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Eigene deutsche D&D Settings und Abenteuer?
Evingolis:
Der Vorteil der TSR/WOTC-Welten ist, daß sie lange bekannt sind und für sehr viele Geschmäcker was anbieten. In den Vergessenen Reichen findet man fast für jedes Fantasyabenteuer ne Ecke, um dies anzusiedeln. Und es gibt viele fertige Abenteuer.
Dagegen was neues aufzubauen, ist riskant und kostet Geld. Dazu hat das Lizenztheater von Hasbro sicher nicht geholfen, deutsche Verlage zu motivieren, in die Richtung was zu machen.
Bezüglich der Übersetzungen/SRD: entweder vermeidet man da dann gezielt die Übersetzungen, die zB Feder & Schwert gewählt hat, und erreicht damit Inkompatibiltät zu den deutschen 3.x-Werken (zB bei Namen von Sprüchen), oder man muß sich mit der Lizenzfrage auseinandersetzen. Einzelne übersetzte Sätze sind sicher nicht geschützt, aber in Summe.. ganz sicher.
Leider ist das SRD aber auch nicht für eine Übersetzung geeignet strukturiert. Ich habe mal damit angefangen, für PCGEN ne Übersetzungsmöglichkeit zu bauen, damit ich zumindest die generierten Charakterbögen mit den wichtigsten Begriffen in Deutsch ausgeben kann; englische Charakterbögen sind doch immer wieder ein Hemmnis. Aufgrund des Aufwands bin ich wieder bei deutschen PDF-Bögen gelandet; die manuell anzupassen nervt total, ist aber zeitlich kein Vergleich. Die Situation sähe anders aus, wenn man bedenkenlos die erstellten Tabellen weitergeben könnte. Vielleicht schreibe ich Feder&Schwert mal an.
felixs:
Ich mag die Splittermond-Welt. Verstehe nicht, was daran schlecht sein soll - vorausgesetzt, man ist nicht grundsätzlich gegen Standard-Fantasy eingestellt.
--- Zitat von: Rhylthar am 12.04.2018 | 08:19 ---Und ein regelseitig generisches Setting würde wohl kaum lohnen.
--- Ende Zitat ---
Was wirklich schade ist. Ich würde sowas nämlich mögen. Splittermond lese ich nach diesem Prinzip - die Regeln sind nämlich echt nichts für mich.
8t88:
--- Zitat von: Evingolis am 11.04.2018 | 20:32 ---Gibts doch, für 5E sind doch grad die Core-Bücher auf deutsch herausgekommen. Und Zauberspruchkarten.
--- Ende Zitat ---
D&D Core ist ein System, kein Setting (bis auf ein paar Häppchen hier und da).
chad vader:
--- Zitat von: Malron am 11.04.2018 | 08:36 ---Wieso gibt es eigentlich nichts komplett deutsches zu D&D? Wenn man die Entwicklung von DSA und Splittermond hier sieht, dann gibt es durchaus einen Markt für „Fantasy made in Germany“, da wäre es doch naheliegend auch etwas für D&D zu machen.
Ist das zu schwierig etwas unter der OGL für das System zu machen? Lohnt sich das nicht für die etablierten Verlage?
--- Ende Zitat ---
Die Verbreitung von DSA war nur durch das historische Desinteresse und den arroganten Umgang der amerikanischen Lizenzgeber gegenüber dem deutschsprachigen Markt überhaupt möglich. Das setzt sich durch alle Editionen mehr oder weniger fort, so dass wahrscheinlich kein Verlag das Interesse hätte, neben dem kommerziellen Risiko bei der Markteinführung des 1000xten Fantasyrollenspiels auch noch so einen unzuverlässigen Lizenzgeber für jeden Schritt fragen zu müssen. Das Lizenzmodell für Übersetzungen indirekt über GF9 macht Verhandlungen alles andere als einfach.
Die letzte Chance, die ich gesehen hätte, wäre ein deutsches PF-Setting vor der 5E gewesen. Da hätte man Aufmerksamkeit bei den deutschsprachigen D&D-Fans gehabt und vom liberalen Handling der deutschen Sprachausgabe massiv profitiert. Der ganze Krampf, den F&S schon mit Hasbro hatte, wäre weggefallen. Hätte sich ein solches Setting im letzten Jahrzehnt zum Erfolg gemausert, hätte man jetzt ein etabliertes Produktpaket, mit dem man relativ entspannt eine 5E-Konvertierung aushandeln könnte.... oder eine für das kommende PF2 ...oder beides.
Hätte-Hätte-Fahrradkette. Damit schließt sich aus meiner Sicht das interessanteste Zeitfenster eines deutschen D&D-Derivates, was wir wahrscheinlich seid Jahrzehnten hatten.
Malron:
So ein Experiment wäre doch mal wirklich etwas für ein crowdfunding... namhafter Verlag, namhafte Autoren, realistische Projektplanung. Ein kleines (Start) Setting Buch und drei Abenteuer.
Gefundet wird eine deutsche D&D Welt. Wenn die Einstiegshürden weg sind, dann macht der Verlag allein weiter.
So etwas wäre endlich mal eines crowdfundings würdig und ist keine dämliche Vorbesteller Aktion.
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