswert erscheinen - in der Regel Kraft und Zähigkeit, Intelligenz und Kreativität oder psionisches Talent. Ist ein Bewerber erfolgreich darf er mit Hunderten Drohnen und ein wenig Glück auch der "Königin" selbst Nachwuchs zeugen - einige Männchen bleiben für den Rest ihrer Tage in ihrem neuen Schwarm, andere ziehen nach ein paar Wochen oder Monaten weiter.
Auch fungieren Männchen - temporär oder dauerhaft - als Lehrer und Berater der Königin (also des dominanten Weibchen des Schwarms). Bei den T'siss werden spezialisierte Skills (oberhalb der Grundausstattung) in der Regel nicht von Generation zu Generation weitergegeben (und die Drohnen haben ohnehin keine), was bedeutet, wenn eine Königin stirbt, dann stirbt all ihr spezialisiertes Wissen mit ihr. Für einen Schwarm kann dies eine sehr herausfordernde Übergangszeit bedeuten, in der der Bedarf nach gebildeten Männchen besonders hoch ist.


Aufgrund ihrer Lebensumstände ist die gesamte Kultur der T'siss mobil. Sie war es schon immer, Sesshaftigkeit war nie eine Option. Dennoch haben die T'siss es geschafft Hochtechnologie und letztlich Raumfahrt zu entwickeln - auch weil ihre Königinnen in Maßstäben denken konnten, die für menschliche Nomaden schlicht undenkbar sind. Der größte Schritt auf diesem Weg war Zugang zu den unterirdischen Seen und damit dauerhaft Wasser zu erhalten. Das löste zwar bei weitem nicht alle Probleme (dauerhafter Ackerbau wurde z.B. nicht unmittelbar möglich, weil das ganze Ökosystem des Planeten auf Zyklen und Dauerstadien ausgelegt war, die sich nicht direkt wieder anbauen ließen), machte aber den Rest des Weges um ein Vielfaches einfacher. Grundlegende Raumfahrt entwickelte sich bei den T'siss recht früh in ihrem Industriezeitalter und wurde schnell so normal wie ozeanische Schiffahrt für andere Spezies. Dass der Nachbarplanet nur ein paar Stunden Flug entfernt ist und ein sehr ähnliches Ökosystem besitzt, hat hier natürlich erheblich geholfen.

Bei allem Fortschritts haben viele Schwärme der T'siss den nomadischen Lebensstil beibehalten. Zwar gibt es mittlerweile auch sesshafte Kolonien, aber viele Schwärme ziehen bis heute in gewaltigen Mutterschiffen oder riesigen Flotten durch den kolonisierten Raum, um mit anderen Schwärmen oder anderen Spezies Handel zu treiben.

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Doc-Byte:

--- Zitat von: Galatea am  2.08.2026 | 00:43 ---So, da ich gerade absolut nicht dazu komme, irgendwas geordnet zu schreiben...
--- Ende Zitat ---

Frag mich mal. :-\


--- Zitat ---...hier mal meine Ideen zu den T'siss einfach als rohes Sammelsurium.
--- Ende Zitat ---

Mal sehen, was ich davon mitnehmen kann. :think: Bei den T'siss war zwar der Gedanke, dass ihre ursprüngliche Heimatwelt nicht mehr bekannt ist, aber es kann ja Hinweise in alten Überlieferungen geben. Statt mit einem System mit zwei Planeten könnte man hier vielleicht auch mit gebundener Rotation bei einer stark taumelnden planetarischen Achse arbeiten. Das würde auch zu einem ziemlich rauhen Klima führen, bei dem die Bewohner ständig der schmalen Dämmerungszone zwischen Tag- und Nachtseite mit halbwegs erträglichen Temperaturen folgen müssten.

Galatea:

--- Zitat von: Doc-Byte am  2.08.2026 | 17:56 ---Mal sehen, was ich davon mitnehmen kann. :think: Bei den T'siss war zwar der Gedanke, dass ihre ursprüngliche Heimatwelt nicht mehr bekannt ist, aber es kann ja Hinweise in alten Überlieferungen geben. Statt mit einem System mit zwei Planeten könnte man hier vielleicht auch mit gebundener Rotation bei einer stark taumelnden planetarischen Achse arbeiten. Das würde auch zu einem ziemlich rauhen Klima führen, bei dem die Bewohner ständig der schmalen Dämmerungszone zwischen Tag- und Nachtseite mit halbwegs erträglichen Temperaturen folgen müssten.
--- Ende Zitat ---
Tidally locked mit Wackelachse finde ich interessant für Nomadenvölker. Ob das genug Druck aufbaut, um von sapienten Individuen zu einem "Schwarmbewusstsein" zu kommen, glaub ich eher nicht.
Im Prinzip braucht es dafür absolut unabdingbaren Zwang zur Zusammenarbeit - mein irdisches Vorbild waren hier Nacktmulle, die einzigen Säugetiere der Welt, die in einem Staat mit Königin und Arbeiter/innen leben. Die graben unterhalb der heißen Erde nach Knollen - ein einzelner Nacktmull hat statistisch keine Chance wiederholt eine Knolle zu finden, dafür braucht es mehrere. Eine Knolle ist aber auch wiederum zu groß für einen einzelnen Nacktmull. Der "Insektenstaat" ist das einzige Konzept mit dem die Nacktmulle in ihrem Biom überleben können.

Wenn der Planet unbekannt sein soll, wäre das durchaus möglich, auch wenn es Informationen darüber gibt. Überlegt man sich wie horrend das Ökosystem ist, würde es mich nicht wundern, wenn die Koordinaten einfach vergessen wurden (weil, wer will schon dorthin zurück?) oder, dass die T'siss die Koordinaten aus welchen Gründen auch immer nach ihrem Exodus absichtlich gelöscht haben (vll. damit ihnen der Fluch der Welt nicht folgen kann). Möglich auch, dass die Exilanten Flüchtlinge sind und die Zurückgebliebenen sich danach gegenseitig das Licht ausgepustet haben (noch ein Grund, den Ort nie wieder zu besuchen). Oder die zurückgebliebenen Schwärme wurden mit der Zeit so aggressiv, dass die Exilanten diese absichtlich ausradiert haben - das wäre natürlich auch etwas, von dem man nicht möchte, das andere es herausfinden. Wer will schon zugeben, den Großteil der eigenen Rasse vernichtet zu haben, weil sie eine zu große Gefahr für die gesamte Galaxie wurden - oder noch direkter, wer möchte seinen Kindern dieses Wissen zumuten? (hey, das wäre doch mal eine finale Offenbarung für eine "findet die verlorene Heimatwelt" Kampagne)

Hab auch versucht den Spielern ein wenig was an Spielhaken/Zielen in die Hand zu geben, hat aber nur bei den Männchen so einigermaßen geklappt. Wie man die verstoßenen Weibchen mit Aktivitäten an ihr Volk anbinden kann (und ob das überhaupt sinnvoll wäre), das ist ein bisschen schwieriger.

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