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Gunporn/Gearporn und Power Creep

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Medizinmann:
Ahhh, jetzt gefunden :)


--- Zitat ---Gibt es vielleicht sogar begeisterte Power Creep-Befürworter? Ich habe da oft den Eindruck, der Großteil betrachtet das bestenfalls als zweischneidiges Schwert oder notwendiges Übel, weil der Verlag ja von irgendwas leben muss und sich "creepige" Bücher messbar besser verkaufen als andere - aber irgendwie kenne ich kaum einen, den ich der tatsächlichen Zielgruppe zuordnen würde.
--- Ende Zitat ---

Ich stehe auf Waffen ( bei manchen Chars mehr , bei anderen weniger, kommt auf den Char und die Kampagne an) , auf deren Ästhetik und wenn Ich eine Waffe entdecke , die ein besonderes Feature hat, dann gerne her damit .
Ich bastel auch gerne an Waffen rum , da ist mein am meisten gespieltes System SR ja weit vorne.
Aber es ist eigentlich das Basteln an sich, das mir spass macht, nicht das Power erhöhen an sich (klar macht das auch spass, aber nur im Begrenzten maße)
Ich freue mich mehr über eine Waffe, die rechts ein taktisches Licht und links einen Variablen Laserpointer(mit verschiedenen Farben )hat, als eine die 3x mehr Wumms macht als andere

noch mehr würde es mich freuen, wenn meine Waffe als einzige den Laserpointer in 3 verschiedenen Farben hat.
in SR4A gab es Waffen mit integrierten Comlinks (und Persönlichkeitsprogrammen für Comlinks) das hätte eine Menge Potenzial für Spass & Rollenspiel gehabt, aber wenn die SL nicht mitmachen, nutzt es nichts wenn mein Char so eine Knarre hat.
Powercreep und so, darauf kann ich verzichten .

aber selbst wenn man gepimpte Waffen hat nutzt es dem Spieler nichts, wenn der SL nicht auf die Kampfsituation eingeht.
Beim Häuserkampf lieber die Schrotflinte, das Bullpup Sturmgewehr mit Unterlaufgranatwerfer oder das Scharfschützengewehr mit überlangem Lauf.
Wenn es Regeltechnisch keinen Unterschied macht und der SL nicht darauf eingeht, dann ist es mitunter egal ,welche Waffe man nutzt, was Ich schade finde, gerade ,wenn Ich einen Waffenspezialisten spiele, der gerade solche Unterschiede kennen und Ausnutzen sollte.
Ist aber auch so beim Waffenlosen Kampf, was nutzt es mir/meinem Char, wenn ich explizit einen Kampfkünstler spielen will ,der Kampf aber nur ein Stupides : Angriff-Abwehr-Angriff-Abwehr-Angriff-Ui,endlich mal getroffen-2pkt Schaden,weiter-Angriff-Abwehr....Etc ist .
(Ich hab da noch ganz schreckliche Erinnerungen an DSA 3....)
Ich bin nunmal von Action Filmen geprägt und wenn ich so einen Action Char spielen will und es eine Action Kampagne sein soll, dannn bitte auch Action mit mehr Flair/Geschmack/Variationen.


--- Zitat ---Für eine gute Machtentwicklung brauch man halt auch Waffen, die einfach besser sind als andere, und die dann aber in irgend einer Form zugangsbeschränkt sind, damit man sie nicht gleich zu Beginn nimmt.
--- Ende Zitat ---
Hmmm, mir gefallen normale Waffen ,die mein Char verbessert und die dadurch besser werden viel mehr als Waffen, von denen man weiß, das es sie gibt, die so viel besser sind, aber an die der Char nicht rankommt (weil der SL den Daumen drauf hält, weil die Waffen soviel besser sind)

der nicht gerne mit einer Karotte vor der Nase tanzt
Medizinmann
 
 

Boba Fett:
@Anro:
Ich weiß nicht, ob wir wirklich am "Spielstil" unterscheiden müssen...
Abgesehen davon: Gearporn und Gear-Powercreep sind unterschiedliche Dinge. Gearporn kommt ohne (Rollenspiel-regelrelevante) Werte aus...

