Autor Thema: Schreiben wir ein Fantasy-PbtA also selbst...  (Gelesen 2078 mal)

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Offline Olibino

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Re: Schreiben wir ein Fantasy-PbtA also selbst...
« Antwort #25 am: 16.03.2026 | 16:19 »
Vanilla-PbtA-Spiele haben dezidierte Moves, mit eindeutigen Triggern und entweder ist der verwendete Stat fest verdrahtet oder es wird kein Stat verwendet. Die SL soll also niemals sagen: "Würfel mal auf..." Moves sind für alle am Tisch klar erkennbar. Wenn es keinen dezidierten Move gibt, wird nicht gewürfelt. Moves, in denen nicht gewürfelt, sind anders herum aber fein.

Kurz: Alles, was aussieht wie Defy Danger, missfällt mir. Defy Defy Danger!
Wenn du kein Defy Danger willst, einen Move mit dem man alles abenteuerliche abdecken kann, warum willst du dann Rituale, einen Move mit dem man alles magische abdecken kann?

Zauberer spezialisieren sich doch typischerweise. Gandalph und Radagast konnten unterschiedliche Zauber wirken.
Es gibt doch nicht umsonst Nekromanten, Hexen, Elementaristen, Illusionisten, Druiden, Schamanen usw. . Wenn man 2 Zauberer in der Gruppe hat, möchten die sich doch auch voneinander abheben können, welche Art von Zauber sie beherrschen, genau so wie wenn man einen Dieb und einen Kämpfer in der Gruppe hat.

Wenn du nicht für jeden Zauberspruch einen eigenen Move haben möchtest, wäre ein Kompromiss - analog zu Masks - dass jeder Magiekundige unterschiedliche Schulen der Magie beherrscht. Dann könnten man einen einzigen Move "Ritual" haben, mit dem man aber nicht alles kann, sondern nur Magie wirken in den Schulen die man gelernt hat. Das würde auch die Option eröffnen wie "Alle Zwerge beherrschen von Natur aus Steinmagie" oder so.

Offline Ninkasi

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Re: Schreiben wir ein Fantasy-PbtA also selbst...
« Antwort #26 am: 16.03.2026 | 17:54 »
Oder der Zauberer müsste über entsprechende "Beschreibungen"/ Tags / Hintergrund etc. verfügen, um einen entsprechenden Spruch auszuführen, Mali zu verhindern, Boni zu bekommen, wie auch immer. Macht "Vagabonds of the Dyfed" es nicht irgendwie so? Aber ich glaube die hatten da immer auch Magiepunkte und Hitpoints im System.

Online Holothuroid

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Re: Schreiben wir ein Fantasy-PbtA also selbst...
« Antwort #27 am: 16.03.2026 | 18:42 »
Wenn du kein Defy Danger willst, einen Move mit dem man alles abenteuerliche abdecken kann, warum willst du dann Rituale, einen Move mit dem man alles magische abdecken kann?

Du kannst dich auf bestimmte Zauber spezialisieren. Wenn du eine Formel hast, bekommst du +1. Es sind auch Playbook Moves denkbar, die dich immer zu einem passenden Ort für bestimmte Zauber machen. Also ja, sowas geht.

Aber das Problem bei Defy Danger ist ein anderes. Defy Danger stört den Spielfluss. Moves sind entweder eher heiß oder eher kalt. Heiße Moves passieren häufig und dann gern in Action-Szenen. Heiße Move sollten ohne viel Diskussion sich abwickeln lassen. Deshalb haben sie fest verdrahtete Stats und hinten raus entweder feste Ergebnisse oder Optionen zur Auswahl. Du willst bei einem heißen Move nicht viele Gedanken machen.

