Medien & Phantastik > Sehen
[Serie] The Witcher (Netflix)
Crimson King:
Mal was anderes. Die Serie steht bei den Kritikern von Rotten Tomatoes bei 57%. Die Zuschauer geben ihr dagegen eine Bewertung von 92%. Interessante Differenz.
Runenstahl:
Ich bin noch nicht durch, aber wo genau soll denn bisher dieses "übertriebene Multi-Kulti" so sehr aufgefallen sein ? Ich kann mich gerade nur an einen Schwarzen Hauptmann (oder so ?) am Hof von Cintra erinnern sowie an weitere Schwarze im Wald von Brolin (oder so). Oh, und den schwarzen Magier der versucht seine Tocher unterzubringen. Nichts davon fand ich jetzt übertrieben oder für die gezeigte Welt unglaubwürdig. Alles eher Einzelfälle. Der Wald ist magisch Mytisch. Gleiches gilt für Magier. Die können sonstwoher kommen. Bleibt nur noch der Hauptmann von Cintra und das ist nun ein Ort der ohnehin eher untraditionell daherkommt.
Und wenn man es ganz genau nimmt: Ich kann mich auch nicht erinnern das in den Büchern ausdrücklich auf die Hautfarben von Personen eingegangen wurde. Könnten also auch alle blau oder grün sein ;)
El God:
--- Zitat von: Thaddeus am 23.12.2019 | 22:27 ---Soweit die Macher der Serie im Rahmen ihrer künstlerischen Freiheit von der Romanvorlage abweichen, stört mich das, weil eine neuzeitliche politische Komponente in die Geschichte hineingewoben wird, die dort nichts verloren hat. Die Geschichte vom Hexer IST NICHT DIVERS, weil Sapkowski sie so nicht geschrieben hat! Sie wird es auch nicht, indem entsprechend gecastet wird. Das ganze wirkt dann künstlich und nicht schlüssig, wie hier mehrfach und von verschiedener Seite nachvollziehbar dargelegt worden ist.
--- Ende Zitat ---
Da der Autor selbst sich nicht darüber beschwert bzw. sogar hochzufrieden ist mit der Umsetzung (link, können wir diese Behauptung also auch abschließen und weglegen. Nicht Sapkowski hat das Problem bezüglich Werktreue, sondern ihr als Rezipienten. Und wenn Hautfarbe so einen Raum in der Kritik einnimmt, dann deshalb, weil ihr diesen Raum schafft. Die Behauptung, Kritik unabhängig vom Kritiker zu betrachten, ist genauso sinnlos, wie ein Werk unabhängig vom Autor zu sehen. Jeder kritisiert, was er sieht, was ihn stört und was seinem eigenen Bild nicht entspricht.
Teo Vernam:
Ich habe erst zwei Folgen gesehen.
Zuvor hatte ich alle Bücher gelesen und die Videospiele überwiegend gespielt.
Ich fühle mich großartig unterhalten und freue mich auf die nächsten Folgen. Ebenso fühlte ich mich großartig von den Büchern und auch der Videospielreihe unterhalten.
Vielleicht liegt es an meinem schlichten Gemüt, aber ich sehe bisher keine relevanten Brüche die mir Unbehagen bereiten würden. Auf Basis der Bücher hat es der Kern der sehr unterhaltsamen Geschichten um den Witcher in zwei weitere Medien geschafft. Die großen Unterschiede der drei Kunstformen bieten sich geradezu an unterschiedliche Interpretationen des Ausgangsmaterials vorzunehmen. Ich mag das (auch wenn ich heute noch mit dem Fehlen Tom Bombadils bei der Filmumsetzung des Herrn der Ringe hadere... ;D).
Stimmung und Pacing der Folgen sind für mich in Bezug auf meine Buchreferenz im Hinterkopf durchaus passend. Die Schauspieler gefallen mir. Ich kann mir jedoch auch vorstellen, dass ein Fehlen des Buchhintergrunds manche Sprünge schwer nachvollziehbar machen könnte.
TinyMine87:
--- Zitat von: Captain T am 23.12.2019 | 22:39 ---Da der Autor selbst sich nicht darüber beschwert bzw. sogar hochzufrieden ist mit der Umsetzung, können wir diese Behauptung also auch abschließen und weglegen. Nicht Sapkowski hat das Problem bezüglich Werktreue, sondern ihr als Rezipienten. Und wenn Hautfarbe so einen Raum in der Kritik einnimmt, dann, weil ihr diesen Raum schafft. Die Behauptung, Kritik unabhängig vom Kritiker zu betrachten, ist genauso sinnlos, wie ein Werk unabhängig vom Autor zu sehen. Jeder kritisiert, was er sieht, was ihn stört und was seinem eigenen Bild nicht entspricht.
--- Ende Zitat ---
Rezeptionsästhetik ftw
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