Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Zombies , Zombies, Zombies - aber welches System?
General Kong:
AFMBE ist ein System, dass man lieben will - ich habe da soweit ich weiß alles von, aber schon nach dem "Coffeebreak of the Living Dead" aus dem SL-Schirm, war selbst mir als enthusiastischem Zombie-Meister nur ein: langweilig.
Insbesondere langsame, klassische Zombies mit "one bite and you are hooked"-Aspekt (also auf Deutsch: Gebissen und gekniffen! - Du wirst zum Zombie!) sind sterbendsöde: Man schießt und schießt und dann ist die Muni alle. man rennt und rennt und einer beißt zu. Ende.
Was bei "The Walking Dead" wegen der Optik und allem spannedn daher kommt, ist im Spiel dumm. Bei SW kann man ja im Falle eines Falles von mit einem Benny den Biss wegstecken, bei dem Rennaissance-Zombie-Setting "Ultima Forsan" finden sich noch Lokalisationstreffer für Zombiebiss, so dass man man zur Not auch mal einen Arm abschneiden und den Stumpf kauterisieren (schreibt man das so?) kann, um die Imfektion zu verhindern.
Definitiv SW für Zombies!
Scurlock:
Ein feines Kleinstadt-Setting/Abenteuer ist Welcome to Mortiston. Es spielt kurz vor einer ZombieApocalypse bzw. der Ausbruch in einer amerikanischen Kleinstadt ist das Thema. Ist ne Sandbox mit verschiedenen Fraktionen. Das Modul kommt aber ohne eigenes Regelsystem aus, unterstützt aber Pathfinder, Savage Worlds, Outbreak: Undead, Rotworld und Apocalypse Prevention Inc..
Chruschtschow:
Es ist halt auch sehr die Frage, wo zwischen Pulp und Horror das ganze liegen soll. Morts (Fate) oder eine SW-Variante liefern dir wahrscheinlich eher ein entspanntes Spiel mit reichlich Hihihi.
Willst du stärker in die Horrorrichtung gehen, würde ich ein System mit extrem schneller SC-Generierung nehmen, übrigens auch weder Fate noch SW, weil die Aspekte und Stunts aus Fate einen Moment brauchen oder SW mit seinen Fertigkeits- und Talentlisten auch zu viele Möglichkeiten gibt. Gleiches gilt für AFMBE. Da sitzt du auch einen Moment überm Regelwerk, wenn du keinen vorgefertigten SC nimmst. Wenn es was in der PbtA- oder OSR-Richtung gibt, wäre das genau richtig. Vier, fünf "Entscheidungen" maximal, neuer Überlebender fertig und ab in die Hölle. Bei mehr macht der Bodycount den Spielfluss kaputt.
Es sei denn, du willst das Drama des Gebissenen in der Horrorrichtung. Aber dann lass die Finger vom klassischen Rollenspiel, schnapp dir einem Eimer Kerzen, lass die Jalousien runter und spiel Ten Candles. Einen Abend lang, dann sind alle tot.
Skyrock:
--- Zitat von: Mocurion am 5.05.2018 | 13:10 ---Pinnacle Entertainment - Zombie Run
--- Ende Zitat ---
+1 für Zombie Run.
Es hat alle notwendigen Ergänzungen für Zombie-Apokalypse (Romero-Zombies, Ausrüstungsbeschaffung durch zufälliges Plündern, genretypische Flaws und Edges) ohne die SW-Chassis unnötig aufzublähen.
Die mitgelieferte Kampagne hat ein paar railroadige Momente, ist ansonsten aber ganz brauchbar, und da der Großteil eine Reisekampagne mit voneinander unabhängigen Schauplätzen ist kann man problemlos nasigere Szenen rausstreichen und/oder seine eigenen Szenarien als Episode reinploppen.
ManuFS:
Für Savage Worlds gibt es auch noch World of the Dead: http://www.drivethrurpg.com/product/118500/World-of-the-Dead-PDF-or-Print
und War of the Dead (fette Kampagne): http://www.rpgnow.com/browse/pub/2604/Daring-Entertainment/subcategory/4768_25618/War-of-the-Dead
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