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[Private Eye] Welche Abenteuer sind besonders gut?

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Kurna:

--- Zitat von: Chiarina am  7.04.2018 | 15:53 ---Wow, 9 Stunden am Stück... ich schätze mal, dann braucht ihr 2 Treffen. Alles in einem durch, erscheint mir recht anspruchsvoll... (geht aber vielleicht auch).
Wenn du wirklich den russischen Geheimdienst einbauen willst, dann ist das DEIN Abenteuer! Ich würde es dann auf jeden Fall nehmen!
Spielt ihr eigentlich mit übernatürlichem Anteil oder puristisch profan?

--- Ende Zitat ---

Naja, eigentlich eher 8 Std., da wir zum Essen eine Pause machen.  ;D
Vielleicht sollte ich es für Weihnachten einplanen. Da schaffen wir manchmal zwei Sessions.
Ein wenig Übernatürliches darf auch auftauchen (da letzte Abenteuer war z.B. von Cthulhu adaptiert), aber ich möchte verhindern, dass es zu viel wird. Deshalb schaue ich mir jetzt gerade Private Eye an.

Vielen Dank auf jeden Fall noch einmal für deine Hinweise. Dann kommt es auf jeden Fall auf die Merkliste. :)

Chiarina:
Ja, Cthulhu... da gibt´s übrigens auch einen Wien-Band mit zwei Abenteuern hintendrin (die ich nicht kenne).

Dann erinnere ich mich noch an diese bei uns halbwegs legendären alten Cthulhu-Abenteuer "Schwarzwaldrequiem" und "Wiener Blut" (ich glaube, aus einer alten Zauberzeit).

Zuletzt sei noch erwähnt, dass es ein ganz interessantes Wien-Abenteuer in der "Night´s Black Agent"-Abenteuersammlung "The Edom Files" gibt. Du brauchst irgendeine menschenähnliche, magische Kreatur, die in der Lage ist, von sich selber auf irgendeine Art und Weise Doppelgänger herzustellen. Spielt übrigens nach dem 2. WK im geteilten Wien.

pan narrans:
Folgende Private Eye Abenteuer die ich geleitet habe, fand ich besonders gut:

Die Leiche im Moor
Ein typisches Whodunit. Die SC sind recht einfach in das Abenteuer zu bringen, da sie beim Wandern auf eine Leiche stoßen. Der Fall ist nicht sonderlich schwer und der Täter recht schnell identifiziert. (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Da er jedoch von hohem gesellschaftlichen Stand ist, besteht die Aufgabe darin, lückenlose Beweise zu erbringen.Es gibt zu Beginn ein Nadelöhr (in Form einer kurzen Szene, die genau so wie im Buch ablaufen muss), ansonsten gibt es keinen Grund für Railroading. Meine Detektive sind nicht sonderlich systematisch vorgegangen, haben nicht alle Clues gefunden und den Fall dennoch gelöst. Daher würde ich behaupten "Die Leiche im Moor" ist auch was für Spieler, die wenig Erfahrung mit Detektivgeschichten haben.
Die Hilfen für den Spielleiter im Buch finde ich vorbildlich (Zeitplan, Wer macht welche Aussage, etc).
Spielzeit: Ohne Charaktererschaffung, Einführung in Regeln oder Spielwelt waren das bei meiner Runde circa 6 Stunden.

Die 7 Abschiedsbriefe des Mr. Pommeroy
Ein unerfahrener Police Constable vom Land braucht Hilfe. Um die Spieler auf den Fall ansetzen zu können sollten sie für Scotland Yard arbeiten. Ansonsten wird es nicht leicht, ihr Mitwirken bei den Ermittlungen glaubhaft zu machen.
Bei diesem Mordfall gibt es verwirrende Fakten, wie sie für die Fälle des Sherlock Holmes typisch sind. In diesem Fall sind das 7 Abschiedsbriefe und 2 Leichen. Zwar ist auch hier einer meiner Spieler recht früh auf den Täter gekommen, dennoch halte ich den Mordfall für schwieriger, als "Die Leiche im Moor".
Schwierig ist er auch für den Spielleiter, denn es gibt eine Menge Details, die der Spielleiter am besten auswendig kennen sollte. Parallele Handlungsstränge, komplexe Verknüpfungen unter den zahlreichen NSC, etc. Hier ist der Spielleiter als Charakterspieler gefragt, denn die Reaktionen der NSC auf SC und untereinander sind sehr wichtig.
An die Handouts muß man nochmal Hand anlegen. Die Abschiedsbriefe sind wichtig, aber leider in einer unleserlichen Handschrift. Das hat bei mir den Spielfluss gestört.
Spielzeit: In meiner Runde über 7 Stunden.

Der Schrecken von Randall Castle
Das Abenteuer hat einige Clichés (Spuckschloss, Geistergeschichten, einsame Insel), die ich wundervoll atmosphärisch fand. Ich habe es daher nicht als typsiches Abenteuer für Private Eye geleitet, sondern zu einer Art Horrorstory umgearbeitet.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Der angeblich tote Lord trieb als Nekromant auf dem Schloss sein Unwesen, der Gärtner war eine Art Igor, der Betrüger ein Doppelganger, den Geist gab es wirklich und auch den Dämon. Falls Übernatürliches und ein wenig Horror in deine Kampagne passen, kann ich "Der Schrecken von Randall Castle" wirklich empfehlen. Da muß man halt noch einiges an Arbeit rein stecken. Allerdings wurde das bei mir eine Art Minikampagne, mit 6 Spielsitzungen zu circa 4 Stunden.

Vielleicht möchtest Du einen Blick in die Abenteuer werfen, die Redaktion Phantastik zu den Gratisrollenspieltagen heraus gebracht hat. Die sind gratis als Download auf deren Homepage verfügbar. Das sind eher Abenteuerideen, als fertige Abenteuer. Die haben aber den Vorteil, dass sich daraus etwas stricken lässt, was zur Spielzeit deiner Runde passt.

Kurna:
Vielen Dank! :)

Das hört sich doch sehr interessant an.  :d

Das zweite wäre momentan etwas schwierig, denn Kontakte zu Scotland Yard haben meine Leute derzeit nicht.
Sie sind aber dabei, sich einen Kontakt ins Innenministerium zu erarbeiten. Vielleicht ließe sich über die Schiene
längerfristig etwas machen.

Und ein Abenteuer, das ich normal oder "übernatürlich" spielen kann, ist doch auch interessant. Das könnte ich flexibel einsetzen, je nachdem was eher gewünscht wird.  8)

Conan der Barbier:
Ich habe schon bei verschiedenen Private Eye-Abenteuern mitgespielt. Als ganz nett in Erinnerung habe ich Dunkle Geheimnisse in Vole's Hollow. Das ließ sich in relativ kurzer Zeit (1 Sitzung, Con) durchspielen, obwohl es unsere Gruppe viel Hin- und Hergerenne gekostet hat - vielleicht auch nur, weil wir uns besonders ungeschickt angestellt haben... ich hatte jedenfalls den Eindruck, dass wir anfangs entweder sehr planlos waren oder aber subtile Hinweise übersehen haben. Letztlich wurde der Fall aber doch noch mit Bravour gelöst, auch wenn mein Charakter leider zu schlecht zu Fuß war, um den dramatischen Showdown noch mitzuerleben ::) (oh, was waren Damen damals mit ihrer Kleidung gestraft!).

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