Es ist ja nicht so, dass unsere Runde nicht taktiert, und Konfliktorientiert spielt. Ganz im Gegenteil.
Aber statt des "stärker, härter, weiter" Doping durch die nächst besseren Werte, die dann auch nur durch die nächst bessern Werte der Gegner kompensiert werden,
spielen wir eben "mit den verfügbaren Mitteln". Es ist nicht der Spielwert, der die Herausforderung ausmacht, sondern die Situation.

Wer mal Battletech (Tabletop) gespielt hat, kennt das... Da werden die Mechs auch nicht von Spiel zu Spiel immer härter und besser, sondern man spielt Szenarien oder sogar Kampagnen,
aber die eigentlichen Werte bleiben gleich. Wahrscheinlichkeiten variieren von Situationen und Entscheidungen aber nicht, weil die PPK durch eine magische +1 ausgetauscht wird.
Da wird sogar 100% der Zeit mit Taktieren und Konflikt ausspielen verbracht. Trotzdem braucht es keinen Powercreep.
(Grundsätzlich braucht es keinen. Auch da gab es das Auftauchen der Clans, die genau das brachten. Allerdings hab ich in einem Interview von FASA mal gelesen, dass der Macher von Battletech
irgendwann sagte, dass diese Entscheidung (die Clans auftauchen zu lassen) der größte Fehler war, den FASA bei Battletech je gemacht hat)
Und ich kenne Rollenspieler, die spielen Battletech (Stand 3025) seit mehr als 30 Jahren...

Es braucht keinen Powercreep, um taktisches Konfliktrollenspiel zu betreiben. Überhaupt nicht!

KhornedBeef:
Letzter Satz: Absolut nicht, klar. Aber wenn man erzählen will, dass man jetzt ne Tarrasque bei DnD weggeputzt hat, reicht eben Taktik nicht aus*, weil DnD so gestrickt ist, dass es das nicht tut. Klar Zirkelschluss, aber wenn die Leute es mögen

*Mal als Frage an die Experten: hält mich irgendwas davon ab, die Tarrasque dauerhaft zu levitieren, um sie als Hindernis zu entfernen? Dafür muss ich keine Halbgott-Kräfte aufwenden, wie wenn ich sie töten wollte.

Quaint:
Naja, aber bei normalem Battletech bzw. Mechwarrior lernen die Piloten schon dazu wenn sie überleben. Und es ist auch nicht ganz unüblich, dass man mit ein paar zweitklassigen Mechs beginnt, und dann im Laufe der Zeit immer größere und tollere Maschinen erlangt bzw. die genau nach seinen Vorstellungen anpassen kann (was mitunter bedeutende Leistungssteigerungen ergibt). Bzw. dass man auch seine Einheit vergrößert. Wobei es da klar auch mal Rückschläge geben kann.
Aber ich bin auch kein Battletechexperte - meine BT Tage liegen lange zurück, und meist haben wir dann auch das Rollenspiel dazu genommen und Söldner gespielt. Vielleicht ist das bei anderen Ansätzen auch anders.

Ich denke es gibt auch zumindest zwei verschiedene Sachen, die man unter Powercreep verstehen kann. Einmal eben, dass Charaktere mächtiger werden. Und das andere ist eben, dass zu einem Rollenspiel Zusatzmaterial veröffentlicht wird, welches einfach stärkere Optionen bietet als das ältere Material. Ersteres finde ich total gut, zweiteres sehe ich kritisch (auch wenn es als Verkaufsargument gerade bei Powergamern natürlich zieht).

Boba Fett:
Quaint: Ich schrieb beim Battletech Beispiel "Tabletop", nicht "Rollenspiel".

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