Kalte Moves sind dafür, Kontext zu schaffen. Sie können ganz gezielt zu gewissen Diskussionen anregen. Sie kommen eher selten und in ruhigeren Szenen vor. Das was ursprünglich mal die Werkstatt in Apocalypse World war und sich über das Ritual des Magier in DW und den Ritualen in DW2 zu dem Ritual-Move hier geändert hat, ist ein kalter Move. Wir loten dadurch während des Spiels aus, was Magie kann. Das ist für ein Pickup-Spiel wie hier vorgesehen ganz günstig. Ich will nicht lange im Voraus darüber diskutieren, was Magier können. Dafür hab ich schon LGTMS geschrieben.

Und nochmal: Man kann nominell keine Zauberer in der Gruppe haben. Weil alle zaubern können. Und jedes Playbook bekommt etwas, dass auf die eine oder andere Weise bestimmte Zauberei besser macht. Einen speziellen Illusions-Move habe ich für den Zwerg/Gnom in Planung. Der nutzt dann auch nicht das Ritual als Basis.
Let's Go To Magic School - Wenn man einen Zauberschulroman liest (und davon gibt's viele), lernt man mit den Charakteren über die Welt und die Magie. In diesem PbtA-Spiel, spielt ihr um herauszufinden, wie es mit Welt und Magie steht.

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Re: Schreiben wir ein Fantasy-PbtA also selbst...
« Antwort #28 am: 20.03.2026 | 21:32 »
Zu den Soldiers of Fortune: Frag doch, WARUM jemand viel Geld braucht.

Danke noch mal für den Vorschlag. Im Verlauf, als ich anfing die Playbooks auszufüllen, ist mir nun klar geworden, dass das einfach nicht zum Rest passt. Also wir das erste Streichopfer in diesem Projekt. Das macht ja aber auch nichts. Wir haben mit der OSR ja quasi ein ganzes Genre, das das ausfüllt. :)

Aber OK. Ich hab jetzt zu allen Origin und Ancestry Playbooks (Ursprungs- und Abstammungsspielbücher?) zumindest Ansätze. Bei den Ursprüngen sind noch ein paar dazugekommen. Vorab einmal ein paar inspirierende Figuren.

The Heir: Argagorn (Herr der Ringe), Meldor (Havenstar), Maryam Khaimov (Pale Lights)
The Recluse: Rayla (Dragon Prince), Fiyu (Weirkey Chronicles)
The Rat: Tristan Abrascal (Pale Lights), Jinx (Arcane),
The Nomad: Davron Storre (Havenstar), Han Solo (Star Wars), Frieren (Frieren)
The Runaway: Frodo Beutlin (Herr der Ringe), Keris Kaylen (Havenstar), Wei Shi Lindon (Cradle), Luke Skywalker (Star Wars), Calem (Dragon Prince)
The Emissary: Gandalf (Herr der Ringe), Eithan Arelius (Cradle), Ben Kenobi (Star Wars)
The Dependable: Samweis Gamdschie (Herr der Ringe), Sammy Krappweis (Havenstar)

Runaways gibts wie Sand am Meer. Dependables sind auch regelmäßig dabei. Und Olibino hatte mit dem Hinweis auf Gandalf natürlich total Recht. Wir wollen sterbenden Mentor. Überraschend für mich war, dass ich total viele Recluse-Kandidatinnen finde, aber nur ganz wenig männliche Charaktere.

Vorab aber einmal den aktuellen Stand der Basic Moves, sonst machen die Playbooks teilweise keinen Sinn. Da ist aber noch viel im Fluss. Insbesondere die Stats. Die festzutackern macht aber erst Sinn, wenn der ganze Rest steht.

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Dann einmal die Origin Playbooks, wie oben beschrieben. Ich möchte da so auf 5 Moves pro Playbook. Mal gucken, ob das klappt. Nach hinten raus ist noch eher dünn.

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Und ein erster Blick auf die Ancestry Playbooks. Die sind gewissermaßen optional. Man könnte auch nur mit den Origin Playbooks spielen. Oder theoretisch nur Ancestry Playbooks. Das ist aber wahrscheinlich nicht so lohnend.

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Ich überlege noch an einem Ancestry Playbook für alles Andere. Das Problem ist, dass es das schwer macht, da was hinzuschreiben. Nun, ja.
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